Dienstag, 4. November. 2008

Bankenkonferenz der Boersenvereins des Deutschen Buchhandels Berliner Bankenkonferenz der Börsenvereins des Deutschen Buchhandels. 14 Banker, eine Journalistin Margit Lesemann und ein Journalist Volkhard Bode. Eingeladen hatte der Landesverband Berlin-Brandenburg des Börsenvereins. Vier Menschen aus dem Buchhandel erklären, wie das Geschäft eigentlich funktioniert, weil der Buchhandel für Banken nicht zur Hauptzielgruppe gehört, sich aber einmal Gehör verschaffen wollte. Vom Patmos Verlagshaus erklärte Klaus Kämpfe-Burghardt die Prinzipien. Was Auftragsliteratur ist („Mach uns doch Mal ein Buch über den Führerbunker …“), was Angebotsliteratur ist („Ich habe hier einen Kinder-Fantasy-Roman geschrieben, der in einem englischen Internat spielt, der Hauptdarsteller heißt Harry … „). Dann kam heraus, daß die Berliner Buchbranche einen Umsatz von 1,4 Mrd Euro im Jahr macht und 4.000 Menschen beschäftigt, bei uns ist ein Prozent davon. Daß es noch 300 Buchhandlungen gibt – als wir vor 10 Jahren anfingen, waren es noch 500 und keiner konnte sich vorstellen, daß es Buchhandelsketten gibt.
Dr. Volker Schwarz vom Berliner Wissenschafts-Verlag erläuterte, wie man wissenschaftliche Bücher macht, Dr. Susanne Schüssler vom Klaus Wagenbach Verlag berichtete, wie man schöne Bücher macht. Ich erzählte davon, wie man bei uns schön Cappuccino trinken kann und daß wir auf der Galerie gleich die Bücher machen, die die unten in der Buchhandlung nicht haben, nach denen Kunden aber fragen.
Es waren Abordnungen da von der Investitionsbank Berlin, der Postbank, der Berliner Volksbank, der Landesbank, der Berliner Bank (= heute Deutsche Bank), sowie der Commerzbank und der Sparkasse Märkisch Oderland.
Wir möchten ja gern (das wollten die Banker wissen), daß wir bei der Bank so behandelt werden, wie wir unsere Kunden behandeln. Mehr nicht. Uns ist klar, daß unsere Kunden uns bezahlen. Wir sehen sie nicht als Antragsteller. Wir wünschen uns gut vorbereitete Ansprechpartner. Vor allem wären schnelle Entscheidungen toll, damit zum Beispiel das Geld für den Umbau kommt, bevor wir fertig sind. (Wir sind auch schnell. Wir haben heute zwei Buchvorschläge bekommen und sofort entschieden. Eins machen wir, eins nicht. Wir entscheiden immer ganz schnell.) Und wir möchten nicht zusätzlich neben den Sicherheiten, die zu leisten sind, noch eine teure Lebensversicherung zwangsauferlegt bekommen.
Ich konnte auch davon berichten, daß wir im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre eine Umsatzsteigerung von zwanzig Prozent hatten und seit dem Umzug in die Kaiserhöfe monatlich über siebzig Prozent.
Drei Banken kamen nachher auf uns zu, was sie uns Gutes tun können. „Auf zwei Beinen steht man besser.“ Dann gab es Wraps.

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