Abendschau dreht im Bunker über die Drohungen gegenüber Enno Lenze nach der Eröffnung von „Hitler – wie konnte es geschehen“

Die Abendschau des rbb im Bunker. Darum geht es:

Die Anzahl der Drohungen gegenüber Enno Lenze nach der Eröffnung der Dokumentation „Hitler – wie konnte es geschehen“ ist auf 400 in einer Woche angestiegen. Shitstorm wäre eine Verniedlichung, es sind Schmähungen, Drohungen und Todesankündigungen – anonyme rechte Kampfansagen. ​

Enno Lenze macht jetzt aus Drohungen Spenden. 120 Hass-Postings stehen eine Woche lang bei Facebook zur Abstimmung. Die Top-Drohungen werden auf eine Ausstellungstafel gedruckt und bei Ebay zugunsten ​eines Aussteigerprogramms für Rechte versteigert.

Schon lange vor der Dokumentation „Hitler – wie konnte es geschehen“ im Berlin Story Bunker haben wir uns gegen Rechte engagiert. Wenn man darüber öffentlich berichtet und sich nicht versteckt, schlägt einem massiv Kritik entgegen. Das reicht von Kommentaren der Verschwörungstheoretiker und Reichsbürger bis hin zu denen von handfesten Neonazis.

Enno Lenze: „Ich habe mich daran gewöhnt, am Wochenende Strafanzeigen für die Drohungen und Beleidigungen der Woche auszufertigen. Die Polizei geht dem sofort und häufig erfolgreich nach. Ich habe tausende Drohungen gesammelt und veröffentliche sie oft. Andere Opfern dieses Psychoterrors sollen sehen, dass man sich davon nicht beeinflussen lassen oder Angst haben muss.“

Eine Galerie mit etw​a​ ​120 Beleidigungen und Drohungen zum Abstimmen:

Homepage der Dokumentation „Hitler – wie konnte es geschehen“:

​Nebenschauplatz Facebook: Um Hass-Posts kümmert sich das Unternehmen nicht, auch wenn es um Nazi-Vergleiche und Todesdrohungen geht. Will man die Aktion gegen diese Posts aber bewerben, weigert sich Facebook – wie neulich bei Dunja Hayali.