Constanze Manziarly — „Spaghetti mit einer leichten Tomatensauce“


Constanze strahlt in die Kamera. Am 3. Juni 1944 bereitet sie als Diätköchin von Adolf Hitler in der Küche sein Menü vor – Gretl Braun heiratet, die Schwester von Eva Braun.

Gretl wurde nach der Eheschließung Hitlers und ihrer Schwester Eva dessen Schwägerin. Lange hielt Hitlers Ehe nicht, weil es eine Art Kurzehe von 38 Stunden war, dann begingen beide Selbstmord. Vorher ließ Hitler aber noch Gretls Mann erschießen, SS-Gruppenführer Hermann Fegelein.

Zurück zu Constanze: Sie gilt seit dem 2. Mai 1945 als verschollen. Sie war 25 Jahre alt. Man weiß nicht, was mit ihr passierte. Ein Russe griff sie auf. Das ist die letzte Beobachtung. Constanze schrieb viele Briefe. Daraus lässt sich ihr Leben einigermaßen rekonstruieren. Auch sonst finden sich erstaunliche Quellen. Das Buch dazu erscheint 2019 im Berlin Story Verlag.

„Spaghetti mit einer leichten Tomatensauce“ servierte sie Hitler am 30. April 1945 als Henkersmahlzeit.

Peer Steinbrück im Berlin Story Bunker

Peer Steinbrück: „Dieser Ort macht demütig. Mir war nicht klar, wie viel Arbeit sie in diesen Bunker gesteckt und wie viel Geld sie in die Hand genommen haben – und alles als Ehrenamt. Das ist eine hochinteressante Darstellung der Zeitgeschichte.“

Peer Steinbrück sah sich zwei Stunden im Bunker um, in der Dokumentation „Hitler – wie konnte es geschehen“, in der Dokumentation Führerbunker, im Berlin Story Museum und in den historischen Räumen, die wie 1945 wirken.

Er beschäftigte sich lange mit dem Hitler-Itinerar.

Wir hatten bisher noch keinen Besucher mit so fundierten Kenntnissen über den Nationalsozialismus – außer vielleicht zwei, drei Historiker.

12 Stunden Lesung —- Abel „Warum ich Nazi wurde“



https://www.staatstheater-darmstadt.de/

Sexuelle Belästigung im Bunker?

Die gucken mich an, als hätte ich nicht alle Tassen im Schrank oder lachen sogar über mich – so wie man über einen etwas verstörten älteren Herren lächelt. Sexuelle Anmache? Hier bei uns? Wer denn?

Aus relativ aktuellem Anlass wollte ich, nein bin ich meiner Fürsorgepflicht als Arbeitgeber nachgekommen und habe jede Mitarbeiterin und jeden Mitarbeiter – kann ja auch sein – einzeln befragt, ob es blöde Anmache, sexuelle Bemerkungen oder gar Übergriffe gibt. Ob möglicherweise unangenehmes oder unangemessenes Verhalten vorkomme. Und wenn es nicht andere Vorgesetzte oder Kolleginnen und Kollegen waren, sondern ich selbst? Dann bitte das Gespräch mit jemand anderem aus der Leitungsebene suchen.

Ich habe das alles so schön erläutert, aber bei jedem einzelnen Gespräch stieß ich auf Verwunderung, Lachen (nicht hilflos, sondern verständnislos) und selbstbewusstes Auftreten, dass so was doch gar nicht in Frage komme. „Noch nie gemobbt, immer Hilfe von allen Seiten.“ – “ Keine einzige schlechte Erfahrung.“ – „Ich kann mich doch wehren.“ – „Wie man sich das gefallen lassen kann, verstehe ich nicht.“

Viele der jungen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben schon eine Menge Jobs gemacht, kommerziell und ehrenamtlich. Sie kennen sich aus in den Beziehungen von Kollegen untereinander. Deswegen freute mich besonders, dass es ungefragt mehrmals zu der Bemerkung kam, dass das Arbeitsklima bei uns besonders gut ist. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter übernehmen ein hohes Maß an Verantwortung, arbeiten im Service Hand in Hand, müssen sich sehr flexibel und schnell austauschen, eigene Entscheidungen treffen. „Wir wissen sehr viel mehr von uns untereinander, privat und Studium, als ich es aus anderen Job kenne, weil hier viel  und gut kommuniziert wird.“

Demo der FSJ-Leute

„Mehr Einsatz für unseren Einsatz“ fordern 150 (meist junge) Menschen, die trotz der Kälte durch Berlin ziehen. Das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) gibt es nun seit vielen Jahren, die Umsetzung wird immer wieder kritisiert. Auf dieser Demonstration wird ein kostenloses Nahverkehrsticket für alle Freiwilligen gefordert.
 
„Demos in Berlin“ ist seit 25 Jahren eine Serie in unserem Blog. Es kommen dauernd welche bei uns Vorbei.