Dienstag, 12. Juli 2005

Alte Seilschaften. Tom Fecht kommt zu Besuch, wir schlendern in der Stadt rum wie hier im Hof der Staatsbibliothek Unter den Linden und überlegen, was wir so an Projekten machen könnten. Unser erstes Projekt zusammen war ein Kindertheater in Kassel. Dann haben wir zusammen Elefantenpress gegründet. Wir verlängern das Treffen um einen Tag, Tom fliegt erst morgen weiter, weil wir noch nicht fertig sind. Es gärt noch so viel.
 

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Sonntag, 10 Juli 2005
Wir leiden. Wir leiden. Wir leiden. Unsere Stammkunden, die in längeren Zeitabständen nach Berlin kommen, finden uns nur zufällig. Am Bauzaun vor unserem alten Laden Unter den Linden 10 ist kein Hinweis mehr auf unseren Umzug möglich, weil großflächig für die Zukunft des Römischen Hofs geworben wird. Dort kommt ein italienisches Außenhandelszentrum hin. Unsere Kunden sind häufig so ein bißchen eingeschnappt oder enttäuscht von uns, daß wir nicht mehr am alten Ort sind. Immerhin hören wir jeden Tag, daß sie sich durch Bezeichnungen wie „Berlin Store“ unserer Nachbarn oder das schöne rapsgelb, das sich jetzt auch das Berlin-Kaufhaus zueigen gemacht hat, nicht verwirren lassen. „Wir kommen aus Kiel und sind jedesmal bei Ihnen. Als wir Berlin Store sahen, dachten wir, nanu, ist ja komisch, dann haben wir sie ja zum Glück gefunden.“ Oder „Ich komme nach Berlin, wann immer sich ein Anlaß bietet, jetzt aus Rinteln, und jedesmal bin ich fast zuerst bei Ihnen.“ Was tun? Wir hoffen auf die seherischen Gaben unserer Kunden und darauf, daß sie auch Mal Richtung Brandenburger Tor gehen. Dann ist die Freude groß, beiderseits.
 

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