Herfried Münkler im Deutschen Historischen Museum

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Im Deutschen Historischen Museum diskutieren Prof. Dr. Jörg Baberowski (rechts), Historiker, Humboldt-Universität Berlin und

Prof. Dr. Herfried Münkler (links), Historiker, Humboldt-Universität Berlin.
Moderation Peter Voß (Mitte).

 

Baberowski sagt, er hätte gehört, dass durch die amerikanischen Bomben in Syrien Zehntausende Zivilisten umgekommen seien. Die IS sei aber nicht getroffen worden. Belege oder Quellen dazu gibt es leider nicht.

 

Münkler will eine Lanze für die Regierung brechen, die sagt: Wir lassen die Flüchtlinge rein, auch wenn wir sie nicht sofort registrieren und richtig versorgen können. Münkler fragt, was die Alternative gewesen sein könnte? Auf den Feldern in Ungern campieren lassen?
Er erinnert daran, dass es 25 Millionen Syrer gibt, aber in Nigeria 125 Millionen Menschen, die von Boko Haram bedroht sind.
Wenn Engländer meinen, wir seien eine „Hippie Nation“, hätten sie nicht verstanden, worum es geht. Deutschland werde von denen diskreditiert, die sich drücken, die diese enorme Leistung nicht anerkennen wollen.

 

Allerdings habe er, Münkler, als er forderte, wir müssen Deutsche aus den Flüchtlingen machen, heftig einen auf die Fresse bekommen. Er meine damit, Anerkennung des demokratischen Modells; Religion als Teil des privaten Lebensentwurfs; und die Familie habe die Klappe zu halten, wenn eine/r anders leben wolle.

 

Die Regierung in Berlin wollte nicht hegemonial sein. Aber Brüssel, eigentlich zuständig, habe sich weggeduckt – bis heute.

 

Und wie geht es weiter? Die Bundesregierung werde nicht in der Lage sein, die Entsolidarisierung unter den EU-Ländern zu stoppen. Denn sie können nicht mehr handeln wie früher, nämlich einfach zahlen, wenn etwas nicht mehr läuft.