Berlin Story Verlag — neu im Oktober: 1945 – Preußen – Akzisemauer – Fluchthelfer – Räte Republik Westberlin

Eine Backpfeife für den kleinen Goebbels, Johanna Ruf

2. Auflage soeben erschienen
Preis: 12,95 €

Heute lebt Johanna Ruf in einem Seniorenheim in Berlin. Neulich am 1. September war sie ausführlich im Fernsehen. Überhaupt, nachdem dieses Tagebuch von ihr im Berlin Story Verlag erschienen ist, hat sich ihr Leben geändert. Jetzt ist wieder richtig was los. Immer wieder kommen Leute vom Fernsehen aus unterschiedlichen Ländern und drehen mit ihr, der letzten Überlebenden aus dem Lazarett vor dem Führerbunker. Andere wollen Autogramme. Davon raten wir strikt ab. Nur nicht. Was sind das für Typen?

Johanna Ruf ist die Zeugin des Untergangs. Im Anhalter Bahnhof versorgte sie Flüchtlinge. Im Lazarett Soldaten. Sie trifft die Goebbels-Kinder und hastet durchs Granatfeuer.

Die Tagebücher des Grafen Lehndorff
Neue ISBN 978-3-95723-169-7
Neuer Preis: 49,95 €
Dieses Buch gibt es bei uns seit 2007. Es erschien in zahlreichen Auflagen. Wer sich mit Friedrich dem Großen und seinem Hofstaat beschäftigt, für die oder den ist dieses Tagebuch eine der wertvollsten Quellen.

»Der König ist bei seinem Souper in der Laune, daß er auf alle Welt schilt; so sagt er zum alten Grafen Podewils, daß es für einen Staatsminister eine Schande sei, am hellen Tage in ein Bordell zu gehen

Ernst Ahasverus Heinrich Graf von Lehndorff wurde 1745 von Friedrich II. an den Hof gerufen, im Alter von 19 Jahren. Als Kammerherr von Königin Elisabeth Christine und engster Vertrauter der königlichen Familie führte er ein geheimes Tagebuch, respektloser als Sophie Marie Gräfin von Voß,  reicher an Details als Dieudonné Thiébault (beide ebenfalls erschienen im Berlin Story Verlag).


Die Berliner Akzisemauer, Helmut Zschocke

erscheint Mitte Oktober, 3. Auflage,

ISBN 978-3-95723-096-6
Preis: 24,95 €
Das Buch kostet momentan gebraucht 294,90 € plus 6,95 € Porto. Kein Witz. Sie können ja mal bei Booklooker gucken. Die Nachfrage nach dem Buch über die erste Berliner Mauer ist so groß, dass wir nachdrucken.
Diese Mauer war auch »die« Mauer, von 1735 bis 1869. Die Berliner AKZISEmauer war 134 Jahre lang Zollgrenze für das Säckel der Herrschenden und gegen die Schmuggler. Darüber hinaus war sie Militär- und Polizeimauer. Schließlich wurde sie abgerissen. Danach hat kein Berliner Bauwerk eine solche Karriere gemacht wie ihr einziges noch erhaltenes Tor – das Brandenburger Tor.

 


Fluchthelfer, Klaus-M. v. Keussler, Peter Schulenburg
erscheint Ende Oktober neu
ISBN 978-3-95723-013-3
Preis: 19,95 €

Einen Tunnel gruben sie in Sichtweite des Berlin Story Verlags von West nach Ost. Das klappte trotz enormen Aufwands nicht – aufgrund der Mauern des Kanals.

Aber 57 Menschen flüchteten 1964 durch einen Tunnel in der Bernauer Straße in den Westen. Unter dem Namen »Tunnel 57« ist das spektakulärste Vorhaben der Fluchthelfergruppe um den Jenenser Wolfgang Fuchs in die  Geschichte eingegangen.

Klaus-M. von Keussler und Peter Schulenburg waren damals 23 Jahre alt. Nach der Vorlesung an der Freien Universität fahren sie zum Tunnelgraben. Woher das Geld nehmen für Werkzeug, Schippen, Kabel, Birnen, Essen?
Wie gelangen die Abstützbalken in den Keller? Schießen die Grenzposten, wenn etwas schief geht? Brauchen wir Waffen? Wie erkennt man Spitzel?


