Vier am CPC mit Hot Dogs gegen die Banalisierung

… dass jetzt wieder Kultur und Bildung an den Checkpoint Charlie kommt, das versprach am 12. Januar 2012 der Kultursenat.

Damals (großes Foto oben) wurde die noch leere Black Box vorgestellt – als Gegenbewegung gegen die Banalisierung der Geschichte.

Wir berichteten in diesem Tagebuch am 12. und 14. Januar 2012 erfreut und ausführlich.

Heute ist der „Freedom Park“ geschlossen (rechts mit einsamen Radfahrer), alle China- Döner- und Cola-Buden sind geschlossen, weil es gar keine Genehmigung gab.

Im anderen Park spielt eine lateinamerikanische Gruppe Musik, die nach Caipirinha klingen soll (hier rechts). Wenige fühlen sich dadurch animiert. Die Bänke und Liegestühe sind am späten Nachmittag weitgehend leer.

 

 

 

Auf dem Gelände der Black Box, die immer noch Black Box ist, nämlich schwarz und geschlossen, begegnet einem zuerst ein Saftladen mit Postkarten.
Wo einst der Kultursenat stand, stehen jetzt zwei Mauersegmente und in der Bude nebenan werden Alliierten HotDogs angeboten.

 

 

Wir sind in diesem Tagebuch sonst keineswegs zynisch. Die vorige Meldung über die Post, die jetzt DHL heißt, ist eine seltene Ausnahme. Aber hier im Fall Checkpoint Charlie kann man doch sagen:

 

 

Herzlichen Glückwunsch lieber Kultursenat für diese herausragende Leistung.
 
Alliierten Hot Dogs (siehe unten) sind doch mal ein mutiger, entschiedener Schritt gegen die Banalisierung der Geschichte.

 

 

Pfingstsonntag, morgens am Eingang steht eine junge Frau und bietet eine Broschüre feil. „Ach, hat denn die Ausstellung schon auf? Es sieht noch so geschlossen aus?“
„Ich verkauf hier nur Heft. Kein Ahnung.“