Friedrichstadt Palast Berlin — vergiss Las Vegas


Eine grandiose Show im Friedrichstadtpalast – wir waren eingeladen, weil Intendant Berndt Schmidt und Direktor Guido Herrmann Ehrenamtliche auszeichnen, ohne damit großes Tam-Tam zu machen. Beide kennen lange unsere Arbeit in der Berlin Story und im Bunker. Guido Herrmann hatte zur Eröffnung des Bunkers eine kleine Ansprache gehalten. Mit dem Team von Jean Paul Gaultier, der die vorige Show ausgestattet hat, haben wir eine Bunkerführung gemacht.

Ungewöhnlich ist das alles nicht. Für unsere Besucher im Bunker ist Berlin alles: Zeitgeschichte, Show, Angela Merkel.

Denkmal Kindertransporte am Bahnhof Friedrichstraße und wie es dazu kam


Am Bahnhof Friedrichstraße wurde vor zehn Jahren dieses Denkmal eingeweiht. Es erinnert an die über 10.000 jüdischen Kinder, die gerettet wurden. Die britische Regierung hatte die Einreise gestattet. Heute vor 80 Jahren fuhr der erste Zug. Eineinhalb Millionen Kinder wurden von den Nationalsozialisten ermordet.
50 Zeitzeugen waren 2008 dabei. Einige berichteten: Wie sich die kleineren Kinder auf die Verabschiedungsfeste freuten, die wie ein Kindergeburtstag waren. Was es für die Eltern bedeutete, die ahnten, ihre Kinder nicht wiederzusehen. Die diese Ahnung aber nicht wahrhaben wollten. Was es für Elfjährige bedeutet, allein in ein fremdes Land zu fahren mit nicht mehr als 10 Reichsmark in der Tasche, einem Foto, keinem Spielzeug.
Die Initiative Kindertransporte hatte es bei den Vorbereitungen nicht leicht. Rainer L. Hein berichtete damals, 2008, in der Morgenpost, warum sich die Senatskulturverwaltung gegen die Skulptur stellte: „…Die in der Skulptur dargestellte Kindergruppe sei „ein Motiv einer unbefangenen Klassenfahrt“ und „überhaupt sei die mit der Skulptur verbundene Didaktik nicht ausreichend“, heißt es in einer Stellungnahme des „Büro für Kunst im öffentlichen Raum“. Dieses Gremium arbeitet der Kulturverwaltung bei entsprechenden Vorhaben zu …“

Rainer Hein von der MoPo dazu heute auf Facebook:

Danke Wieland an die Erinnerung!!!!!!!!!

Rainer Hein: Ich möchte daran erinnern, dass die Berliner Morgenpost einen Riesenanteil an der Aufstellung hat. Mit vielen Berichten habe ich – auf Initiative einer mutigen Frau, deren Name ich vergessen habe – immer wieder hingewiesen, dass dieses Mahnmal aufgestellt werden müsse. Der Senat lehnte damals ab….(…namentlich der heutige Pleiteflughafenchef Lüdke Daldrup in seiner Funktion bei Wowereit). Bezirks-Mitte-Chef Handke hat dann die Sache in die Hand genommen, sonst wäre nichts passiert.

Wieland Giebel: Stimmt alles so. Der Senat hat sich arrogant dagegen gesperrt. Obrigkeitsstaatlich wie in Preußen. Mittes Bürgermeister Christian Handke hat sich mit denen angelegt und die Sache durchgezogen, an die Situation der Juden und auch der helfenden Menschen erinnert.

Damals Unter den Linden, wo die Berlin Story einst war – bis 2016

Hallo Heyam, wo Du einst aus Deinem Büro gesehen hast

Hallo Enno, wo es einst zu Deinem Büro ging.

Hallo Simon, wo Du einst zu „Alles über Berlin“ gingst

Hallo Stephi, wo Du einst für Ordnung gesorgt hast.

Hallo Silvia, wo Du einst die Treppe hoch Dein Lager hattest.

Hallo Norman, wo wir einst unsere Grill-Partys im Hof UdL 40 feierten.

Hallo Melanie, wo Du einst Deine Pausen gemacht hast.

Hallo Tonia, wo Du einst den Laden exzellent strukturiert hast.

Reviews — „Hitler – how could it happen“

Excellent, well documented history”
You need to get the headset, a lot of reading required. If possible try take a break about half way round. Took about three hours to do all rooms. Worth the trip. Extremely well organised and well set out. Very interesting with it being in a bunker setting and all the information really easy to follow.

