Artemesia, Blasenfarn & Cannabis – Buchbesprechung

Cannabis in Berlin

Berliner Florenatlas_250

Der Berliner Florenatlas ist telefonbuchgroß, Hardcover und hat mehr als 150 Autoren bzw. ehrenamtliche Mitarbeiter, über 500 Seiten und kostet nur 27 Euro.

Was findet man in diesem außer-gewöhnlichem Buch?
Fotos von den Pflanzen, die wild in Berlin vorkommen, Beschreibungen dieser Planzen und – das war die irrsinnige Arbeit dieser vielen Autoren – hunderte von Seiten mit Standort– und Verteilungsstatistiken.
Insgesamt sind etwa 2500 Sippen, also Arten, Unterarten, Varietäten und Hybriden für Berlin nachgewiesen.
In 1900 Rasterkarten (Beispiel links) wird die Verbreitung fast aller wildwachsenden Gefäßpflanzen gezeigt.

Zusätzlich wurde historisches Material ausgewertet. Dadurch kann man feststellen, welche Pflanzen wann nach Berlin gekommen sind und welche es nicht mehr gibt.

Artemesia (Seite 130) ist demnach eine indigene und alteingebürgerte Sippe.
Blasenfarn (Seite 194) ist besonders seit 1970 stark verbreitet und bei Cannabis handelt es sich um ein unbeständiges Vorkommen neophytischer Sippen, die keineswegs, wie die beiden unteren Statsistiken der rechten Abbildung zeigen, gehäuft in Kreuzberg und Fredrichshain auftauchen.