Baustellenbesichtigung bei den Nachbarn — Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung.

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Stütze, die 11,30m hoch sind und die obere Decke tragen. Eine solche Betonkonstruktion ist bisher einmalig.

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Die Fassade der Stiftung Flucht, Vertreibung, Aufarbeitung ist noch nicht fertig. Den Berlin Story Bunker kann man aber vom Askanischen Platz aus erkennen. Einige Schritte rechts befindet sich das Gebäudes des Tagesspiegels.

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Die untere Etage der Ausstellungsfläche mit riesigem Fenster und als nicht unterteilter Raum. Eine Herausforderung für Ausstellungsmacher. Die Ausstellung darüber mit dem Fensterschlitz links ist dagegen dunkel.

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Noch eine Herausforderung, hier am Europahaus zu sehen, in dem das Bundesministerium für Zusammenarbeit ist. Die Fenster sollen a) sagt der Denkmalschutz, aussehen wie früher und gleichzeitig b) sagt die Bauordnung, wärmeisolierte Fenster haben. Bei jeder Restaurierung stellt sich jetzt dieses Problem.

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Diese 3000 Stützen abzunehmen wird vier bis sechs Wochen dauernd. Was man darunter findet, ist eine Überraschung, weil es dieser Art Bau noch nicht gab.

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Der Bauleiter, Herr Martin, führt durch den Sichtbetonbau.

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Sieben Monate blieb der Beton in der Schalung – wenn ich das richtig verstanden habe. Später kommen Betonkosmetiker und machen alles hübsch betongrau. Damit der Hausmeister nicht mit seinem Schlagbohrer kommen muss, wenn Lampen oder Beamer aufgehängt werden, sind eingebaute Dübel da – rot. Das, was man als Schlangen einer Fußbodenheizung im unteren Teil der 1.40 dicken Decke sieht, heißt Betonkernaktivierung. Der Beton wird lauschig warm gehalten und speichert. Kühlen ginge auch.

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Der Tagesspiegel hatte zusammen mit der Stiftung Flucht, Vertreibung und Versöhnung diese Baustellenführung organisiert.

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Altbau, der Teile, den man von außen sieht. Anfang der 1920er Jahre gebaut mit einer Stahlkonstruktion, die riesige Räume zulässt.

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„Hier entsteht ein zeitgeschichtliches Kraftfeld“ sagt Dr. Gundula Bavendamm, unsere Nachbarin, die Chefin der Stiftung Flucht Vertreibung, Versöhnung.

Der rote Pfeil (2) zeigt auf den Berlin Story Bunker.

 

Wo jetzt die Ausstellungsfläche gebaut wird, befand sich einst ein Bürobau aus den 1960er Jahren, der abgerissen wurde. Die Ausstellungsfläche wird 1700 Quadratmeter umfassen. Die Sonderausstellungsfläche 450 Quadratmeter.

 

Die Architekten wussten nicht, was hineinkommt. Die Ausstellungsmacher finden eine Fläche vor, die als Architektur vorgegeben ist.

 

Die Fassade des Deutschlandhauses wird aussehen wie früher.

 

Für das Café Stresemann wird die historische Inneneinrichtung, die Holzverkleidung,  gerade restauriert und dann wieder eingebaut.

 

Da es sich um einen Solitär handelt, ein einmaliges Bauwerk, und da man bekanntlich beim Umbau alter Bauten auf neue Probleme stößt, stiegen die Baukosten von veranschlagten 36 Millionen Euro auf jetzt geschätzte 50 Millionen an.

 

Sichtbeton soll eigentlich möglichst schnell aus der Schale, damit er sich nicht verfärbt. Hier blieb er aus bautechnischen Gründen sieben Monate verschalt.

 

Von oben, vom Europahaus aus,  kann man sich ganz gut vorstellen, wie alte und da neue Gebäude zusammenwachsen. Der Raketensilo rechts auf dem Foto wird das Treppenhaus.

 

Im August 2016, also vor zwei Monaten, sah die Baustelle der Stiftung Flucht, Vertreibung und Versöhnung von oben schon fast wie fertig aus.