RRWB – Räterepublik Westberlin

Graphic Novel

Jörg Ulbert (Autor), Jörg Mailliet (Illustrator, Thomas Jaedike (Autor)

erscheint Ende Oktober 2019

ISBN 978-3-95723-137-6
Preis: 29,95 €
Wenn es anders gekommen wäre, wenn die Linke damals an die Macht gekommen wäre: Eine Reise durch eine alternative Vergangenheit: Ein Jahr nach dem Mord an Benno Ohnesorg im Juni 1967 ist West-Berlin eine Räterepublik. Unter Führung von Horst Mahler, Rudi Dutschke und Otto Schily hat sich die Studentenbewegung weiter radikalisiert und den Klaus-Schütz-Senat weggeputscht.

Lange Haare, faire Löhne, freie Liebe. Die Räterepublik West-Berlin, RRWB, will beweisen, dass Basisdemokratie kein Hirngespinst bleiben muss. In heller Panik verlassen die alten Eliten den Westteil der Frontstadt; Zehntausende Hippies rücken nach.

Die Brücke, die uns verbindet

Hitler geschrumpft — Visit Berlin vs Berlin Story Bunker

Im Checkpoint schreibt Anke Myrrhe heute über die Fortsetzung der Geschichte zwischen Visit Berlin und dem Berlin Story Bunker. Es geht um eine Anzeige auf einem Stadtplan, die sich da irgendwie draufgemogelt haben muss, denn vor Druck hat sie offenbar Keine oder Keiner wahrgenommen. Die Zahlung dafür wurde aber angenommen :)

Jetzt sollen 200.000 Stadtpläne entsorgt werden. Den ganzen Hintergrund von „Die Geschichte entsorgen – Werbung einstampfen“ finden Sie hier …

So sieht der inkriminierte Stadtplan aus:

 

„Alles wieder im Bunker. Enno Lenze, Betreiber des Berlin Story Museums am Anhalter Bahnhof, und Visit-Berlin-Chef Burkhard Kieker haben sich wieder vertragen. Der Streit um einen zu großen Werbeschriftzug für Lenzes Hitler-Ausstellung (CP vom 25.9.) auf Kiekers Stadtplänen ist ausgeräumt. Beschwerden habe es nicht gegeben, es sei eine interne Abwägung gewesen, sagte ein Sprecher gestern dem Checkpoint. „Wir haben überlegt, welche Wirkung die Anzeige haben könnte und fanden, dass in der Anzeige das Wort ‚Hitler‘ zu prominent zu sehen war. Deswegen haben wir vermutet, es könnte missverstanden werden.“ Man hat sich nun darauf geeinigt, dass das Wort „Hitler“ in kleinerer Schriftgröße abgedruckt wird. Die 200.000 gedruckten Stadtpläne mit der Anzeige wurden nicht verteilt. Lenze möchte die Pläne haben und verschenken. Dazu ist er mit Visit Berlin noch im Gespräch. „Es wäre ja unsinnig die Stadtpläne in den Müll zu schmeißen.“

Vergleicht man diese Aussage mit der vorigen, dass die Pläne seit vielen Wochen verteilt wurden, dass sich Endkunden und Kollegen beschwert haben, bleibt davon nichts. Gar nichts. Man könnte sagen, das war an der Wahrheit haarscharf vorbei. Der Plan wurde noch gar nicht verteilt, was nichts mit dieser Anzeige zu tun hat. Endkunden können sich also nicht beschwert haben. Und Kollegen hätten sich nicht beschwert, teilte ein Sprecher von Visit Berlin gestern dem Tagesspiegel mit – siehe oben.

Es hat sich bei uns noch nie jemand über diese Werbung beschwert. Die Besucher kommen ja gerade, weil sie wissen wollen, wie es geschehen konnte. Hitler ist die bekannteste deutsche Persönlichkeit weltweit, ob uns das passt oder nicht. Leute finden vielleicht Deutschland nicht auf dem Globus oder einer Weltkarte, aber sie wissen, wer Hitler ist. Sie wissen, welche Verbrechen von Deutschland unter seiner Führung ausgegangen sind – und können es nicht verstehen, nicht in Beziehung setzen zu dem Deutschland und dem Berlin, das sie kennen. Die Änderung der Anzeige beruht also nicht auf tatsächlichen Beschwerden, sondern auf einer Spekulation „welche Wirkung die Anzeige haben könnte.“

Um was geht es eigentlich?

So sah die Anzeige ursprünglich aus:

Und so könnte sie demnächst mit geschrumpften Hitler aussehen:

 

Der letzte Tag der DDR — 2. Oktober 1990