„Hitler – wie konnte es geschehen“ von der Landeszentrale für politische Bildung als Dokumentationszentrun aufgenommen

Die Berliner Landeszentrale für politische Bildung verweist in der Auswahl der Gedenkstätten und Dokumentationszentren zur Geschichte der nationalsozialistischen Diktatur jetzt auf die Dokumentation „Hitler – wie konnte es geschehen“ im Berlin Story Bunker.

Berlin Story Bunker
Die Ausstellung „Hitler – wie konnte es geschehen“ dokumentiert an historischem Ort auf drei Etagen des Reichsbahn-Bunkers am Anhalter Bahnhof die gesamte Zeit des Nationalsozialismus bis zur bedingungslosen Kapitulation von Nazi-Deutschland am 8. Mai 1945. Die Ausstellung ist deutsch- und englischsprachig, untergliedert in 38 Abteilungen und kann selbstständig besucht werden, also ohne geführte Tour.
https://www.berlinstory.de/hitler-dokumentation/

Sightseeing Tour mit Bunker an jedem Sonntag verlängert

 

Vom 29. April bis zum 4. November 2018 bringt die wichtigste Stadtrundfahrt an jedem Sonntag die Besucher in den Berlin Story Bunker. Dort gibt es eine Spezialführung über die tragische Geschichte.

Buchen kann man gleich hier direkt bei BEX

Dr. Hubertus Knabe, Gedenkstätte Hohenschönhausen, im Berlin Story Bunker

Dr. Hubertus Knabe, Chef der Gedenkstätte Hohenschönhausen, besucht den Berlin Story Bunker und besichtigt die Dokumentation Hitler – wie konnte es geschehen. „Gratulation zu dieser Leistung!“

Deutscher Waffenexport zur Kaiserzeit

Dieser Auszug stammt aus einem der 581  Berichte, die Deutsche im Sommer 1934 (in diesem Fall datiert vom 20. August 1934) für den amerikanischen Professor Theodore Abel von der Columbia Universität New York schrieben unter dem Thema „Warum ich Nazi wurde“ geschrieben haben.

Im Alter von 17 Jahren ging der spätere Arbeitsamtsdirektor von Goslar, Stummeyer (ohne Vornamen) 1911 als Fremdsprachenkorrespondent zur Schiffswerft Holtz in Hamburg Harburg.

”Wir bauten Heckraddampfer und Kanonenboote für viele Staaten Amerikas. Tropensichere Motorboote und Küstendampfer. Polizei-, Zoll- und Schutztruppenwachboote mit Revolverkanonen und Maschinengewehr armiert fanden von hier ihren Weg in alle deutschen und fremden Kolonien, auch nach Ägypten, in die Türkei usw. Die Neger vom Missisippi sowohl wie die afrikanischen Schutztruppler und Askaris wurden hier auf der Werft als Schiffs- und Maschinenpersonal ausgebildet. Die tüchtigsten Monteure und Arbeiter der Werft zogen als Ingenieure und Betriebsleiter hinaus mit den Fahrzeugen in alle Welt. Einmal auch mit diesen hinauszuziehn wurde mein Ziel.”

Später wurde 1919 er, so beschreibt er es in seinem sieben Seiten umfasenden Bericht, in Hamburg Vorsitzender des Deutschnationalen Handlungsgehilfenverbandes:

Wer nicht Mitglied der gewaltigen roten Gewerkschaften wurde, flog auf die Straße. Als Mitglied des Deutschnationalen Handlungsgehilfenverbandes, dessen Leitung ich 1919 in Harburg übernahm, standen wir als verzweifelt kleines Häuflein gegenüber dem roten Zentralverband der Angestellten, der als Förderer der jüdischen Warenhäuser und Konzerne den größten Teil der deutschen Angestellten im Denken und Charakter verseuchte und versklavte.

Ein Häuflein Frontsoldaten unter Kapp versuchte sich dem zu widersetzen. Die rote Regierung flüchtete aus Berlin. Die Hauptmann Berthold marschierte in Harburg ein, jedoch der Kapp-Putsch misslang.

Die roten Machthaber Harburgs und Hamburgs bewaffneten den Pöbel der polnischen Hafenviertel dieser Städte und ließen trotz ehrenwörtliche Versprechen freien Abzugs die Truppe des Hauptmanns Berthold in unseren Straßen wie die Hunde zusammenschießen und ermorden. Unter den Fußtritten und Messerstichen der vertierten Weiber und Verbrecher verblutete Hauptmann Bertholt, einer der besten Fliegeroffiziere des deutschen Heeres, und manche Frontsoldat mit ihm, bevor wir es verhindern konnten. An einem mit Pferden bespannten Krankenwagen geklammert konnten wir ein junger Offizier, der mit Messerstichen traktiert an einem Baum aufgehängt werden sollte, noch ins Krankenhaus retten.

Ein unbändiger Hass gegen die jüdischen Führer dieser roten Internationalen wuchs iin uns auf. In dieser Zeit brachte ich den Mitgliederbestand des Deutschnationalen Handlungsgehilfen Verbandes von 60 auf 360 Mitglieder.

Wir jungen Frontkämpfer und Kaufleute kam zu der Überzeugung, dass das deutsche Volk aus diesem Unglück nur mit Waffengewalt befreit werden können.”

Abel #32, Stummeyer, geb. 1894, NSDAP 106903

Mehr zum Hintergrund des Hamburger „Blutsonntags“ beim NDR …

Das Buch über die 581 Berichte „Warum ich Nazi wurde“ erscheint in diesem Sommer, herausgegeben von Wieland Giebel

Wo Hitler Selbstmord beging

Das ist der Raum, in dem Hitler sich umbrachte, um sich der Verantwortung zu entziehen, um „nicht bei Stalin in Moskau in einem Käfig ausgestellt zu werden.“ Es ist natürlich nicht der echte Raum, sondern eine symbolische Rekonstruktion.
Wir haben dieses Foto gemacht, damit man sieht, wie das mit dem AudioGuide funktioniert. Die Informationen zum Ende Hitlers sind nämlich auf dem AudioGuide ausführlicher als die Informationstafeln.

Adlon — die Concierge zu Besuch im Berlin Story Bunker

Lieber Berlin Story Bunker, sehr geehrter Herr Giebel, gern wollen wir uns noch einmal für den netten Empfang im Bunker bedanken.
Die Ausstellung, welche Sie konzipiert haben, ist der Wahnsinn, da sie wirklich ins Detail geht und auch Dinge benennt, welche vorher nicht bewusst sind.
Wir haben den Besuch wirklich extrem interessant gefunden und werden Sie weiterempfehlen.
Danke nochmal. LG, Concierge Team

Heiko Maas heute in Yad Vashem