Dienstag, 23. August 2005

image
Lea Zhou macht mit uns ein Interview für das chinesische Programm der Deutschen Welle, in dem über die Berlin Story als einzigartigen Ort der Information berichtet wird. Besonders gefallen hat Frau Zhou dieses persönlich gehaltene Tagebuch, das sie ausführlich studiert hat. Lange unterhalten wir uns darüber, in welchen Kulturen es möglich ist, so was zu schreiben, nämlich relativ ungehemmt aus dem Nähkästchen zu plaudern, und wo man sich lieber ein bißchen bedeckt hält. Und die Jugend: Welche politischen oder gesellschaftlichen Träume, Vorstellungen und Gedanken haben sich nach dem Sommer 1989 gehalten und spielen sie heute eine Rolle in der Generation, die von und für Notebook und MP 3-Player lebt? Radiointerviews sind für mich ein besonderer fall. Weil ich das selbst lange betrieben habe, denke ich bei jeder Antwort auf eine Frage: Wie würde ich das schneiden, wieviel Sekunden sind das wohl, wie kriegt man da einen guten Anschluß hin. Ist aber eigentlich egal, weil meine Antworten sowie kaum zu hören sind, denn sie werden chinesisch übersprochen.Manchmal weiß man nicht so genau, worum es geht, besonders wenn die Demonstranten zwar laut Hallelujah singen, vor die russische Botschaft ziehen, aber kein deutsch sprechen, sondern eine lateinamerikanische Variante von spanisch. Ob das jetzt mehr mit dem Weltjugendtag in Köln oder aber mit der russischen Botschaft zu tun hatte, war nicht herauszufinden, da es auch keine aufklärenden Flyer gab.
image

0 Kommentare

Dein Kommentar

Want to join the discussion?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar