Hauptstadt der Spione: Andreas Conrad im Tagesspiegel

Andreas Conrad bespricht auf Berlin-Titelseite des Tagesspiegels am Sonntag das neue Buch von John le Carré. „Das Vermächtnis der Spione“

„John le Carrés neue Spur der Spione

John le Carré kehrt in seinem neuen Roman ins Berlin des Kalten Krieges zurück und hat viel recherchiert – auch über ein konspiratives Haus in Charlottenburg.“

 

In der Online-Ausgabe weist Andreas Conrad auf das Standardwerk über Spione in Berlin hin, „Hauptstadt der Spione“ von Sven Felix Kellerhoff und Bernd von Kostka, erschienen im Berlin Story Verlag, erhältlich im Berlin Story Bunker und im Shop des Verlags online, leider nicht im Shop des Tagesspiegels.

 

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Berlin Story Verlag — das Programm für 2018

Das Programm des Berlin Story Verlags für das Frühjahr 2018 ist in den vergangenen Tagen per Post verschickt worden. Hier kann man es online lesen. Ein wundervolles Kinderbuch über die Charité, ein lebensfrohes Buch über den Architekten Hans Scharoun, ein Buch über das letzte Lebensjahr von Hitler, das Jahr, in dem so viele Menschen umgekommen sind wie weder vorher noch nachher in der Geschichte der Menschheit. Der Bunker und die Dokumentation „Hitler – wie konnte es geschehen“ führen dazu, dass wir dieses Thema weiter vertiefen.

Laden Sie sich hier das vollständige Verlagsprogramm herunter.

Warum 230.000 verkaufte Exemplare keinen Bestseller machen

Es gibt in Deutschland ca. 5000 Verlage und zehntausende Orte, an denen man Bücher kaufen kann – aber keine Zentrale Verwaltung oder Erfassung der Verkaufszahlen. Wo kommen also Bestsellerlisten her und warum waren wir nie dabei?

Wie Funktioniert der Buchhandel in Deutschland?

Der Verlag erstellt Bücher, die Druckerei druckt sie und die Auslieferung liefert sie an die Kunden. Es gibt Verlage, die die Bücher selber verpacken und verschicken, es gibt aber auch Auslieferungen, die das für mehrere Verlage gleichzeitig übernehmen. Die Kunden können Privatkunden sein, Firmenkunden, Wiederverkäufer wie Souvenirläden (in der Brachen “Nebenmärkte” genannt) oder Amazon, stationäre Buchhandlungen oder der Zwischenhandel des Buchhandels, in dieser Branche “Barsortimente” genannt. Der “normale” Weg ist so: Ein Kunde geht in die Buchhandlung (online oder offline), diese bestellt je nach Nachfrage bestimmte Titel im Zwischenhandel, die beim Verlag. So kann fast jeder Titel in fast jedem Laden/Webshop gekauft werden. Gefühlt machen 99% der Verlage und Verkäufer da mit.

Wo kommen nun die Bestsellerlisten her?

Man sieht, es gibt keine zentrale Stelle, die man fragen könnte. Daher mal ein paar Varianten, wie ermittelt wird. Es gibt die Bestsellerliste des Börsenvereines (basierend auf media control Daten) des deutschen Buchhandels, welche aus 4.200 Verkaufsstellen die Daten auswertet. Dazu gehören Buchhandlungen, Nebenmärkte, Webshops. Es fehlt aber z.B. Webshops und der direkte Verkauf von Verlag an Großkunden.
Buchreport (basierend auf media control Daten) ist für die Spiegel Bestsellerliste verantwortlich. Hier umfassen die Regeln: Deutsche Erstausgabe, nur Print, keine Reiseführer, keine Comics, keine Bildbände, (meist) keine Kinder- und Jugendbücher. Hier fehlen also noch mehr Bücher.
Amazon nimmt nur seine Verkaufsdaten als Grundlage.

Kann man das manipulieren?

Die Antwort ist wie immer: Ja, aber… Fangen wir am Ende an, beim Leser. Spiegel könnte sich einfach eine Liste ausdenken, die mit den Zahlen davor nichts zu tun hat. Das würde den Ebenen darüber auffallen. Buchreport könnte sich Daten ausdenken, das könnte den Spiegel Leuten aber komisch vorkommen und media control würde es merken. Man könnte einfach eine Woche lang in jeden Verkaufspunkt in Deutschland 10 Exemplare seines Titels bestelle und … so in etwa passiert das auch ab und zu. Im Details meist geschickter, weil es Verkaufspunkte gibt die sich mehr oder weniger lohnen und oft kann man die Titel dann auch einfach liegen lassen. Es könnten aber auch Buchhändler zusammen tausende Exemplare bestellen und nach der Erfassungszeit zurück geben usw. – Kurz gesagt: Natürlich gibt es viele Ansätze, in der Praxis ist es aber nicht ganz einfach.

Wieso hatten wir keine Bestseller?

Zum einen kann man kaum sagen, wie viele Exemplare genau gedruckt und verkauft wurden. Die Rankings zeigen nur ein Verhältnis, aber keine absoluten Zahlen. Wieland Giebel hat 1990 den Apa Guide Deutschland geschrieben. Der erste gesamtdeutsche Reiseführer. Er wurde 250.000 mal gedruckt und in sechs Monaten mehr als 230.000 mal verkauft. Klingt gut – war aber in keiner der Listen, da es ein Reiseführer war und viel direkt an Großkunden, wie Reiseveranstalter, Nebenmärkte usw. verkauf wurde. In den vergangenen Jahren hatten wir im Berlin Story Verlag mehrere Titel, die mehr als 100.000 mal verkauft wurden. Wir haben lange alle Ware selber versendet und teilweise sogar mit eigenen Fahrern ausgeliefert. Das kommt in keine Statistik. Auch gingen Zehntausende jedes Jahr direkt an Souvenirhändler, die nicht mit media control kooperieren. Vergangenes Jahr brachten wir das genaueste und umfangreichste Werk zu Hitler und seinem NS-Terrorregime “Hitler – das Itinerar” von Harald Sandner auf den Markt. Es ist ein Bestseller, steht in allen wichtigen Universitäten und bei den Wissenschaftlern und Interessierten im Regal – aber nicht in den gedruckten Bestsellerlisten. Wir haben es fast ausschließlich an den Messpunkten vorbei direkt verkauft. Nur Amazon nahm die Verkäufe wahr. Und wir sind bei weitem nicht die einzigen – so etwas ist außerhalb der Belletristik ziemlich üblich.

Der Vorhang zu und alle Fragen offen. Welches Buch nun das meistverkaufte in Deutschland ist, werden wir nie wissen. Aber zumindest ist nun klar, wo die Messfehler liegen können.

„Fatales Erbe“ — Stephen P. Halbrook jetzt auch portugiesisch

Na Alemanha de Hitler, o desarmamento foi usado a favor da tirania
Jurista americano defende que o regime nazista impediu que os cidadãos se armassem, e que essa medida facilitou a perseguição aos judeus

Das Buch erschien in deutscher Sprache im Berlin Story Verlag:

 

Halbrook zeigt anhand von neu entdeckten Dokumenten aus deutschen und internationalen Archiven, sowie mittels zeitgenössischer Tagebücher, Briefen, Augenzeugenberichten und Zeitungsartikeln, wie die Nazis das aus der Weimarer Republik stammende Waffengesetz verschärften, um damit Juden, Kommunisten und alle anderen sogenannten Staatsfeinde und Volksschädlinge zu entwaffnen, zu entrechten und zu unterdrücken.

Grüne wollen letzte Hinweise auf die Mauer tilgen — gegen den erklärten Willen der Anwohner

Als es darum ging, das Engelbecken und den Park zu reinigen, mit dem Gartenbaudirektor die Gestaltung zu besprechen, sich um Bänke, Erhalt und Schutz des Parks zu kümmern, war von den Grünen in Mitte nichts zu bemerken. Der Bürgerverein Luisenstadt hat das in die Hand genommen.

Fast nichts mehr ist von der Berliner Mauer zu sehen, nur am Leuschnerdamm direkt vor dem Berlin Story Verlag sind die Stellen zu sehen, wo die Mauer war. Es sind Asphaltflecken im Kopfsteinpflaster. Dort war die Mauer verankert. An einigen Stellen sieht man noch Reste von Doppel-T-Trägern, die in den Boden gerammt waren. Deswegen, um diese Historie zu erhalten, haben sich die Anwohner schon vor einigen Jahren dagegen gestellt, dass auch noch dieser Teil der Geschichte Berlins vernichtet wird. Genau das planen jetzt die Grünen, entgegen einem Beschluss der Anwohner und ohne mit den Betroffenen zu sprechen. Ephraim Gothe, damals zuständig als Baustadtrat von Mitte und heute wieder, hat sich damals an diesen erklärten Bürgerwillen gehalten. Die Grünen meinen auch, dass die touristischen Fahrradtouren über den Bürgersteig gehen. Das ist nicht so. Sie fahren durch den Park, wo es verboten ist, wo sich aber keiner darum kümmert. Wir sind  Anlieger. Aus dem Fenster sehen wir das. Wir gucken genau darauf. Wir können gar nicht woanders hingucken. Und wir möchten, dass die Straße so erhalten bleibt. Die Straßenbau-Lobby mit ihrem angeblichen Flüsterasphalt interessiert uns nicht. Hier kann man aufgrund einer Verengung der Straße und einer Kurve gar nicht schnell fahren. Problematisch ist, dass Durchgangsverkehr via Navi durchgeleitet wird.

