„Warum ich Nazi wurde“ – Lesung von Sven Söhnchen in

In der WAZ berichtet Yvonne Held über die Lesung von Sven Söhnchen im Gemeindehaus der Ev. Kirchengemeinde Rüdinghausen:

Ich danke Sven Söhnchen und Björn Nonnweiler für ihre sagenhafte Initiative, ständig weiter diese furchtbaren Dokumente früher Nazis aus Theodore Abel, „Warum ich Nazi wurde“ vorzustellen.

Revolutionäre Lieder singen am 18. März am Brandenburger Tor

Wir erinnern an den Aufstand des Bürgertums gegen den König, gegen das verknöcherte Preußen, für Demokratie, Pressefreiheit UND allgemeine Volksbewaffnung.

Volker Schröder, heller Mantel, hat eingeladen – wie seit 40 Jahren. Der 18. März sollte europäischer Feiertag werden, weil 1848 in allen bedeutenden Städten revolutionäre, militante Kämpfe stattfanden. In Berlin wurden 186 Menschen vom Militär des Königs erschossen. Es spricht Renate Künast, deren Partei (Grüne) sich ebenso gegen den 18. März als Feiertag in Berlin ausgesprochen hat wie Petra Pau (Linke), die dann drankommt.

An dieser exhibitionistischen Aktion unter schwarz-rot-goldener Flagge direkt am Brandenburger Tor scheint sich der Bürgermeister von Berlin Mitte, Stephan von Dassel (Grüne), einer der Anwesenden und hier zuständig, nicht zu stören.

Aus dem Gästebuch — aktuell

Enno Lenze berichtet vom Kampf gegen den IS aus Kurdistan — Into the fire

Into the fire: Inzwischen kann ich nach Rücksprache mit den Beteiligten jetzt während meines aktuellen Besuchs von Kurdistan über einen der einschneidendsten Einsätze gegen den IS schreiben, den ich kenne:
„Mitten in der Nacht klopfte es an meiner Tür. „Ghost“ kam rein, in voller Montur. An seiner Seite hing das M4 Sturmgewehr, an der Brust eine Glock und daneben sechs Magazine für das M4. Am Helm konnte ich im Gegenlicht das Nachtsichtgerät erkenne. „Bro! We‘re going into the fire. Your chance“ („Kollege! Wir gehen ins Feuer. Deine Chance“). Wenn einem der Ausbilder der Spezialeinheit in Hörweite der IS-Front so etwas sagt fragt man sich: Die Chance auf was? Auf die Beste Story im Leben? Oder auf die letzte? …

Weiter geht es hier bei Enno Lenze …

Selten hat mich eine Ausstellung dermaßen in den Bann gezogen

Sehr geehrtes BerlinStory-Team, am vergangenen Sonntag habe ich mit meinem Sohn die Ausstellung „Hitler – Wie konnte es geschehen“ im Berlin Story Bunker unter zu Hilfenahme von Audio Phones besucht.

Normalerweise bin ich es leid, Bewertungen nach Besuchen, Inanspruchnahmen von Services oder Hotelübernachtungen vorzunehmen. Doch nach dem Besuch dieser Ausstellung fühlte ich das dringende Bedürfnis, Ihnen sofort ein dickes Lob zu übermitteln. Ich ziehe absolut den Hut vor dieser wunderbaren Ausstellung, die mit so viel akkuratem Sachverstand, fundierter Recherche und einem Blick auf eine packende visuelle Umsetzung all der geschichtlichen Daten, Quellen sowie dem zur Verfügung stehenden Bild- und Tonmaterial, realisiert wurde. Selten – eigentlich nur zweimal im meinem Leben – hat mich eine Ausstellung, noch dazu eine mit geschichtlichem Bezug so dermaßen in den Bann gezogen, dass ich buchstäblich die Zeit vergessen habe. Man wurde wie von einem unsichtbaren Sog von einem Raum in den nächsten gezogen. Das passiert selten, sehr selten.

Mein Sohn und ich, wir haben beide nach über 4 Stunden Aufenthalt, erstaunt festgestellt, dass uns komplett entgangen war, wie viel Zeit wir im Berlin Story Bunker verbracht hatten. Die Aufbereitung des Themas ist wirklich in jeder Beziehung gelungen, einfach großartig. Und die Frage „wie konnte es geschehen?“ ist, wie wir betroffen feststellten, nach dem Besuch der Ausstellung so einfach nicht zu beantworten.
Herzlichen Dank für die Umsetzung eines solchen Mammutprojektes!
Freundliche Grüße, Ulli aus Frankfurt

Wieland Giebel nächste Woche in der Universität Aberdeen [1495]

Auf Einladung von Prof. Thomas Weber spricht Wieland Giebel in der kommenden Woche in der Universität Aberdeen auf dem Workshop zu Hitler im Film.

Aktion 18. März — Empfang zu 40 Jahre im Abgeordnetenhaus von Berlin

Volker Schröder ist das Herz und die Seele der „Aktion 18. März“. Es geht darum, diesen revolutionären Tag in ganz Europa zum Feiertag zu erklären. Seit 40 Jahren arbeitet Volker Schröder daran. Heute wurden er und die Aktion auf Einladung des Präsidenten des Abgeordnetenhauses von Berlin im Festsaal des Berliner Parlaments gewürdigt.

1978, als er damit anfing, gab es noch zwei deutsche Staaten, es gab die „Liga gegen den Imperialismus“ und auch die Grünen, die aber noch nicht dabei waren. Damals brachte Volker Flugblätter in die DDR. Revolution? Schwieriges Thema für die Genossen drüben. So richtig dagegen sein konnten sie ja nicht …

Einiges wurde erreicht. Der Platz am Brandenburger Tor heißt schon lange „Platz des 18. März“. Eingebracht hatte den Antrag in der Bezirksverordnetenversammlung Mitte Volker Hobrack – heute Vorsitzender des Bürgervereins Luisenstadt am Engelbecken, am Berlin Story Verlag.

