Dienstag, 1. November 2005

Christoph LINKS stellt seinen Verlag vor www.linksverlag.de und Dietmar Arnold sowie Reiner Janick berichten über ihre Bücher "Dunkle Welten" und "Sirenen und gepackte Koffer". Beide Bücher liegen bei uns auf dem Ch.-Links-Tisch. Vor der Wende war Links beim Aufbau-Verlag, machte einen Vorschlag zu einer Sachbuchreihe, um die Wende zu dokumentieren (er lebte an der Gethsemane-Kirche). "Wir haben kein Papierkontingent für so was. Ich kann nicht mal richtig Christa Wolff drucken", war die Antwort, die zur Selbständigkeit führte. Fünfzig Stille Teilhaber mit einer Einlage von jeweils 2500 Euro halfen und bekommen ihr Kapital verzinst durch jeweils ein Buch jeder Neuerscheinung, heute ein gutes Geschäft für sie. Der Gesamtprospekt liegt auch bei uns und ist heute äußerst umfangreich, wobei die Text-Bild-Bände zur Geschichte herausragen, ein sehr schönes Buchformat. Unser Veranstaltungsraum war wieder rappelvoll. Dann stellte Dietmar Arnold die "Dunklen Welten" vor, das Buch über die Berliner Unterwelten, jetzt in der 7. Auflage. Durch die Arbeit am Buch und weil es dann auf dem Markt war, gründete sich der Verein, der heute die Unterwelt in Berlin monopolisiert, der Führungen macht (Prospekt auf dem Flyertisch) www.berliner-unterwelten.de, der den Blick des vorher desinteressierten Denkmalschutzes auf Berlins Unterwelt gelenkt hat. 10.000 Kilometer Kanalisation hat Berlin, ein Drittel ist begehbar.

Es folgten bei Links Bücher über den Untergrund in Wien, Paris und New York. Nächste Woche findet die erste gemeinsame Tagung der Untergrundforscher in Wien statt. Wie Reiner Janek auf den Foxterrier namens Stasi von Eva Braun kam, weiß ich nicht mehr genau, im Zusammenhang über das Buch am Obersalzberg wahrscheinlich (über Peenemünde das ist auch toll, jeweils erst Ärger, dann Anerkennung bei den lokalen Autoritäten). Janick berichtete über Bunker (1200) und Bunkeralltag in Berlin, über die Versuche, die Bunker später in das Stadtbild Berlins einzubauen und den Wettbewerb unter den Alliierten, sie direkt nach dem Krieg zu sprengen. Die Bunker waren von guter Qualität und nicht so einfach zu beseitigen. So entstand das Gedicht: Der Staub vergeht/ die Sonne schein/ der Bunker fragt/ war ich gemeint?

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