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Der erste Nazi nach mehr als 100.000 Besuchern

„Kein anderes Land beschmutzt sein Nest so wie wir.“ Da stimmen wir voll zu. Kein anderes Land hat den Holocaust und den Zweiten Weltkrieg zu verantworten. Armin aus Bayern, der erste Nazi, der hier wie Höcke mit dem „Mahnmal der Schande“ argumentiert, war dann so nervös, dass er beim Rausgehen voll vor die Ausgangstür geknallt ist. Von mehr als hunderttausend Besuchern ein Vollpfosten – das kann man vertragen.

So fing es auch in der Weimarer Republik an: Dolchstoßlegende, jüdisch-bolschewistische Weltverschwörung, das rote Untermenschentum.

Berlin Story Bunker am Wochenende


The Meaning of Hitler — Dreharbeiten mit Harald Sandner

Harald Sandner, der Autor des 2.432 Seiten-Werkes „Hitler – das Itinerar“, erschienen im Berlin Story Verlag, zwischen Michael Tucker und Petra Epperlein den Produzenten des Film „The Meaning of Hitler“. Tucker und Epperlein haben viele Projekte zusammen realisiert. Gedreht wird in Coburg. Das Itinerar, Hitler Tag für Tag, ist so etwas wie der Kalender Hitlers, wo er war, mit wem er sprach, worum es ging. Harald Sandner ist der beste Kenner des Leben Hitlers. „The Meaning of Hitler“ basiert auf dem Buch von Sebastian Haffner „Anmerkungen zu Hitler“ und soll 2019 als Kinofilm erscheinen.

Förderantrag abgelehnt — Jan Karski – wie ein Mann den Holocaust stoppen wollte

Zum dritten Mal hat der gemeinnützige Verein Historiale e.V. einen bescheidenen Förderantrag gestellt. Zum dritten Mal wurde die Förderung vom Kultursenat abgelehnt. Die Dokumentation „Hitler – wie konnte es geschehen“ sollte in einem wichtigen Punkt ergänzt werden, nämlich was die Amerikaner und Briten vom Holocaust wussten und warum sie nicht handelten, was die Deutschen hätten wissen können, wenn es sie interessiert hätte. Das Volumen dieses Antrags betrug 1,7 Prozent der Summe, die wir aus eigenen Mitteln in die Dokumentation gegen Rassismus, Antisemitismus und Nationalmus investiert haben.

Der Antrag: 

Jan Karski: Wie ein Mann den Holocaust stoppen wollte
„Als wir uns unseren Weg durch Dreck und Trümmer bahnten, huschten Schattengestalten, die einmal Männer und Frauen gewesen waren, an uns vorbei, während ihr Blick vor Hunger oder Gier wirr flammte. Immer wieder kamen wir an Leichen vorbei, die nackt auf der Straße lagen.“
Der junge polnische Diplomat Jan Karski (1914 – 2000) hatte sich ins Ghetto von Warschau einschleusen lassen und berichtete der britischen Regierung und dem amerikanischen Präsidenten Roosevelt im Juli 1943 persönlich und als Augenzeuge des Verbrechens über die systematische Ermordung der Juden. Nichts geschah daraufhin. Die Dokumentation soll die Ausweglosigkeit der Juden vermitteln, die nicht flüchten konnten, weil es keinen Fluchtort gab. Erste Berichte hatten die Regierungen der Alliierten bereits im Sommer 1942 erhalten.
Die Bild-Text-Video Dokumentation in deutscher und englischer Sprache beschränkt sich nicht auf die gut erforschte Darstellung des heldenhaften Handelns Karskis, sie wirft auch die Fragen auf, was die Deutschen wussten oder wissen konnten. Sie wendet sich als ergänzender Teil von „Hitler – wie konnte es geschehen“, der Dokumentation auf 2.500 Quadratmetern im Berlin Story Bunker, an Berliner (Schüler) und die achtzig Prozent der Berlin-Besucher, die sich für Zeitgeschichte interessieren.
Kooperationen sind angestrebt mit der Jan Karski Educational Foundation, B´nai B´rith Berlin, dem Zentrum für Historische Forschung Berlin der Polnischen Akademie der Wissenschaft sowie Yad Vashem.

Sehr geehrter Herr Giebel,

am 31.01.2018 hat der Historische Beirat beim Senator für Kultur und Europa abschließend über die Anträge der Sonderausschreibung zur Förderung zeitgeschichtlicher und erinnerungskultureller Projekte beraten.

Leider muss ich Ihnen mitteilen, dass Ihr Projektantrag nicht für eine Förderung vorgesehen ist. Ich bedauere, Ihnen keine andere Mitteilung zukommen lassen zu können und hoffe, dass Sie eine andere Möglichkeit finden, das Vorhaben dennoch zu realisieren.

Eine Liste der geförderten Projekte ist demnächst auf der Internetseite der Berliner Kulturverwaltung einzusehen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Christine Regus

„Ich bin Geschichtslehrer aus Perth“

„Ich bin Geschichtslehrer aus Perth in Australien. Meine Chefin, die Direktorin der Schule, hat gesagt, wir sollen unbedingt in den Bunker gehen. Sie war im vorigen Sommer hier. Wir sind alle tief beeindruckt von der Dokumentation. Eben haben wir eine Stunde auf meine Tochter gewartet, weil sie so lang in ‚Hitler – wie konnte es geschehen‘ war. Eigentlich kommen wir aus Wales. Nach Perth sind wir wegen des Klimas gegangen.“

„Du Judensau, uns ist deine Knarre egal“


Katharina Cygan berichtet über den Vortrag von Enno Lenze in der Ruhr Universität Bochum über die Dokumentation „Hitler – wie konnte es geschehen“. Im Vorfeld gab es wieder Drohungen. Die Veranstaltung in der Uni wurde von Sicherheitskräften begleitet.