Axel Springer starb vor 30 Jahren — Buchvorstellung

Springer Mathias Döpfner_720Springer im M 29, Frank HoppmannMathias Döpfner, Vorstand von Axel Springer SE, stellt auf der Bühne des Journalisten-Clubs in der 18. Etage des Springerhochhauses das Buch zum 30. Todestag von Axel Springer vor – „Berlin ist das Herz Europas, ich kenne kein anderes“.

 

Frank Hoppmann illustrierte das Buch – hier (rechts) Springer im M 29. Einer liest BILD, die anderen hängen am Smartphone.

 

Rainer Laabs (schwarzer Anzug), einst „der Student“, der durch die Druckerei führte, heute Chef des Unternehmensarchivs, erinnert daran, dass Springer nicht an die Mauer gebaut hat. 1959, als der Grundstein gelegt wurde, gab es keine Mauer. Kein Mensch konnte sich eine Mauer vorstellen.

 

1970 erklärte Axel Springer in einem BBC Interview in fließendem Englisch, er gehe davon aus, dass Deutschland wiedervereinigt werde als Teil eines vereinten Europas. Ein Einspieler erinnert an Springers überwältigend visionäre Kraft. Mir persönlich gefällt am besten, dass er Adenauer, als dieser Zweifel an der Wiedervereinigung äußerte, raus warf und die Tür hinter ihm knallte. Das kam heute Abend nicht vor.

 

Friede Springer (sitzend, blaues Kleid) konnte darüber lachen, dass Benjamin Stuckrad-Barre das goldene Hochhaus mitten im damaligen Nichts von Kreuzberg als einen Akt von Punk-Rock bezeichnet.

 

Anschließende gab es Currywurst für Catherine Dussmann, Stefan Aust (der SPIEGELmann, der Springer laut Stuckrad im Albtraum erschien), Andreas Langenscheidt und viele Veteranen des Verlags wie Wilhelm Pannier, dem langjährigen Chef der B.Z. „Die Mauer ist weg! Berlin ist wieder Berlin!“

 

Idee, Konzeption und Redaktion des Buch lagen bei Lars-Broder Keil, Sven Felix Kellerhoff und Rainer Laabs.