Kippa-Soli — gilt die Kappe auch?

Mitten in einem arabischen Land, wo ich gerade bin, so plötzlich eine Kippa besorgen, das ist eine Herausforderung. Ich hoffe, der gute Wille zählt und diese Mütze geht als Kippa durch.

Ein 13-jähriger heimlich an der Front bei einer Maschinengewehrkompanie im Ersten Weltkrieg

„Warum ich Nazi wurde“ – das Buch über die 583 Lebensbeschreibungen aus dem Jahr 1934 kommt demnächst (wenn ich fertig bin). Die Beschreibungen sind furchtbar, aber manchmal auch komisch. Fritz Keppner beschreibt hier, wie er sich im Ersten Weltkrieg heimlich an die Front geschlichen hat, um endlich dabei zu sein. Erst nach einer Woche fiel das auf. Ein weiterer Versuch scheiterte schon am Bahnhof. Und danach ließ ihn der Pfarrer zurückholen, weil er konfirmiert werden sollte. Später, nach vielen Saal- und Straßenschlachten, wurde ein SS-Truppführer aus ihm.

 

 

Am 11. August 1934, als er den Bericht schreibt, leidet Keppler darunter, dass es immer noch Menschen gibt, die keine Nazis sind:

„Eines nur kann ich nicht begreifen, dass es noch heute Menschen gibt, die nicht ganz mit uns einige gehen wollen, die sich auch heute noch indirekt gegen uns wenden. Diesen Menschen, denen wohl nie im Leben die Einsicht kommen will, kann man nur Borniertheit zuerkennen.“

Georg Friedrich Prinz von Preußen besucht den Berlin Story Bunker

Georg Friedrich Prinz von Preußen besucht den Berlin Story Bunker. Mit Wieland Giebel steht er hier vor der Szenen der zerstörten Stadt Berlin.

Damals (rechts), vor zehn Jahren, eröffnete er 2008 die Berlin Story Unter den Linden mit Buchhandlung, Verlag, Café, Bistro, dem Berlin Story Museum sowie dem Berlin Story Salon, einem DinnerShow Theater.

Anhalter Bahnhof — Essenausgabe — heute vor 74 Jahren am 8. April 1944

Dünne Suppe. Immerhin Suppe. Dass alles verloren ist.weiß jeder. Der Krieg dauert noch ein jahr. Hitlers letztes Jahr, das blutigste in der Geschichte der menschheit.

Johanna Ruf war am Bahnhof und hat im Alter von 15 Jahren geholfen, Essen auszuteilen. Sie ist nicht auf dem Foto. Ihren Tagebuch „Eine Backpfeife für den kleinen Goebbels“ erschien im Berlin Story Verlag und ist im Bunker zu haben.

Washington Lab School im Bunker

Lisa McMahon (oben, 3. von rechts), Head of High School der Lab School of Washington, besucht mit einer Gruppe den Berlin Story Bunker. Die jungen Leute sind sehr gut vorbereitet. Sie sollen sehen, wie der Krieg in Berlin für die Zivilbevölkerung war. Deswegen besprechen wir am Ende: Waren die im Bunker Opfer oder Täter. Wie lange kann man etwas gegen eine aufkommende Diktatur unternehmen? Die ganze Gruppe hatte vorher in Washington das US Holocaust Memorial Museum besucht. Ich berichte, wie wir dort von der Leiterin der ständigen Ausstellung, Ramee Gentry, zur Vorbereitung der Dokumentation „Hitler – how could it happen“ empfangen und geführt wurden.

Vormittags sind die Schüler aus Washington noch in Sanssouci. Aus dem Zug zurück nach Berlin rufen sie an, ob sie jetzt gleich geführt werden können. Kein Thema.

Und, haben Sie Euch bei der Führung in Sanssouci auch erzählt, dass da keine Frauen waren? Dass Friedrich der Große keine Frauen in Sanssouci wollte? Leuchtende Augen, begeisterte Zustimmung, ja, das wurde ihnen heute erzählt. Hallo Hartmut Dorgerloh, können Sie Ihren Guides vielleicht mal auf Ihre letzten Tage bei den Schlössern und Gärten mal beibringen, diesen Mist nicht immer wiederzukäuen? Seit der DDR-Zeit wird das erzählt. Fake News. Es hat sich in dieser Hinsicht nichts geändert.

Die Mara – das Leben einer berühmten Sängerin …

Die Primadonna Friedrichs des Großen …

Deutscher Waffenexport zur Kaiserzeit

Dieser Auszug stammt aus einem der 581  Berichte, die Deutsche im Sommer 1934 (in diesem Fall datiert vom 20. August 1934) für den amerikanischen Professor Theodore Abel von der Columbia Universität New York schrieben unter dem Thema „Warum ich Nazi wurde“ geschrieben haben.

Im Alter von 17 Jahren ging der spätere Arbeitsamtsdirektor von Goslar, Stummeyer (ohne Vornamen) 1911 als Fremdsprachenkorrespondent zur Schiffswerft Holtz in Hamburg Harburg.

”Wir bauten Heckraddampfer und Kanonenboote für viele Staaten Amerikas. Tropensichere Motorboote und Küstendampfer. Polizei-, Zoll- und Schutztruppenwachboote mit Revolverkanonen und Maschinengewehr armiert fanden von hier ihren Weg in alle deutschen und fremden Kolonien, auch nach Ägypten, in die Türkei usw. Die Neger vom Missisippi sowohl wie die afrikanischen Schutztruppler und Askaris wurden hier auf der Werft als Schiffs- und Maschinenpersonal ausgebildet. Die tüchtigsten Monteure und Arbeiter der Werft zogen als Ingenieure und Betriebsleiter hinaus mit den Fahrzeugen in alle Welt. Einmal auch mit diesen hinauszuziehn wurde mein Ziel.”