Wenn wir Besucher im Verlag haben, zeigen wir die Asphaltflecken, berichten von der Mauer und erläutern, welchen Einfluss die Bürger in diesem demokratischen Staat ausüben können. Bisher war das so.

Und das wollen die Grünen am 21. Dezember 2017 auf der Bezirksverordnetenversammlung beschließen lassen, gegen die Beschlußlage, ohne mit den Betroffenen zu sprechen:

Die Bezirksverordnetenversammlung möge beschließen:

Den Leuschnerdamm zwischen Waldemarbrücke und Engeldamm / Ecke Bethaniendamm fahrradfreundlich zu gestalten. Dafür soll die Straße asphaltiert, sowie entsprechende Markierungen vorgenommen werden. Dabei ist sicherzustellen, dass die Maßnahmen so umgesetzt werden, dass sich das Geschwindigkeitsniveau des Kfz-Verkehrs nicht erhöht. Des Weiteren soll die Straße nach Möglichkeit als Fahrradstraße ausgewiesen werden.

Das Bezirksamt soll beim Senat entsprechende Radverkehrsmittel für die Maßnahme beantragen.

Begründung:

Der Leuschnerdamm liegt im bezirklichen Fahrradnebenroutennetz. Aufgrund des schlechten Straßenzustandes ist eine Befahrung mit Fahrrädern schwierig, was dazu führt, dass Radfahrende auf den Gehweg ausweichen. Dadurch kommt es zu Nutzungskonflikten und einer Gefährdung von Fußgängerinnen und Fußgängern. Die Situation wird durch zahlreiche Fahrradtouren am ehemaligen Grenzverlauf der Berliner Mauer noch verschärft. Zwar wird der Berliner Mauerweg über den Legiendamm geführt, der lediglich den inneren Grenzverlauf wiederspiegelt, allerdings fahren zahlreiche Touristentouren die Strecke über den äußeren Grenzverlauf ab, die über den Leuschnerdamm führt. Darüber hinaus würden sich die Maßnahmen an die Beschlusslage der Bezirksverordnetenversammlung Friedrichhain-Kreuzberg anschließen, die eine entsprechende Sanierung und fahrradfreundliche Umgestaltung der Waldemarstraße beschlossen hat (0191/V). Die Asphaltierung würde nicht nur die Attraktivität für den Fahrradverkehr steigern, sondern auch die Lärmbelastung für die Anwohner*innen verringern.

 

Und noch etwas persönliches. Jeder weiß, dass ich mehr Fahrrad fahre als alles andere. Ja, das ist auf dem Kopfsteinpflaster nicht so schön. Aber es kann doch nicht sein, dass verbotenes Radfahren auf dem Bürgersteig dazu führt, dass die Straße asphaltiert wird, statt durchzusetzen, dass nicht auf dem Bürgersteig Rad gefahren wird. Wenn jetzt immer mehr Taxis bei rot über die Ampel fahren, fordern wird dann eine Ampel-Ausnahmegenehmigung für Taxifahrer?

Alles drin, was rein gehört?

Manchmal, gelegentlich, relativ selten wenn Schulklassen etwas abdriften und nicht mehr ganz bei der Sache sind, gibt es einen Trick, die Aufmerksamkeit aller, der Jungen wie der Mädchen, blitzartig zurückzugewinnen, nämlich mit der Frage: „Hatte Hitler eigentlich ein oder zwei Eier?“ Der Spannungsbogen lässt sich aufrechterhalten vom Ersten Weltkrieg (wurde einer ihm abgeschossen?) über die Eingangsuntersuchung zur Festungshaft in Landsberg, wo er mein Kampf schrieb, bis zur Untersuchung seiner Leiche durch den Chef-Pathlogen der Roten Armee.

Wie es jetzt hier im Blog zu diesem Thema kommt? Weil ich in Urlaub bin und mir vorher etwas überlegen musste, damit die Leser am Ball bleiben. „The balls“ auf englisch.

Mehr zum Thema in der Dokumentation „Hitler – wie konnte es geschehen“ und noch mehr im Buch von Harald Sander über das letzte Lebensjahr von Hitler, das 2018 im Berlin Story Verlag erscheint.

Luisenstadt nach dem 3. Februar 1945

Der Berlin Story Verlag befindet sich in der Luisenstadt – und damals sah es so aus, nach dem Bombenangriff vom 3. Februar 1945. Die Karte darunter ist ein Auszug aus dem Straube-Plan von 1910 Sebastianstraße, Neue Jacobstraße (vielleicht Alte Jacobstraße?) und Dresdnerstraße.

