Bücher für 2013 – Piraten in den Bundestag

 

Im Jahr 2013 wird die Piratenpartei in den Bundestag einziehen. Vorausgesetzt, die Regierung hält so lange und vorausgesetzt, die Piraten „verkacken das nicht“ – wie Christoph Lauer das ausdrücken würde, Mitglied des Abgeordnetenhauses zu Berlin für die Piraten.

Wir machen das Buch zu den Piraten und haben einen ersten Entwurf für das Cover dazu. Das Buch mit dem geplanten Titel „Das Betriebssystem erneuern“ wird im Anschluss an den nächsten Parteitag der Piraten erscheinen. Der Parteitag mit Wahlen eines neuen Vorstands findet am 28. und 29. April 2012 in Neumünster statt.

Eine Woche danach sind die Landtagswahlen in Schleswig-Holstein. Dann kommt das Buch.

Über die guten Aussichten der Piraten für die Bundestagswahl und die Verwunderung der anderen Parteien berichtet in der FAZ-online Prof. Renate Köcher.

Grundlage ist die Untersuchung von Allensbach über die Chancen der Piraten. Allensbach geht davon aus, dass die Piraten über fünf Prozent kommen.

Wir zitieren daraus lieber nichts. Die FAZ nimmt es mit Zitaten sehr genau, sofern es um sie selbst geht. Wir mussten einmal mehr als 1000 Euro zahlen, weil wir Beiträge über die Berlin Story aus der FAZ auf unserer Internetseite hatten.

In anderer Richtung nahm es die FAZ nicht so genau. Ein Autor hatte ganze Absätze von unserer Internetseite abgeschrieben und leicht verändert in seinen Beitrag eingebaut. Damit hatte er eine eigenständige geistige Leistung erbracht – auf der Grundlge und mit dem Material unserer intensiven und zeitaufwendigen Archiv-Recherchen.

„Wir erkennen die Persönlichkeitsrechte der Urheber an ihrem Werk in vollem Umfang an,“ heißt es im gültigen Programm der Piraten.

Die Konkurrenz zu Allensbach ist FORSA. Forsa lag bei den Voraussagen zu den Landtagswahlen in Berlin am dichtesten am späteren Ergebnis. Forsa sagt den Piraten in Deutschland bei der Sonntagsfrage momentan, also am 21. Dezember 2011, das ist heute, 9 Prozent voraus.

Um das Buch über die Piratenpartei aus dem Berlin Story Verlag kümmern sich zwei Autoren. Appelius und Fuhrer sind beide erfahrene Buchautoren.

 

Prof. Dr. Stefan Appelius lehrt als Soziologe und Politologe an den Universitäten Oldenburg und Potsdam. Er hat über die Weimarer Republik, die NS-Diktatur, die DDR sowie über aktuelle Zeitgeschichte generell gearbeitet.

Sein nächster Recherche-Schwerpunkt ist der Kongress des CCC, des Chaos Computer Clubs, 28C3 zwischen den Jahren im Kongresscentrum am Alexanderplatz. Der CCC und die Piratenpartei haben eine beträchtliche Schnittmenge.

 

 

 

Armin Fuhrer ist im Investigativ-Ressort des Focus-Magazins.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fuhrer begleitete und kommentierte den Parteitag der Piraten in Hanau. Da er auch die Entstehung der Grünen verfolgte, zeigte er sich verwundert über die Klarheit, Stringenz und Wortgewandtheit der überwiegend jungen Piraten. Besonders die Begrenzung der Redezeit auf eine Minuten begeisterte ihn. Bei den Grünen damals …

Sich mit Armin Fuhrer zu unterhalten ist derzeit nicht einfach. Er hat die maßgebende Biographie über Bundespräsident Christian Wulff geschrieben. Bei unserem vorigen Gespräch erhielt er ein einer halben Stunde vier Interview-Anfragen.

Es geht bei den Piraten nicht nur um das Internet und Netzfreiheit. Die Welt verändert sich gerade grundlegend. Die Piratenpartei ist ein Ausdruck dieses Veränderungsprozesses. Als die Grünen gegründet wurden, gab es die Deutsche Post und da meldete man sein Telefon an. Fertig. Die Telekom wurde erst 1995 gegründet. Heute ist ein Hauptwunsch zu Weihnachten ein iPhone. Und zwar in der ganzen Welt. Apple-Stores gibt es überall (wo es Geld gibt, nicht in Afrika). Globalisierung und Krisen und Krisenmanagement haben unerreichte Ausmaße angenommen.

In Deutschland segmentiert sich die Parteienlandschaft immer weiter. Als es die Deutsche Post noch gab, gab es ein Zwei-Parteien-System sowie eine hin- und her schwankende FDP. Heute gibt es mehr Parteien – aber die Piraten sind die ersten, die auf Anhieb einen solchen Erfolg zu verzeichnen haben. Warum das so ist, werden Appelius und Fuhrer analysieren.

 

Aus der Verlagsankündigung:

Sie fühlen sich von den Altherren-Parteien nicht vertreten, wollen echte Demokratie und haben etwas zu sagen. Sie treten selbstbewusst auf, zeigen keine Politikverdrossenheit, sondern nehmen ihre Sache in Angriff. Die Weltlage verändert sich vor unseren Augen grundlegend und die Piraten vertreten das Neue. Sie sind keine Internetpartei. Alle Meinungsforschungsinstitute sowie die etablierten Parteien sehen sie im nächsten Bundestag.

Was wollen die Piraten eigentlich genau? Wer sind Sie? Warum kommt diese Partei gerade jetzt – und warum mit massivem Erfolg? Was ist anders als bei den Grünen?

Stefan Appelius und Armin Fuhrer besuchten die großen Parteitage und die Meetings der kleinen Crews, sie sprachen ausführlich mit unzähligen Piratinnen und Piraten, spannen den Bogen der ersten Demokratie von Athen bis zur Lage heute.

Prof. Dr. Stefan Appelius lehrt in Oldenburg und Potsdam und schreibt über aktuelle Zeitgeschichte.

Armin Fuhrer ist Leiter des Focus in Berlin und veröffentlichte zahlreiche Bücher zur Zeitgeschichte.