500.000 Zwangsarbeiter in Berlin zur NS-Zeit

3.000 Zwangsarbeiterlager gab es in Berlin. Auf dieser Karte sind 1.400 Standorte verzeichnet. Gleich neben dem (heutigen) Tagesspiegel am Anhalter Bahnhof waren 235 Frauen und Kinder im Hotel Königgrätzer Hof als zivile Zwangsarbeiter eingesetzt und einige Schritte weiter bei Siemens wurden 60 Frauen und Männer aus Frankreich, Belgien und der Sowjetunion zur Arbeit gezw. Nicht verzeichnet sind auf diesem Plan die Zwangsarbeiter, die den Anhalter Bunker bauten. Sie kamen aus Polen, Frankreich und den Niederlanden.

Dr. Christine Glauning, Leiterin des Dokumentationszentrums NS-Zwangsarbeit: „Fast an jeder Ecke Berlins befand sich ein Zwangsarbeitslager. Nur an wenigen Orten erinnern bauliche Relikte an die Existenz dieser Unrechtsorte. Die Datenbank will die Allgegenwart dieser Lagerorte deutlich machen und anregen, im eigenen Kiez auf Spurensuche zu gehen.“ 

Die Lagerdatenbank für Berlin und Umgebung ist unter https://www.ns-zwangsarbeit.de/recherche/lagerdatenbank/ erreichbar.