Berlin Story 2010

Die Buchhandlung mit der besonderen Atmosphäre Unter den Linden „weil Berlin-typisch relativ niedrige Mietpreise verlangt wurden.“

Ja, das war eine wunderschöne Buchhandlung mit Café, Dinnershow-Theater und Museum – und noch mit dem Verlag auf einem Balkon.

Das Buch aus dem Jahr 2010 (rechts) haben wir erst jetzt gesehen. Es war nicht im Buchhandel, sondern wurde als „Books on Demand“ herausgegeben.

 

Der Autor des Buchs hat damals nicht mit uns gesprochen. Dann hätten wir ihm sagen können, dass die Miete 42.000 Euro netto kalt betrug, das sind 50.000 Euro mit Nebenkosten. Monatlich. Man könnte sagen, das war der Hauptgrund, warum an dem Ort jetzt Waschmaschinen und Staubsauger von Miele gibt – in besonderer Atmosphäre Unter den Linden.

 

In den Jahren von 2010 bis heute kamen aber weitere Änderung hinzu. Bücher werden mehr über das Internet bestellt. Wir mussten mehr Souvenirs verkaufen.

 

Dieser Markt verschiebt sich aber auch. Bei uns kostete ein T-Shirt 20 Euro, bei Primark (rechts) kostet es mit dem gleich Motiv 3 Euro. Zu dem Preis konnten nicht einmal einkaufen.

 

Wesentlich für das Ende der Läden Unter den Linden war jedoch die Baustelle der U-5. Berliner kamen gar nicht mehr. Touristen sahen zu, schnell an der Baustelle vorbeizukommen. Innerhalb von zwei Jahren nach Beginn der Baustelle (und in unmittelbarem Zusammenhang damit) brach der Umsatz um mehr als die Hälfte zusammen.