Die Rettung des kleinen Schwans am Engelbecken

Es ist grausam, wie die Eltern Schwan mit den Kindern umgehen, wenn sie neue machen wollen. Fünf junge Schwäne sind so heftig von ihrem Vater gebissen worden, dass sie schon vor einigen Wochen abgehauen und von menschlichen Helfern zum Urbanhafen gebracht wurden, wo mehr Platz ist. Die Projektgruppe Engelbecken kümmert sich darum. Es ist kaum vorstellbar, welche Brutalität in der Tierwelt ganz normal zu sein scheint. Der kleinste, damals noch schwache junge Schwan, durfte noch etwas bleiben – bis heute. Hier sitzt er auf dem Trockenen, im Café am Engelbecken. Er traut sich nicht zurück ins Wasser.

Akin und Cheena vom Café am Engelbecken sind inzwischen erfahrene Schwanenfänger. Sie kümmern sich um alles rund ums Engelbecken. Decke drüber und ab in den Umzugskarton.

Kurze Fahrt zum Urbankrankenhaus. Akin erinnert vorher daran: Auf die Seite, da ist es für den Schwan einfacher, nicht so hoch.

Am Restaurantschiff Van Loon wundern sich die Mitarbeiterinnen, erkennen den Notfall und übernehmen die Kamera.

Was muss das für ein Gefühl sein, wenn der Karton sich öffnet — wie wenn die Tür vom Knast aufgeht.

Riech die Freiheit!

Und dann das: Richtung Urban. Nur nicht! Psychos, Fixer, Alkis und jede Menge andere, aber das ist nichts für einen jungen Schwan.

Der Sprung in die Freiheit! Wie Conrad Schumann.

Endlich wieder im richtigen Element, die Federn gebauscht, alles überstanden.

Und dann die Danksagung! — Kein Thema, gern gemacht. Laß es Dir gut gehen.