Checkpoint Charlie verkommt weiter


Stand das Brandenburger Tor eigentlich im Osten oder Westen?“ fragte eine Frau in der Informationsabteilung der Bundeszentrale für politische Bildung in der Black Box am Checkpoint Charlie.
Die Blackbox ist der Vorläufer des Museums Kalter Krieg. Die Bundeszentrale für politische Bildung, so stand es in den Zeitungen, betreibt einen Informationsstand, damit das Niveau am Checkpoint Charlie angehoben wird.


Das war im Niemandsland„, war die Antwort. „Das war mittendrin, da konnte keiner hin, das stand genau dazwischen.“

In der Verkaufsstelle der Bundeszentrale für politische Bildung gibt es allgemein Material zur Demokratie und zur Teilung – fast nur deutsch.

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Kiosk der Berliner Frühling GmbH verkauft neben Säften auch die historischen Pläne, Postkarten und Magnete der Edition Panorama Berlin. Er erreicht damit schon das höchste Niveau am Checkpoint Charlie.

 

 

 

 

 
Zwischen den anderen Läden mit überwiegend identischem Angebot an Souvenirs und billigsten Berlin-Heften herrscht ein Preiskampf bei den Postkarten.

 

 

 

 

 
Ausgangspunkt der aktuellen Recherche am Checkpoint Charlie war die Frage, was passiert, wenn Alexandra Hildebrandt vom Mauer Museum das nicht bezahlt Eckhaus zurückgeben muß.

Die Läden in der Zimmerstraße stehen schon lange leer, bzw. die Fensterscheiben sind zugeklebt. Früher war dort in einem Teil der Klett-Verlag.

Immer wieder erklärte der Berliner Senat, etwas tun zu wollen, um der völligen Banalisierung entgegenzuwirken.

Wir berichteten in diesem Tagebuch darüber.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Einziger Lichtblick könnte das Mauer-Panorama von Yadegar Asisi werden, das gerade aufgebaut wird.

Das Panorama zeigt einen Blick auf den ehemaligen Luisenstädtischen Kanal in der Nähe des Engelbeckens, die Mauer zwischen Kreuzberg und Mitte.

Mehr zum Museum am Checkpoint Charlie und zu Alexandra Hildebrandt im Tagesspiegel – mit zahlreichen Kommentaren …