Bücherverbrennung vor 80 Jahren

Bücherverbrennung am 10. Mai 1933

Der damalige Opernplatz, heute Bebelplatz, liegt nur 500 Meter von unserem Verlag entfernt. Vor genau 80 Jahren wurde dort die Verbrennung von zehntausenden Büchern als schreckliche Propagandaaktion von nationalsozialistischen Studenten vor etwa 70.000 Menschen inszeniert. Vorort erinnert heute das Mahnmal “Bibliothek” des israelischen Künstlers Micha Ullmann an das Geschehen. Hier brannten Bücher von insgesamt 94 jüdischen, kommunistischen, pazifistischen, liberal denkenden Autoren und Autorinnen.

 

Das Historiale Berlin Museum zeigt neben dem großen Propagandafoto (oben) historische Exemplare der von Wolfgang Herrmann gelisteten Bücher sowie einen gesprochenen Augenzeugenbericht von Erich Kästner. Ein anderer Autor, dessen ironisch-kritische Texte ebenfalls noch heute viel gelesen werden, Kurt Tucholsky, findet sich im Verlagsprogramm: „Tucholsky in Berlin“ (Taschenbuch oder eBook für 0,99 EUR) versammelt Feuilletons bis 1930 – und repräsentiert damit jene publizistische Vielfalt, die von den Nationalsozialisten zerstört wurde.

 

Das nationalsozialistische Denken und Handeln – von der „Machtergreifung“ 1933 über die Progromnacht 1938 bis zur Massenvernichtung – ist im Berlin Story Verlag in zahlreichen Bänden dokumentiert. Ausführlich kommentierte Archivbilder und Quellenmaterialien bieten zum Beispiel die Bände „Hitlers Terror in Berlin“, „Goebbels Propaganda“ und „Das Braune Berlin“.

 

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