Wir sehen uns am Montag, dem 18. März 2019 um 15 Uhr am Brandenburger Tor und singen laut unter schwarz-rot-gold revolutionäre Lieder. Kommt massenhaft!

 

So war es 2008: Die Historiale, heute im Berlin Story Bunker, schlug „Die Schlacht um die Königsbarrikade auf dem Alexanderplatz“ mit Fernseh-Liveübertragung, ein Theaterstück im Roten Rathaus, etwa 100 Führungen und Veranstaltungen sowie die Aufbahrung der 186 Toten der Revolution auf dem Gendarmenmarkt.

2008. Die preußischen Truppen feuern auf die Aufständischen Bürger. Das Bürgertum will etwas zu Sagen haben. Die Bürger schaffen den Wohlstand, der Adel verprasst ihn.

2008, März. MitarbeiterInnen der Berlin Story tragen ehrenamtlich die Historiale, das größte Geschichtsfestival Europas. Die Historiale zur Märzrevolution, die Schlacht um die Königsbarrikade am Alexanderplatz. Live übertragen vom rbb-Fernsehen.

1848. Pressefotos für die Historiale 1848. Diese Berlinerinnen und Berliner fielen im Kampf um Rechte für die Bürger, Pressefreiheit und allgemeine Volksbewaffnung.

2008, März. Aufbahrung der 186 Märzgefallenen auf dem Gendarmenmarkt. Morgens bauen wir die Särge auf, drei LKW voller Särge. Dies ist Historiale mit den meisten Veranstaltungen.

2008, März. Eine Woche hindurch erinnern wir mit einem Theaterstück im Roten Rathaus, einer historischen Talkshow im Abgeordnetenhaus und Straßenaufführungen sowie mit etwa hundert weiteren Veranstaltungen an den Kampf für Demokratie, Pressefreiheit und Volksbewaffnung.

Bunkerchef in Kurdistan — Enno Lenze im Waisenhaus Our Bridge

Enno Lenze ist in der Autonomen Region Kurdistan im Norden des Irak im Waisenhaus OurBridge angekommen. Er wird dort zwei Wochen helfen, auf die Hüpfburg warten und die Ausrüstung für 40 kleine Fußballer, die gerade mit dem LKW von Deutschland aus dorthin unterwegs ist. Diese Sachen sind durch Ennos Spendenaktion finanziert worden. Im Waisenhaus befinden sich überwiegend Kinder von Jesiden, von jesidischen Familien, deren Eltern vom IS umgebracht wurden.

Wie es heute morgen in der ersten Pause im Waisenhaus aussah, welche Freude ein Luftballon bereitete, ist in diesem Stream zu sehen.

Den Berichten von Enno kann man auf Twitter folgen. Dafür muss man nicht „auf Twitter sein“.

Enno Lenze war während des Kriegs gegen den IS mehrmals mit und bei Peschmerga an der Front, ist vom IS beschossen worden und berichtet in seinem Buch Fronturlaub darüber, hier zu bestellen.

 

 

 

 

 

 

 

 

«There’s No Business Like Show Business» — aber ohne Hitler

Der Schweizer Nationalzirkus Knie feiert seinen hundertsten Geburtstag mit einem Musical, verschweigt auch die braune Zeit nicht, macht daraus sogar eine dramatische Geschichte – die leider nicht stimmt.

„Ein Tusch auf diese Menschen! Denn sie alle schufen um sich eine Welt von Sensationen: mit Gauklern, Artisten und Clowns, mit Pferden, Elefanten und Tigern, mit Luftnummern und auch Shows unter Wasser … Rolf Knie, Jahrgang 1949, Ur-ur-ur-Enkel des Urvaters Friedrich Knie, bringt die Geschichte einer Dynastie auf die Bühne.

Gute Zeiten hat der Zirkus gehabt. Und auch schlechte Zeiten. Den schwärzesten Moment in der Geschichte beschreibt ein Kapitel, es heißt «Auftritt vor Hitler». Rolf Knie hat von dieser Episode erzählt, wie sein Vater, Fredy Knie sen., «von der deutschen Propaganda gezwungen wurde, in Berlin aufzutreten, vor Adolf Hitler». Das sei die Bedingung gewesen, damit Deutschland wieder Artisten in die Schweiz lasse. Ohne Polo Rivel, La Tirana oder Miss Rosita hätte der Zirkus seinen Betrieb einstellen müssen. Und wirklich: Die Affiche für Dezember 1943 im Berliner Wintergarten verzeichnet: «Fredy Knie, Kunstreiter».

Wie war das aber mit Hitler? Und dem verweigerten Handschlag seines Vaters, von dem Rolf Knie erzählt? Kurzes Mail an Harald Sandner, der ein Itinerar über Hitlers Wege angelegt hat, akribisch sind dort alle Stationen verzeichnet. Die Antwort: «Ihre Frage ist schnell mit einem klaren Nein zu beantworten. Selbst wenn Hitler in Berlin gewesen wäre, was nicht der Fall war, wäre er nicht mehr in den Wintergarten gegangen.»

Die ganze Geschichte ist hier im Tagesanzeiger zu lesen, aber leider nur im Abo.

Es una magnífica vista de la historia

Magnífico reportaje de la historia 
Es una magnífica vista de la historia,tras esta visita se entienden más ciertos momentos de la vida e historia de Hitler.