Ernst Cramer — das Buch von Lars-Broder Keil und Sven Felix Kellerhoff

Lars-Broder Keil und Sven Felix Kellerhoff stellen ihr Buch über Ernst Cramer vor. „Noch als er 96 Jahre alt war, hat er mich gelegentlich, wenn er einen Kommentar für die WELT schrieb, in sein Büro gerufen, ob seine Erinnerung mit dem übereinstimmt, was die historische Wissenschaft heute so meint,“ schildert Kellerhoff. Lars-Broder Keil: „Er hat sich immer rückversichert und gefragt. Aber es kam auch vor, dass seine Erinnerung eher im Mittelpunkt stand.“

Ernst Cramer wurde 1913 als Sohn eines jüdischen Unternehmers geboren, der in der Weltwirtschaftskrise verarmte, wurde 1939 nach den Pogromen vom 9. November sechs Wochen lang in Buchenwald interniert, emigrierte 1939 in die USA „das Ende der Erniedrigung“. Sein Bruder und seine Eltern wurden in der Shoa ermordet. In den USA blieb, als der Zweite Weltkrieg ausbrach, der Platz im Bus neben ihm als Deutschem leer.

Als amerikanischer Soldat kam er nach Deutschland zurück. „Ich war aufgewachsen als Deutscher. Das Deutschtum war teil von mir.“ Er sieht in Buchenwald die verkohlten Leichen und entscheidet sich zu bleiben. Kellerhoff: „Der Glaube an das Gute im Menschen und die absolute Ablehnung jeglicher Kollektivschuld machten ihn aus.“ Keil: „Er hat nie seine Biographie genutzt, um andere Menschen zurechtzuweisen. Er wollte immer etwas bewegen. Als er 92 Jahre alt war, lernte er, mit dem Computer umzugehen.“

Seit 1958 arbeitete Ernst Cramer für Axel Springer, wurde sein engster Vertrauter und Freund und war 1981 bis 1993 Herausgeber der Welt am Sonntag. Friede Springer und die Familie Cramers aus Norwegen und den USA waren bei der Buchvorstellung in der Bayrischen Landesvertretung dabei. 2006 sprach Ernst Cramer anlässlich der Gedenkstunde zum Tag der Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus vor dem Deutschen Bundestag — Redetext —- Video.

Lars-Broder Keil und Sven Felix Kellerhoff haben 350 Ordner durchgesehen. Im Buch finden sich sechzig bis siebzig Prozent Texte von Ernst Cramer – der Rest sind verbindende Übersichten und Einordnungen.

the better we make the future …

Guestbook today: The better we understand history, the better we make the future.

27. Januar , Befreiung von Auschwitz vor 75 Jahren — unsere Vorbereitung

Wir bereiten vor: „Frauen im Holocaust“, eine Dokumentation im Berlin Story Bunker, die am 75. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz eröffnet werden soll, also am 27. Januar. Die 30 Tafeln wurden von Yad Vashem entwickelt, der Holocaust Gedenkstätte in Jerusalem. Die Ausstellung soll unsere Kooperation vertiefen. Bunkermanagerin Friederike von Leoprechting war vor einigen Monaten in Yad Vashem.

El estado del búnker está muy bien

El estado del búnker está muy bien, eso sí, no es el búnker donde se refugió Hitler y murió. Se trata de un búnker de la época y que se ha mantenido para poder explicar la historia de Hitler. Dentro hay mucha información, muchas imágenes, vídeos, maqueta del búnker de Hitler y demás. Recomiendo muchísimo el audioguía, es una maravilla porque te va guiando por las salas y te comenta aquello que vas viendo, si vas sin audioguía, va a ser mucha información que tienes que leer y te puedes tirar más de 3 horas perfectamente. Nosotros estuvimos una hora y media aproximadamente y fue un gran resumen y con mucha información relevante. Si hay algo en lo que quieras profundizar, tienes los paneles y los puedes leer.

Der Zustand des Bunkers ist sehr gut. Es handelt sich nicht um den Bunker, in dem Hitler Zuflucht gesucht hat und gestorben ist.  Dies ist ein Bunker der Zeit. Er wurde erhalten, um die Geschichte von Hitler zu erklären.  Im Inneren gibt es viele Informationen, viele Bilder, Videos, Modelle von Hitlers Bunker und so weiter.  Ich kann den Audioguide nur empfehlen. Er ist wunderbar, weil er Sie durch die Räume führt und Ihnen erläutert, was Sie sehen. Wenn Sie ohne Audioguide auskommen, müssen Sie eine Menge Informationen lesen und Sie werden mehr als 3 Stunden brauchen.  Wir waren ungefähr anderthalb Stunden unterwegs. Es war eine großartige Zusammenfassung mit vielen relevanten Informationen.  Wenn Sie etwas vertiefen möchten, haben Sie die Panels und können sie lesen.