Später wurde 1919 er, so beschreibt er es in seinem sieben Seiten umfasenden Bericht, in Hamburg Vorsitzender des Deutschnationalen Handlungsgehilfenverbandes:

Wer nicht Mitglied der gewaltigen roten Gewerkschaften wurde, flog auf die Straße. Als Mitglied des Deutschnationalen Handlungsgehilfenverbandes, dessen Leitung ich 1919 in Harburg übernahm, standen wir als verzweifelt kleines Häuflein gegenüber dem roten Zentralverband der Angestellten, der als Förderer der jüdischen Warenhäuser und Konzerne den größten Teil der deutschen Angestellten im Denken und Charakter verseuchte und versklavte.

Ein Häuflein Frontsoldaten unter Kapp versuchte sich dem zu widersetzen. Die rote Regierung flüchtete aus Berlin. Die Hauptmann Berthold marschierte in Harburg ein, jedoch der Kapp-Putsch misslang.

Die roten Machthaber Harburgs und Hamburgs bewaffneten den Pöbel der polnischen Hafenviertel dieser Städte und ließen trotz ehrenwörtliche Versprechen freien Abzugs die Truppe des Hauptmanns Berthold in unseren Straßen wie die Hunde zusammenschießen und ermorden. Unter den Fußtritten und Messerstichen der vertierten Weiber und Verbrecher verblutete Hauptmann Bertholt, einer der besten Fliegeroffiziere des deutschen Heeres, und manche Frontsoldat mit ihm, bevor wir es verhindern konnten. An einem mit Pferden bespannten Krankenwagen geklammert konnten wir ein junger Offizier, der mit Messerstichen traktiert an einem Baum aufgehängt werden sollte, noch ins Krankenhaus retten.

Ein unbändiger Hass gegen die jüdischen Führer dieser roten Internationalen wuchs iin uns auf. In dieser Zeit brachte ich den Mitgliederbestand des Deutschnationalen Handlungsgehilfen Verbandes von 60 auf 360 Mitglieder.

Wir jungen Frontkämpfer und Kaufleute kam zu der Überzeugung, dass das deutsche Volk aus diesem Unglück nur mit Waffengewalt befreit werden können.”

Abel #32, Stummeyer, geb. 1894, NSDAP 106903

Mehr zum Hintergrund des Hamburger „Blutsonntags“ beim NDR …

Das Buch über die 581 Berichte „Warum ich Nazi wurde“ erscheint in diesem Sommer, herausgegeben von Wieland Giebel

Hitler — the Itinery by Harald Sandner

 

Der Trailer zum Itinerar-Film über das Leben Hitlers von Harald Sandner…

For nearly 25 years, Harald Sandner, a history buff, has accurately traced the Führer’s itinerary from one place to another, from his childhood to the end of his life.
Where was he ? Where was he sleeping? Where did he lead the war? How was he moving? What places have witnessed the biggest decisions?
Harald Sandner left nothing to chance and everything was sifted. We will film his unique and exclusive discoveries. A collection that enters for the first time into the details of everyday life and the life of the most bloodthirsty dictator of the twentieth century.

Der Trailer zum Itinerar-Film über das Leben Hitlers von Harald Sandner…

Hitler – das Itinerar von Harald Sandner im Berlin Story Verlag, 4 Bände + eine CD 499 Euro

Weiße Ostern stehen bevor

Hitler Itinerar von Harald Sandner im TV, zwei Teile zu 55 Minuten

Megalie Mignot hat das Hitler-Itinerar von Harald Sandner in zwei Teilen als Fernseh-Dokumentation earbeitet. Mittwoch, 21. März 2018 um 18.25 Uhr. Gedreht wurde mit Harald Sandner an mehreren Orten in Europa.

Das vollständige Itinerar, der kommentierte Terminkalender Hitlers mit mehr als 2000 Fotos auf 2432 Seiten einschließlich Text-CD ist im Berlin Story Verlag für 499 Euro erhältlich.

18. März 1848 und heute

In jedem Jahr am 18. März erinnert Volker Schröder (Foto Mitte, heller Mantel, singend) an die Revolution von 1848, für Demokratie, Pressefreiheit und Volksbewaffnung. Letzteres kommt heute in den Reden nicht mehr vor. Einige Hundert Menschen kommen am Brandenburger Tor bei herrlichem Sonnenschein und eisigen Temperaturen zusammen.

Hans Jürgen Pütsch, der Oberbürgermeister von Rastatt, erinnert an den radikaldemokratischen deutschen Revolutionär Carl Schurz, der in Rastatt und Berlin kämpfte, nach seiner Auswanderung in den USA Innenminister wurde.

Der Verein Historiale e.V., der heute im Berlin Story Bunker das Museum und die Dokumentation betreibt, würdigte die Kämpfer von 1848 durch ein großes Historialee-festival 2008

Ankündigung der Historiale 1848 auf dem Gendarmenmarkt

Die Schlacht um die Königsbarrikade am Alexanderplatz, mit live Übertragung im rbb-Fernsehen

Theater der Historiale zum 18. März 1848 im Roten Rathaus. Kulturstaatssekretär André Schmitz eröffnet. Das Stück wurde für diesen Abend geschrieben.

Medien berichten über die Historiale 1848

Diskussion über die allgemeine Volksbewaffung mit dem Polizeivizepräsidenten, Ger Kinnemann vom zeughaus Kinnemann sowie Dr. David Schiller, Chefredakteur der Zeitschrift Visier.

Presse zur Historiale 1848