Kriegsspielzeug zur Hitler-Zeit im Stadtmuseum und in der Dokumentation „Hitler – wie konnte es geschehen“

In der neuen Dauerausstellung im Stadtmuseum kommt die Zeit des Nationalsozialismus jetzt auch vor. Das ist gut, denn bisher hatte man vergeblich danach gesucht. Die Präsentation von Spielzeug zur Hitler-Zeit sieht so aus (oben). Daneben klebt ein Zettel: „Nationalsozialistisches Spielzeug 1929 bis 1945“. Oben, im Stadtmuseum, das ist von unseren Steuergeldern finanziert. Unten, in der Dokumentation im Bunker, das ist privat finanziert vom gemeinnützigen Verein Historiale e.V. und gestaltet von der Filmarchitektin Monika Bauert. Eine Tafel erläutert bei uns, worum es bei den Lineol-Figuren geht – siehe unten.

Im Gegensatz dazu sieht man hier die Präsentation der entsprechenden Linol-Figuren in der Dokumentation „Hitler – wie konnte es geschehen.“

Dazu erläutert in der Dokumentation im Berlin Story Bunker eine große Tafel, worum es geht:

Tour Guide from Fat Tire at the Bunker — was never inside


I would be ashamed if I were a tour guide and didn’t really know what I show people. But they’re paying for it. „Won’t you take a look at what we’re doing in the bunker?“ —  „If I ever have time, I might like to.“

Heute war die Konkurrenz aus Großbritannien da …

 

Ian McEwan Wylie hat das Tankmuseum in Großbritannien viele Jahre hindurch geleitet. Heute war er mehrere Stunden bei uns.

What visitors write about us – from the guestbook

Visitors from Switzerland complain that they only see a few photos and have to pay 12 euros for them. That’s not true. We have also packed some letters to the photos. But maybe they didn’t catch your eye.

Visitors from Spain complain that this isn’t a real bunker. Very difficult. Spaniards, even when they are young, often speak hardly a word of English and one cannot explain to them beforehand that Mr. Hitler did not live here.
Or they think there should be a bunker underground and we have built a bunker above ground for the tourists.
Soon there will also be an AudioGuide in Spanish. I hope this helps. Diana has already translated everything.

Sehr lange waren heute zwei Männer aus Polen in der Dokumentation – vier Stunden. Länger ging es nicht, weil sie vor dem Konzert mit Ringo Star heute Abend im Tempodrom noch duschen wollten. Sie kennen alle Museen in Polen, die neuen in Warschau und Danzig. Hier sei die Geschichte einzigartig klar erzählt. Sie freuen sich über die Erzählung aus unterschiedlichen Perspektiven – und dass Jan Karski gewürdigt wird, ein Held in Polen, den hier kaum jemand kennt, der der britischen und amerikanischen Regierung – Roosevelt persönlich- als Augenzeuge vom Holocaust berichtete – ohne jegliche Folgen für die Rettung der Juden.

Schwanenhaus im Engelbecken vor dem Berlin Story Verlag — der letzte Akt

Das war’s. Viele Jahre befand sich das Schwanenhaus am historischen Standort wie in den 1920ern. Die Schwäne brüten jetzt aber lieber im Schilf, das eigentlich Breitblättriger Rohrkolben heißt. Da das Schwanenhaus mehrmals zerstört war, unansehnlich wurde und es seit vergangenem Jahr in der Mitte des Engelbeckens eine neue Plattform gibt, haben wir es heute abgebaut. „Wir“ ist der gemeinnützige Verein Historiale, Wieland Giebel, Enno Lenze, zusammen mit dem Bunkerhausmeister Niko und Norman vom Verlag. Danke an Jörg Simon für die Fotos und noch einen größeren Dank an Heike Tielscher vom Bezirkssamt Mitte, die den Abtransport veranlasst hat, den wir sonst kaum auf die Reihe bekommen hätten. Immer hat die Zusammenarbeit mit dem Bezirk gut geklappt.

Amerikanische Journalisten im Berlin Story Bunker

Amerikanische Journalisten besuchen den Berlin Story Bunker. Sie kommen von den wichtigsten Medien Nordamerikas. Geplant war aufgrund ihres dichten Programms eine Bunkertour von einer Stunde. Den Bunker verlassen haben sie aber erst nach drei Stunden. Alle wollten unbedingt die Dokumentation „Hitler – wie konnte es geschehen“ sehen. Es war uns eine große Ehre, eine intensive Führung mit sehr guten Fragen gestalten zu dürfen. Dank und Hände schütteln.

Gästebuch — Berlin Story Bunker

Ein Fall für Nachama — der Pestarzt im Stadtmuseum


Ein Fall für Nachama. Dieser Pestarzt (oben) in der neuen Dauerausstellung des Stadtmuseums ist nicht echt. Es handelt sich um eine symbolische Rekonstruktion. Symbolische Rekonstruktionen sind für Rabbiner Andreas Nachama, den Chef der Topographie des Terrors, „Disney“. Die symbolische Rekonstruktion des Raums im Berlin Story Bunker, in dem Hitler sich erschossen hat, nennt Nachama „Hitler Disney“. Das Jahr vor Hitlers Tod war das blutigste der Weltgeschichte. Mit dem Selbstmord des Diktators endet das Sterben. Deswegen ist dieser Raum aus unserer Sicht von Bedeutung. Wir werden sehen, was Nachama dann Paul Spies vorhält, dem Chef des Stadtmuseums.


Noch ein Fall für Nachama. Diese Urkunde der Ersterwähnung von Berlin (Cölln) liegt in einer Museumsvitrine in der neuen Daueraustellung im Stadtmuseum. Die Urkunde ist gar nicht echt. Die Echte liegt in Brandenburg und natürlich nicht im Licht, sondern schön verschlossen. Was die Besucher in der Museumsvitrine im Märkischen Museum sehen, ist nachgemacht, ein Faksimile (ein Fake?). Nach der Kategorisierung von Nachama ist das „Disney“.

Warum ich so auf Nachama herumhackte? Weil mich keiner sonst so beleidigt hat und die Dokumentation „Hitler – wie konnte es geschehen“ und damit mein ehrenamtliches Engagement (im Gegensatz zu seinem Kampf gegen den Antisemitismus, für den er sich bezahlen lässt) als „Disney“ bezeichnet hat. Disney, in der Eigenwerbung “The Happiest Place on Earth”. Ich empfinde es als niederträchtig, zumal er sein Urteil abgegeben hat, bevor die Dokumentation eröffnet war und er sie immer noch nicht gesehen hat.


Museumsfest 2018 im Hof des Märkischen Museums.

Der Himmel über Berlin — vor dem Berlin Story Bunker