Das Foto oben stammt aus der Broschüre „Historischer Pfad Heinrich-Heine-Viertel“, erhältlich beim Bürgerverein Luisenstadt.

Der Straube-Plan von 1910 ist erhältlich im Berlin Story Bunker. Im Berlin Story Museum ist er auch vollständig ausgestellt.

Am Samstag, dem 3. Februar 1945 warfen 937 Bomber der 8. US Air Force, begleitet von 600 Jagdflugzeugen, innerhalb von 50 Minuten 2.022 Tonnen Sprengbomben und 244 Tonnen Brandbomben ab. Der Krieg, der von Berlin ausging, vernichtete jetzt die Stadt. Zwei Drittel der gesamten Bombenlast des Zweiten Weltkriegs traf Berlin in den Monaten Februar, März und April 1945.

Im Berlin Story Bunker (Anhalter Bunker) befanden sich zu der Zeit 12.000 Menschen.

Bürgerverein Luisenstadt — bringt das eigentlich was?

Volker Hobrack, Vorsitzender des Bürgervereins Luisenstadt, erläutert im Jahresbericht, wie Ina Buchholz von TV-Berlin mit ihm durch die Luisenstadt geht.

Bringt das eigentlich etwas, so ein Bürgerverein und dass man sich da engagiert? Sonst sähe es hier rund um das Engelbecken nicht so traumhaft aus. Gerade wenn man das Archiv sortiert, wie eine neue Arbeitsgruppe, merkt man, welche wahnsinnigen Veränderungen in den 25 Jahren stattfanden.

Haben die Bürger eigentlich etwas zu sagen? JA – in diesem Bereich auf alle Fälle und viel. Es gibt einen Sanierunsgbeirat, die Betroffenenvertretung, ständige Absprachen mit der Verwaltung.

Ist die Verwaltung nett zu uns? Es gibt nicht „DIE Verwaltung“. Das sind unterschiedliche Menschen, auch unterschiedliche Interessenlagen in der Verwaltung. Rund um das Engelbecken, also direkt am Berlin Story Verlag, ist jetzt baulich alles chic. Mehr als zehn Millionen Euro sind in die Entwicklung geflossen.

Jetzt geht es um den Spreeuferweg. Der Bürgerverein Luisenstadt bohrt seit Jahren. Es muss einen Weg direkt am Ufer von der Oberbaumbrücke bis zur Jannowitzbrücke und weiter zum Märkischen Museum geben. Inzwischen kauft die Stadt Ufergrundstücke auf. Das ist neu. Wenn der Uferweg einmal fertig ist, wird niemand daran denken, dass es das ständige Generve des Bürgervereins war, dieses Projekt umzusetzen. Eröffnet wird er dann sicherlich von einer Lusche aus der Senatsbauverwaltung. Macht nichts.

Wir sind glücklich, in einer demokratischen Gesellschaft leben und unsere Stimme erheben zu dürfen, ohne Nachteile zu erfahren.

Pogromnacht — „Reichskristallnacht“ — Hitler Dokumentation im Bunker

Heute vor 79 Jahren fanden die ersten großen Pogrome der Nazis statt. Sie verwüsteten jüdische Läden und Einrichtungen und griffen jüdische Bürger an. Dieser tag wird als beginn des Holocaust gesehen, der Ermordung von sechs Millionen Juden zunächst mit Schusswaffen, dann als industrielle Ermordung – ein einzigartiges Verbrechen.

Die Dokumentation „Hitler – wie konnte es geschehen“ geht ausführlich darauf ein.

Über Vorwand und Beginn der Pogromnacht hat Armin Fuhrer im Berlin Story Verlag das Buch „Herschel“ geschrieben.

Luisenstadt — im Berlin Story Verlag — erscheint vor Weihnachten

Kreuzberg und Mitte sind Spezialthemen im Berlin Story Verlag. Das liegt auch daran, dass der Verlag genau an der ehemaligen Mauer liegt, an der Grenze zwischen Kreuzberg (West) und Mitte (Ost).

Ursprünglich hieß dieser Stadtteil Luisenstadt. Er tritt wieder in Erscheinung im „Bürgerverein Luisenstadt„, der dieses Buch im Berlin Story Verlag herausgibt. Es erscheint vor Weihnachten.

 

Lorenz Maroldt, Chef beim Tagesspiegel und verantwortlich für den morgendlichen Checkpoint des Tagesspiegels, hat freundlicherweise einen kleinen Text dazu beigetragen.

 

Standardwerk zur Luisenstadt ist das Buch von Klaus Duntze, „Der Luisenstädtische Kanal“, erschienen im Berlin Story Verlag.