Ausgrabungen Dorotheenstadt – nur bis Freitag

Was man hier sieht, ist nach dem kommenden Wochenende unwiederbringlich also für immer und ewig weg, dann entsteht an Stelle der ältesten bisher gefundenen Teile der Dorotheenstadt Berlins eine Tiefgarage unter dem Neubau Lux-Mitte.

In der Dorotheenstadt befindet sich auch die Berlin Story.

Kathrin Misterek gräbt mit ihrem Team seit einigen Wochen und hat in der Nähe des Schadow-Hauses neben Kellern aus dem 18. und auch aus dem 17. Jahrhundert eine Müllgrube gefunden. Müll ist so ganz nach Geschmack der Archäologen, denn da kann man herausfinden, wie die Menschen damals gelebt haben.

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Das historische Gebäude hinten links auf dem unteren Foto ist das

Der Park nebenan Richtung ehemalige amerikanische Botschaft wurde am 24. Mai 2011 eröffnet – wir berichteten darüber.

Eine Informationstafel zur Dorotheenstadt wurde im Oktober 2007 gegenüber vom Pergamonmuseum aufgestellt.

Mehr über Ausgrabungen in Berlin findet man im gerade erschienenem Buch „Berlin im Mittelalter“ aus dem Berlin Story Verlag.

Mehr über Ausgrabungen rund um St. Petri findet man im gleichnamigen Buch aus dem Berlin Story Verlag.

Kathrin Misterek hat noch Zeit bis zum Freitag. Später wird an dieser Stelle ein luxuriöser Neubau stehen (unten).

Welche architeltonische Meisterleistung man auf dem mittleren Foto im Hintergrund an der Dorotheenstraße sieht, beschreibt archiTEC24.de:

Bundespresseamt – Umbauten
Die Bausubstanz des Postscheckamts und der Markthalle wurde erhalten,
saniert und teilweise mit Rekonstruktionen ergänzt. Wer das Ensemble heute
von der Dorotheenstraße aus betrachtet, erlebt ein spannendes Verwirrspiel:
Was auf den ersten Blick alt wirkt, ist in Wirklichkeit eine Rekonstruktion der
Markthallenfassade, die ein dringender Wunsch des Bauherrn war. Der
siebengeschossige Neubau rechts daneben mit seinem auffälligen roten
Anstrich dagegen entpuppt sich als alter Plattenbau, dem die Architekten ein
völlig neues Gesicht gaben. Sie ließen ihn dämmen und fugenlos verputzen,
entfernten das Mansarddach und vergrößerten das im Norden schon
vorhandene oberste Geschoss auf die gesamte Gebäudefläche. Den
Fensteröffnungen gaben sie umlaufende schlanke Stahlzargen, die
messerscharfe Öffnungen tief in die Putzfläche schneiden.
Zwischen die rekonstruierte Markthallen- und die neu gestaltete
Plattenbaufassade schiebt sich die schlanke Stirnwand des neu errichteten
Riegels, der somit auch auf die Dorotheenstraße schaut. Auf diese Weise
entsteht trotz einer einheitlichen Nutzung der Gebäude durch den gleichen
Bauherrn dennoch das abwechslungsreiche Bild der kleinteilig parzellierten
Stadt.

Mehr zur Rekonstruktion der Markthalle IV durch den Berliner Architekten Helmut Maier …