Espectacular”
Mucha información y todo muy bien detallado, te lleva a la historia sin necesidad de tener que pasar por ella, te hace ponerte en el lugar de los habitantes de aquella época. No pueden hacerse fotos.

Superbe… À voir sûrement à Berlin. Bravo !!!”

Tolle Ausstellung”
Es war für mich ein sehr beklemmendes Erlebnis. Obwohl man sich doch hauptsächlich auf die Bilder und Dokumentationen konzentriert, ist diese Bunker Atmosphäre doch sehr bedrückend. Der Verein, der diese
Ausstellung in Leben gerufen hat, muss unglaublich viele Stunden, mit Recherche und Auswertung verbracht haben. Wer sich für unsere trübe Geschichte interessiert, sollte diese Ausstellung auf jeden Fall besuchen. Empfehlung auch an jeden Neonazi, AFD‘ler und Pegida Anhänger. Ach übrigens, der Audio Guide war sehr angenehm.

Excellent and engaging description of the rise and fall of Hitler”
You should calculate 3 hours for the whole tour, audio recommended. Please be aware that you will see pictures of People before and after execution that you might find disturbing. I was moved to tears by some of the displays and appreciate the historic detail that has gone into this tour.

A comprehensive account of a brutal time”
Well worth a visit. A bunker on several floors, the audio guide is a must and the brutal images and the story well told in images and video

Zeer complete uitleg over Hitler”
dit is een zeer uitgebreide documentatie over Hitler, van geboorte tot dood.
Je moet er wel genoeg tijd voor uittrekken, er is heel veel te lezen en te bekijken

Objektiv wiedergegebene Geschichte, bedrückende Atmosphäre”
nichts für klaustrophobisch angelegte Menschen

Sehr interessant!”
Die Ausstellung ist optimal strukturiert und sehr informativ. Wir waren über drei Stunden in der Ausstellung und haben noch nicht alles gesehen. Für dieses Museum benötigt man mindestens vier Stunden und sehr bequeme Schuhe.
Auch volles Lob dem sehr freundlichem und hilfsbereitem Personal.
Wir kommen auf jeden Fall wieder und schauen uns die restlichen Räume noch an.

Karabiner 98 — neu auf dem Müllhaufen der Geschichte

Makkabi-Schützen spendeten diesen Karabiner für den Müllhaufen der Geschichte. Er wurde im Zweiten Weltkrieg eingesetzt.

Der Karabiner, erstmals gebaut 1898, deswegen K98, ist hier in der kurzen Form, deswegen K98k.

TuS Makkabi ist der jüdische Sportverein.

Relief beim Umgraben gefunden



„Nach einem Umzug hier in Mönchengladbach befand sich auf unserem Grundstück eine verwilderte und mit Sträuchern bedeckte Fläche. Dort wollten wir Platz schaffe, um im Sommer schön Tisch und Stühle aufbauen zu können. Beim Umgraben und Fräsen kam auf einmal in 20 Zentimeter Tiefe dieses Relief zum Vorschein. Da wir es nicht wegschmeißen wollte, stellen wir es gern für den Berlin Story Bunker zur Verfügung.“

Vielen Dank Familie B.

Hitler ist (links) auf dem Müllhaufen der Geschichte gelandet, wo er hingehört. Wir freuen uns über solche großzügigen Zuwendungen. Kaufen werden wir wie bisher nichts, weil wir nicht am Handel mit Nazi-Sachen teilnehmen.

That’s why we came here to the bunker first

We’re from England, near Manchester, most of us. No, we’re not students, we’re not a Hen Party, we’re interested in history.

That’s why we came here to the bunker first of all. Just now we watched the documentation „Hitler – how could it happen“ for more than two and a half hours. We have never seen such an impressive museum before. We like the fact that it’s not somehow presented in an abstract historical way, how it was at that time with the Nazis, but that it represents a clear opinion against racism and nationalism. That suits us. That’s how we want to live.

Now we take a little break and then we continue with the Berlin Story Museum.

www.GirlsGroupHoliday.co.uk

Herschel — hat er den Zweiten Weltkrieg überlebt?

Simone Benne berichtet in der Märkischen Allgemeinen über die Möglichkeit oder Wahrscheinlichkeit, dass Herschel Grynspan den Zweiten Weltkrieg überlebte.

 

Armin Fuhrer geht der Sache mit größter Intensität nach. Er hat das Buch Herschel im Berlin Story Verlag veröffentlicht.

