Räterepublik West-Berlin — Wenn 1968 die Linken an die Macht gekommen wären — im Herbst im Berlin Story Verlag



 

Es hätte auch anders kommen können. Damals, 1968. Was wäre, wenn die Linken nach der Schlacht am Tegeler Weg gewonnen hätten? Jörg Mailliet, der Illustrator der Grafischen Erzählungen „Gleisdreieck“ und „Westend“ arbeitet an einer neuen Geschichte von Jörg Ulbert und Thomas Jaedicke. Und die geht so:

1970. Die Studentenrevolution ist geglückt. Westberlin ist zur unabhängigen Räterepublik, RRWB, geworden. Die Stadt verändert sich rasant und zieht Linksradikale aus der ganzen Welt an. Doch die neue Regierung steht kurz vor dem Ruin. Ralf Schindralski, ein ambitionierter Wirtschaftskommissar, ist damit betraut, Bürgerhaushalte zu plündern, um damit die Finanzen der Räterepublik aufzubessern.

 

Antisemitismus-Veranstaltung der Werteinitiative

Heute lud die ‚Werteinitiative für deutsch-jüdische Positionen‘ zur Veranstaltung zum Thema Antisemitismus ein. Vor dem Podiumsgespräch zwischen dem Beauftragten der Bundesregierung gegen Antisemitismus, Dr. Felix Klein, und dem Vorstandschef der Axel Springer SE, Dr. Mathias Döpfner, richteten der Vorsitzenden der Werteinitiative Dr. Elio Adler sowie Staatssekretär Christian Lange als Vertreter der Bundesregierung mahnende Worte an die Besucher.

Schon bevor die Veranstaltung beginnt, wird einem die Bedeutung des Themas bewusst. Vor dem Eingang stehen bewaffnete Polizisten, drinnen private Personenschützer, welche Besucher begleiten. Die besonders gefährdeten Besucher sitzen zwischen ihren LKA-Beamten.

Die Positionen in dieser Runde waren klar: Christian Lange möchte, dass Kuwait Airlines die Landerechte entzogen werden, wenn sie keine israelischen Staatsbürger befördern wollen.

Dr. Klein sagt: “Wer sich antisemitisch äußert, steht abseits der Gesellschaft und muss sich dafür verantworten”. Bei der späteren Fragerunde des Publikums erklärt er, dass sein Büro bisher nur aus ihm sowie einer Sekretärin besteht und dass er keinerlei Recht hat, Menschen einzubestellen und auch kein Budget für eigene Studien oder ähnliches hat. Aber als erfahrener Beamter sichert er zu, sich diese Dinge von anderen Ministerien zu besorgen.

Dr. Matthias Döpfner zitiert zunächst Henryk M. Broder, welcher provokant aber doch gut gesonnen sagte: “Was soll ein Antisemitismus-Beauftragter machen? Darauf achten, dass die antisemitischen Spielregeln eingehalten werden? (…) So wie ein Wetter-Beauftragter das Wetter beobachtet?” Anschließend erhält Dr. Klein eine Ausgabe von Broders Werk “Der Ewige Antisemit” mit der Widmung “Möge ihnen gelingen, woran ich gescheitert bin„. Döpfner fasst die Lage aus seiner Sicht zusammen:
Wir sind am Tiefpunkt angekommen, was die Empörung über Antisemitismus angeht. Wir müssen die Flüchtlinge aufnehmen, die vor dem Krieg fliehen. Aber wenn dort teilweise Antisemitismus Staatsräson ist und sie das von klein auf lernen, dann dürfen wir uns nicht wundern, wenn sie das mitbringen. Und wir haben hier den rechten und linken Antisemitismus. Wir brauchen eine Null-Toleranz-Grenze für Antisemitismus. Das heißt nicht ‘Bei jedem neuen Fall eine neue Rede’ sondern ‘Bei jedem Fall eine Handlung!’” Döpfner erntet dafür den längsten Applaus des Abends.

Dr. Elio Adler sagt zu Dr. Klein: “Jeder Linke, Rechte und Stammtisch-Antisemit kann erklären, was genau das Problem mit den Juden ist. Das ist ja wie eine Massen-Psychotherapie, was sie da machen müssen. Können Sie das leisten? Sie brauchen dafür doch einen Expertenpool und das Budget!

Im Publikum befindet sich auch der jüdische Rapper Ben Salomo. Er berichtet kurz von seiner eigenen Erfahrung mit Antisemitismus in Deutschland und fragt: “Wie bekommen wir die Deutungshoheit über Zionismus zurück?
Dr. Klein möchte es lösen, indem man den Unterschied zwischen Antisemitismus und Antizionismus klar stellt. Ben Salomo möchte eher, dass man das Thema schon früh in der Schule aufgreift. “Wenn wir den Leuten nicht beibringen, was Zionismus und Antisemitismus ist, dann machen das Leute wie Kollegah

Charlotte Knobloch möchte von Dr. Klein wissen, wie er es mit der AfD hält. “Die AFD hat durch die Duldung antisemitischer Äußerungen stark zum Diskurs beigetragen. Es ist perfide, wie sie agiert und wir haben gesehen, wie das auf fruchtbaren Boden fällt. Wenn die AFD das Gespräch sucht, nehme ich die Konfrontation an, aber gehe nicht auf sie zu.” Es ist offensichtlich nicht, was das Publikum von ihm erwartet. Stille nach seinem Statement.

