Dienstag, 10. Oktober 2006

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Heute vor 200 Jahren wurde Louis Ferdinand getötet, der Prinz von Preußen (1771 – 1806). SKH Georg Friedrich Prinz von Preußen und Prinzessin Hubertus stehen am Sarg in der Hohenzollerngruft der Oberpfarr- und Domkirche, dem Berliner Dom.
Prinzessin Hubertus ist die Witwe von Hubertus Karl Wilhelm Prinz von Preußen (* 30. September 1909 in Potsdam; † 8. April 1950 in Windhuk, Südwestafrika), einem preußischen Prinzen und Enkelsohn Wilhelms II. Er wurde als dritter Sohn des Kronprinzen Wilhelm und seiner Gemahlin Kronprinzessin Cecilie von Preußen im Marmorpalais in Potsdam geboren.Louis Ferdinand fiel in der Schlacht von Saalfeld, als er sich den Franzosen nicht ergeben wollte. Der Prinz von Preußen legt hier an seinem Grab einen Kranz nieder. Bei den Führungen in der Gruft wird darauf hingewiesen, daß es sich nicht um Schaustücke handelt, die hier stehen, sondern um die echten Särge. Louis Ferdinand war der Sohn des jüngsten Bruders von Friedrich dem Großen. Er war gegen Napoleon, weil das Unterdrückungsregime des selbstgekrönten Kaisers Unterwerfung forderte, sich gegen die eigenständige Entwicklung des Einzelnen stellte. Es ging Louis Ferdinand um die Freiheit seines eigenen Landes. Er stand nicht im Abseits, sondern mischte sich ein, zum Beispiel indem er eine Denkschrift mitunterzeichnete, die darauf hinwies, daß die Friedensliebe des Königs Friedrich Wilhelm III. dazu führte, daß der Aggressor nicht Halt machte. Freiherr von Stein schätze ihn als einzigen Hohenzollern.
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Wir erinnern in den beiden Büchern „Napoleon in Berlin“ und „Die Franzosen in Berlin“ an Louis Ferdinand. Beide Bücher sind gestern erschienen. In letzterem ist das vollständige Kriegstagebuch von Louis Ferdinand französisch und deutsch abgedruckt. Louis Ferdinand liebte Frankreich und sprach gern und oft französisch. Seine letzten Worte zu seinem Adjutanten waren: C’est possible? Ist das denn möglich?

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