 

Beer Hall Putsch — 9. November 1923 — Beim Melken überrascht

Hitlerputsch in München am 9. November 1923. Die große Menge der kleinen Nazis – wie haben sie den Hitlerputsch erlebt. In „Warum ich Nazi wurde“ schildern sie das:

15 Nazis wurden in München erschossen; vier Polizisten und ein Zuschauer starben. Hitler floh und wurde später in der Villa seiner Unterstützer Ernst und Helene Hanfstaengl festgenommen. Die Putschisten überschätzten aus ihrer engen Münchner Perspektive ihre Stärke. Die New York Times brachte den Putsch sofort am 9. November 1923. Das war möglich aufgrund der Zeitverschiebung. Cyril Brown berichtete telefonisch. Der Redaktion war die Bedeutung sofort klar.

Aus der Perspektive von Hitlers Anhängern war es eine Katastrophe, dass der Putsch im Keim erstickt wurde. Nicht nur in München wollten die Nazis losschlagen, auch in Niederbayern und in Bremen.

Hans Thaysen, 28. Dezember 1900, stand 1923 beim Hitlerputsch in Bremen im Alter von 22 Jahren mit 45 Mann bereit, den Staatsstreich zu unterstützen. Er machte eine Lehre als Maler und Glaser und schloss sich nach der Entlassung aus dem Heeresdienst dem Freikorps Caspari und Gerstenberg an. Thaysen arbeitete auf einer Werft in Bremen. „Im Januar 1923 sollte der erste Aufmarsch von Adolf Hitler mit seinem Anhang stattfinden. Ich ließ mich überreden und machte zum ersten Mal als Mitglied des Hanseatischen Jungkorps den 1. Parteitag in München mit.“ „Es sickerte in Bremen allmählich durch, dass Adolf Hitler von München aus die Macht ergreifen wollte. Wir waren 45 Mitglieder und Anhänger der Idee Adolf Hitlers und hatten uns schon große Hoffnungen gemacht, dass die Revolution von Adolf Hitler ganz Deutschland überschwemmen würde. Wir standen mit Gewehr bei Fuß in Bremen am Tag der Erhebung in München. Abends gegen 11 Uhr kam die Nachricht durch, dass die Erhebung durch Verrat von Kahr und von Lossow verraten war. Wir vernichteten aufgrund dieser Nachrichten alle wichtigen Papiere.“

In Niederbayern auf dem Land bereiteten sich die Nazis ebenfalls auf den Putsch vor. Maria von Belli, geb. Freiin von Perfall, hatte mit ihrem Mann, der nach 1918 bei der Entmilitarisierung aus der Reichswehr entlassen wurde, einen Hof in Niederbayern. „Aber eines November morgens, als mein Mann seine Pferde fütterte, kam der Briefbote mit der Zeitung. In großen Lettern stand da von Hitlers Rede und Aufbruch in München! Ich sitze am Melken, wie mein Mann nur den ersten Satz vorliest, nichts weiter sagt, aus dem Stall stürzt, den alten grünen Hut nimmt und das Haus verlässt.

Nach Stunden kam er mutlos zurück. Verrat! Alles auf lange Zeit vorbei und schlechter als vorher! – Hitler! – Was jetzt! Hätte er unserer Männer Fäuste gerufen, wie wären sie befreit gewesen von lastender, kaum zu bändigender Kraft. Es war damals, als wäre in unserem Kreise ein Todesfall eingetreten, ein Kind gestorben, das sich Tat nannte und das nicht lebensfähig gewesen war.“ Seite 118/119

British army on the trail of the Battle of Berlin

Officers of the British Army following in the footsteps of the Battle of Berlin. They spent the first several days in Seelow and studied the breakthrough of the Red Army across the Oder river and Oderbruch.

In Berlin, the crossing over the Landwehrkanal and the fight for the Anhalter Bahnhof is a strategically important event.

What was different at the Battle of Stalingrad than at the Battle of Berlin? House fighting is still an important topic.

Our role here refers to the civilian population, to the people who were able to flee into the bunker. The supply of the people in the war zones and afterwards is a further central topic.

These excursions go back to Moltke. Helmuth von Moltke and his general staff repeatedly analysed battlefields – on site.

I still remember how American officers came to the Berlin Story bookshop Unter den Linden and asked where Moltke’s grave is that they wanted to visit. At that time I didn’t know how much Moltke was respected internationally and that he was buried in the Mausoleum at Gut Kreisau.