Das Schlusswort hat Rabbiner Yitshak Ehrenberg: “Dr. Klein, ich wünsche Ihnen viel Glück. Meine Erfahrung ist, dass die Leute nichts über Juden und Israel wissen. Wenn wir in der Synagoge eine Stunde mit den Menschen sprechen, gehen sie mit einem ganz anderen Bild raus. Ich habe in Frankfurt dreißig Minuten auf einer Taxifahrt mit dem Fahrer gesprochen. Er wusste vorher nichts. Am Ende sagte er, ich sei ein guter Botschafter für Israel!

Nach der ausgezeichneten zweistündigen Veranstaltung leeren sich die Reihen. Die Fahrbereitschaft des LKA fährt ihre Schützlinge nach Hause, die privaten Personenschützer geleiten ihre Klienten durch die warme Berliner Sommernacht und die anderen Gäste verlassen unter den wachsamen Augen der Polizei Berlins die Veranstaltung. Ein ganz normaler jüdischer Abend …

Pour les passionnés d’Histoire et les curieux souhaitant améliorer leur culture, ce musée est un must !

Plaque millesim 2018

Petit Futé sur BERLIN BUNKER STORY

Jouxtant la Anhalter Bahnhof dont on peut contempler la façade d’époque, le Berlin Bunker Story vous propose un voyage dans le temps. Conséquence de campagnes militaires de la Royal Air Force, Hitler décide la construction de bunkers à travers le pays et en particulier à Berlin. A l’intérieur, deux expositions sont proposées, „Hitler, how could it happen“ et „Berlin Story Museum„.

Le musée reprend d’abord l’histoire du Führer, sa jeunesse en Autriche, le choc de la Première Guerre Mondiale et les années les plus sombres après son ascension au pouvoir. La diversité des clichés et la description soigneusement détaillée donnent envie d’en savoir toujours plus. Quelques peintures d’Adolf Hitler sont également exposées ainsi qu’une reconstitution d’une pièce de son bunker. Pour les passionnés d’Histoire et les curieux souhaitant améliorer leur culture, ce musée est un must !

Enfin, le musée présente une autre exposition, plus petite, sur l’histoire de Berlin. Toutes les grandes étapes qui ont façonnées la ville vous sont racontés via des audioguides.

Informations et horaires sur BERLIN BUNKER STORY

Ouvert tous les jours de 10h à 19h. Dernière admission à 18h. Entrée „Hitler – how could it happen“ 12 €, 6 € pour le Berlin Story Museum. Ticket combiné pour les deux expositions à 13,50 €. Audioguides en français.

Demonstrationen gegen die AfD

5.000 sagt die Polizei, Gegendemonstranten 25.000 oder mehr. Ich meine, es waren 3.000 von der AfD, auf der Brücke einfach zu zählen. In diesem Fall war es nicht möglich, die Teilnehmer der Gegendemos zu zählen, weil es so viele Veranstaltungen an unterschiedliche Orten war. Ich vermute, es waren mehr.

 

Lange Buchnacht in der Oranienstraße 2018

Anke Stelling liest in der Buchhandlung Dante Connection aus ihrem Roman „Bodentiefe Fenster“. Also, wie wird das jetzt mit der besseren Welt?

Stadtrundfahrt mit Bunkertour

Diesen Sonntag ist ausgebucht, aber am kommenden Sonntag kann man noch buchen.

 

Buchen online bei bex.de/sightseeing

Hitlers Zähne — alter Wein in neuen Schläuchen

Nichts ist neu an der Geschichte mit Hitlers Zähnen, außer dass sich jemand neu profiliert hat. Sven Felix Kellerhoff beschreibt in der WELT, was wir schon wussten und um was es jetzt bei dem französischen Prof geht.

Im Kern ist es so: Hitlers Zähne landeten, nachdem er Anfang Mai 1945 vor dem Führerbunker ausgebuddelt war, in Moskau. Die Sowjets sagten den Amerikanern: Ihr habt doch Hitlers Zahnarzt, bei dem er bis 1945 aufgrund seiner schlechten Zähne dauern war. Der soll mal das Gebiss aufzeichnen. Die Zeichnung stimmte mit dem Gebiss genau überein. Fertig. Alles andere bei Kellerhoff in der Welt oder bei Harald Sandner im „Hitler-Itinerar“ oder demnächst in Harald Sandners neuem Buch „Hitler – das letzte Jahr“.

Parade der Leihfahrräder

Trotz des sehr angenehmen, sonnigen Wetters ist der Bunker voll. Davor die Parade der Leihräder. Es werden immer mehr.

Aus dem Tagesbericht der Mitarbeiterinnen im Empfang: „Ein deutscher Besucher meinte, dass der Führerbunker doch existiert. Wenn man auf die Wilhelmstraße ist, hinter dem Parkplatz, könnte man noch Teile der Wände sehen. Man könne nicht reinkommen, aber es sei nicht wahr, dass der Bunker nicht existiert.“

Es ist egal, was wir wissen. Es ist egal, was alle Historiker ohne eine einzige Ausnahme sagen. Es ist egal, wenn wir ausführlich davon berichten, wer beim Abriss dabei war. Es ist egal, wenn wir die Bücher dazu präsentieren, weil die Dokumentation wirklich nicht alles zeigen kann. Es ist egal, wenn wir das Foto des Bodenradars zeigen.

Eigentlich ist alles egal, wenn es jemand unumstößlich besser weiß. Mir tun die jungen Mitarbeiterinnen im Service unheimlich leid, dass man sie vor solchen Deppen nicht schützen kann, die meist auch nicht aufhören wollen zu missionieren.