AAS – Aus anderer Sicht – Ausstellung eröffnet

Autor: Wieland Giebel | Datum: 5. August 2011 | Kategorie: Berlin Story

Rappelvoll - eine schöne Ausstellungseröffnung. An der Wand auf den Platten, die an die Mauer erinnern, sind die Panoramen der Mauerfotos aus dem Osten gesehen.

„Ende der 60er Jahre, das wirkt nicht wie nach dem Zweiten Weltkrieg, das sieht ja aus wie nach dem Ersten Weltkrieg„, kommentiert Helmuth Maier, Gründer der Gesellschaft Historisches Berlin.

Man braucht einige Zeit, um sich klarzumachen, dass man auf diesen Fotos auf Häuser West-Berlins blickt. Das sieht ja aus wie im Osten … Arwed Messmer hat aus einzelnen Fotos „die wußten immerhin, wie man auf den Auslöser drückt“ Panoramen zusammengestrickt – PhotoShop schafft auch das.

 

Arwed Messmer und Annett Gröschner - die Protagonisten. der katalog ist in der Ausstellung und in der Berlin Story erhältlich. Wir empfehlen dringend die etwas teurere HardCover-Ausgabe.

Ein anderes der Panoramen von Arwed Messmer hängt zwei Stockwerke tiefer im Historiale BERLIN MUSEUM. Messmer hatte aus 4 klitzekleinen Fotografien (im Ephraim Palais neulich ausgestellt) des Schlosses ein Panorama des zerstörten Bauwerks zusammengebastelt, auf dem man erkennt, wie wenig das Schloß zerstört war.

Ganz anders hier in der Ausstellung. Zwanzig Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg ist die Stadt zernarbt. Trostlos. Es handelt sich nicht um die Mauer von 1975, die wir alle im Kopf haben, die 3,60 m hohe mit einer Rundung oben drauf.

Annette und Hendrik Wilms realisierten die Ausstellung - klar, genau, schnell, genau zum Thema passend.

 

Damals, in den 60ern, sieht sie aus wie provisorisch, aus Materialien zusammengestoppelt, die man gerade hatte. Die Zeitungen berichten heute davon, dass die DDR nicht einmal ausreichend Stacheldraht hatte, um die Flucht der Menschen aus ihrem Staat zu verhindern.

Aus anderer Sicht, die Internetseite über die Ausstellung …

Die Ausstellungsrealisierung übernahmen Annette und Henrik Wilms …