Dienstag, 28. März 2006

Zwei Bücher, die wir gerade vorbereiten, begegnen sich. Während ich mit Dr. Gerd Zuchold telefoniere, der bei uns im Herbst die Reisebeschreibung von Anton Friedrich Büsching aus dem Jahr 1775 von Berlin über Potsdam nach Rekahn herausgibt, sollte ich eigentlich den Text für das Backcover des Buchs "Unter den Linden" von Walter Schimmel-Falkenau aus dem Jahr 1963 schreiben und merke dabei, daß Büsching in dem UdL-Buch zweimal vorkommt. Schimmel-Falkenau (1895 bis 1971) macht Geschichte lebendig, indem er die Protagonisten reden läßt. Das ganze liest sich lebendig wie ein Drehbuch. Es entstehen Bilder im Kopf. Der Geologe Büsching kommt in dem Kapitel vor, in dem sich Königin Elisabeth Christine, also die Frau Friedrichs des Großen, am 7. März 1746 um elf Uhr zur Malerin Anna Dorothea Terbusch begibt. Dieses Buch zu den Linden, ein Nachdruck, erscheint zum 1. Mai. Büsching (1724 bis 1793) ist nicht nur einfach Geologe und Schriftsteller, er erschuf etwas unerhört Neues, nämlich die politisch-statistische Beschreibung, den Vorläufer des Welt-Almanachs heute. Wir bringen dieses Buch endlich nach 200 Jahren wieder heraus, ergänzt um einige Beiträge aus der Neuauflage von Büschings Buch aus dem Jahr 1780. In der zweiten Auflage beschrieb er zum Beispiel Britz erstmals ganz genau.

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