Bürgerverein Luisenstadt — bringt das eigentlich was?

Volker Hobrack, Vorsitzender des Bürgervereins Luisenstadt, erläutert im Jahresbericht, wie Ina Buchholz von TV-Berlin mit ihm durch die Luisenstadt geht.

Bringt das eigentlich etwas, so ein Bürgerverein und dass man sich da engagiert? Sonst sähe es hier rund um das Engelbecken nicht so traumhaft aus. Gerade wenn man das Archiv sortiert, wie eine neue Arbeitsgruppe, merkt man, welche wahnsinnigen Veränderungen in den 25 Jahren stattfanden.

Haben die Bürger eigentlich etwas zu sagen? JA – in diesem Bereich auf alle Fälle und viel. Es gibt einen Sanierunsgbeirat, die Betroffenenvertretung, ständige Absprachen mit der Verwaltung.

Ist die Verwaltung nett zu uns? Es gibt nicht „DIE Verwaltung“. Das sind unterschiedliche Menschen, auch unterschiedliche Interessenlagen in der Verwaltung. Rund um das Engelbecken, also direkt am Berlin Story Verlag, ist jetzt baulich alles chic. Mehr als zehn Millionen Euro sind in die Entwicklung geflossen.

Jetzt geht es um den Spreeuferweg. Der Bürgerverein Luisenstadt bohrt seit Jahren. Es muss einen Weg direkt am Ufer von der Oberbaumbrücke bis zur Jannowitzbrücke und weiter zum Märkischen Museum geben. Inzwischen kauft die Stadt Ufergrundstücke auf. Das ist neu. Wenn der Uferweg einmal fertig ist, wird niemand daran denken, dass es das ständige Generve des Bürgervereins war, dieses Projekt umzusetzen. Eröffnet wird er dann sicherlich von einer Lusche aus der Senatsbauverwaltung. Macht nichts.

Wir sind glücklich, in einer demokratischen Gesellschaft leben und unsere Stimme erheben zu dürfen, ohne Nachteile zu erfahren.