500.000 Zwangsarbeiter in Berlin zur NS-Zeit

3.000 Zwangsarbeiterlager gab es in Berlin. Auf dieser Karte sind 1.400 Standorte verzeichnet. Gleich neben dem (heutigen) Tagesspiegel am Anhalter Bahnhof waren 235 Frauen und Kinder im Hotel Königgrätzer Hof als zivile Zwangsarbeiter eingesetzt und einige Schritte weiter bei Siemens wurden 60 Frauen und Männer aus Frankreich, Belgien und der Sowjetunion zur Arbeit gezw. Nicht verzeichnet sind auf diesem Plan die Zwangsarbeiter, die den Anhalter Bunker bauten. Sie kamen aus Polen, Frankreich und den Niederlanden.

Dr. Christine Glauning, Leiterin des Dokumentationszentrums NS-Zwangsarbeit: „Fast an jeder Ecke Berlins befand sich ein Zwangsarbeitslager. Nur an wenigen Orten erinnern bauliche Relikte an die Existenz dieser Unrechtsorte. Die Datenbank will die Allgegenwart dieser Lagerorte deutlich machen und anregen, im eigenen Kiez auf Spurensuche zu gehen.“ 

Die Lagerdatenbank für Berlin und Umgebung ist unter https://www.ns-zwangsarbeit.de/recherche/lagerdatenbank/ erreichbar.

Sven Felix Kellerhoff — der Einzige, der hier drehen darf

Sven Felix Kellerhoff ist der Einzige, der am Modell des Führerbunkers drehen darf. Er ist wissenschaftlicher Berate der Dokumentation „Hitler – wie konnte es geschehen“ und Autor des Buchs „Hitlers Ende im Führerbunker“ aus dem Berlin Story Verlag. Sein Beitrag wird in der neuen Reihe mit Videos in WELT-Geschichte erscheinen. Das Modell ist einzigartig. Es wurde für den Berlin Story Bunker gebaut von der Filmarchitektin Monika Bauert.

Enno Lenze in Mossul

Enno Lenze war heute in der völlig zerstörten Stadt Mossul im Norden des Irak. Hier ist sein Bericht https://ennolenze.de/ein-tag-in-mosul/4370/ Enno ist immer wieder in der autonomen Region Kurdistan mit der Hauptstadt Erbil im Norden des Irak. Auf Twitter kann man ihm folgen. Dazu muss man nicht irgendwie angemeldet sein. https://twitter.com/ennolenze . Gesellschaftliches Engagement hört für uns nicht am Bunker auf.

Stadtmuseum Dresden – Exkursion

Friederike von Leoprechting und Wieland Giebel vor dem Stadtmuseum Dresden — gucken, wie es die anderen machen.

1848 — die Vorkämpfer für unsere heutige Demokratie. Das ging nicht friedlich ab. In Dresden, in Berlin, in vielen Städten Europas gab es Tote. In Erinnerung an diese Kämpfe möchten wir einen Gedenktag in Europa am 18. März (1848).

Richard Wagner — er war in Dresden 1848 mit auf den Barrikaden.

Bio damals.

Weihnachtskugeln mit Hakenkreuz.

Der Sozialismus wird siegen.

Defätismus

Die Brühlschen Terrassen an der Elbe.

Wir müssen leider draußen bleiben — das Militärhistorische Museum in Dresden, MHM.

„Warum ich Nazi wurde“ am Sonnabend 15. Februar in Hagen

Sven Söhnchen liest am Samstag, dem 15. Februar 2020 in Hagen aus dem Buch „Warum ich Nazi wurde“ von Wieland Giebel.

First party, then in the bunker

They came to Berlin to party and finally ended up in the bunker at „Hitler – how could it happen“. It’s not unusual for us. It’s been happening again and again for years. People are not one-dimensional.

Sie kamen nach Berlin, um Party zu machen und landeten schließlich im Bunker bei „Hitler – wie konnte es geschehen“. Für uns ist das nicht ungewöhnlich. Es passiert seit Jahren immer wieder. Menschen sind nicht eindimensional.