Dienstag, 25. September 2007

Gutzeit Stasibeauftragter und Fall Linse Pressekonferenz beim Berliner Landesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der DDR, Martin Gutzeit, in der Mitte. Dr. Walter Linse war einer von 924 Deutschen, die in Moskau in der Ära Stalin erschossen wurden. Die Stasi hatten ihn aus West-Berlin entführt, Erich Mielke selbst hatte das angeordnet. Der Berliner Förderverein der Gedenkstätte Hohenschönhausen (Stasi-Knast) schrieb einen nach Linse genannten Preis in Höhe von 5.000 Euro aus.

Linse war aber auch unter den Nationalsozialisten aktiv. Er arisierte 300 Textilbetrieb in Chemnitz. Er war Arisierungs-Beauftragter der IHK-Chemnitz. Viele Industrie- und Handelskammern übernehmen damals diese Aufgabe. Linse war Jurist. Er erledigte seine Arbeit systematisch, gründlich, ruhig. Das belegt jetzt eine Expertise nach Quellenfunden von Dr. Klaus Bästlein, rechts. Alexander Sachse von facts & files arbeitet mit am Standardwerk „Erschossen in Moskau„.

Petri Ausgrabungen von oben Die Ausgrabungen der Petri-Kirche vom zweiten Stockwerk des Büros des Stasibeauftragten aus gesehen. Wo sich die Ausgrabung eigentlich befindet, kann man hier ganz gut erkennen. Mit blauen und roten Planen abgedeckt ist die Seitenmauer der Lateinschule. Jetzt, wo wir einen so guten Überblick haben, spricht eigentlich nichts dagegen, das Buch zur Petri-Kirche zu machen. Nachmittags haben wir uns dann einfach Mal die Gliederung mit einem Experten zusammen überlegt.

Palastgerippe2 Der Palast der Republik nachmittags – ein fleischloses Gerippe. Abends dann hatten wir eine strategische Besprechung des Aufsichtsrats, und damit dessen Mitglieder nicht vom Fleisch fallen, gab es dazu die Reste des Spanferkels vom Sonntag. Etwa monatlich beraten wir in kleinerem Kreis die nächsten Projekte.

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