Der Excelsior Bunker

20140319_Excelsior-Bunker_04In Berlin gab es rund 1.000 Luftschutzbunker, von denen heute noch rund 100 stehen. Wenn man einen Bunker hat, wird man oft in andere Bunker eingeladen. So sah ich mir heute den Excelsior-Bunker nahe dem Anhalter Bahnhof an.

20140319_Excelsior-Bunker_02 Da dies ein betriebsbereiter Atomschutzbunker ist, ist es immer gut zu wissen, wo der Eingang liegt. Da es sich bei dem Bunker um eine öffentliche Zivilschutzeinrichtung handelt, sind auch die Chancen hoch, tatsächlich rein zu kommen. Der Bunker hat nur 1,10m Deckenstärke und eine Wandstärke von 80cm. Er soll aber auch nicht die Druckwelle eines Atomschlags aushalten, sondern nur die Strahlung und Hitze draußen halten. Die Trümmer der umliegenden Häuser sollen als zusätzliche Schutzschicht auf dem Bunker dienen. Im Ernstfall sollen im Bunker 3.100 Personen Schutz finden. Davon können im Schichtbetrieb 1.800 gleichzeitig schlafen.

Der Bunker hat eine Besetzung von nur fünf Mann, alles andere müssen die Eingeschlossenen selber organisieren. Man kann ca. 2-3 Mal am Tag nach Plan auf Toilette und bekommt seine tägliche Ration Suppe und Wasser. Ansonsten muss man 14 Tage Ruhe bewahren und anschließend in den nuklearen Winter raus. Wer den Bunker einmal selber sehen möchte, kann dies via Berliner Unterwelten tun.

Spannend war noch der Hinweis, dass Schwede eines der sichersten Länder ist. Es gibt unglaublich viele Bunker, bishin zu unterirdischen Krankenhäusern und Produktionsstätten. Dazu ist Schweden kein top Angriffsziel. Wenn die Lage auf der Krim eskaliert, lohnt sich also Schwedisch zu lernen!

eigentum-der-bundesregierung

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