Uniformen — schneidig und chick

An dieser Ausstellungstafel in „Hitler – wie konnte es geschehen“ entspannte sich auch heute wieder eine Diskussion unter einer Gruppe von Italienerinnen über die ansprechenden, eleganten Uniformen der Nationalsozialisten.

 

In der Dokumentation wir nicht darauf hingewiesen – es ist aber so , dass der Markenhersteller heute immer noch oder immer stärker im Modegeschäft tätig ist.

 

Woher die Abbildungen unten stammen, weiß ich nicht. Die Uniformen jedenfalls sind keine Phantasieuniform. Boss hat die Uniformen jedoch nicht entworfen. Seine mittelständische Firma war Schneiderei, er wurde später als Mitläufer eingestuft. Das Unternehmen selbst hat ausführlich über diese Zeit forschen lassen.

 

 

Arbeiten, wo andere Urlaub machen — schöne Grüße vom Berlin Story Verlag

Am Engelbecken chillen, dem Schwanenpaar mit den sechs jungen Schwänen zu sehen, Touristen vorüber ziehen lassen … so verbringen wir unsere Tage – am liebsten im Kaffee am Engelbecken mit dem wundervollen Rote Johannisbeer-Kuchen mit Baiser.

Im Druck ist das Tagebuch von Johanna Ruf aus dem Jahr 1945, als sie 15 Jahre alt war. Es muss Ende diesen Monats da sein, weil die kleine Johanna dann 88 Jahre alt wird. Es geht darum, wie sie dem kleinen Goebbels eine geklatscht, hat, weil er so frech war.

 

Am Rand von Berlin ist im Druck und kommt auch diesen Monat, das wundervolle und zugleich anspruchsvolle Buch von Rainer A. W. Peters über die Gegenden von Berlin, die noch nicht von Touristen erobert wurden.

 

Als nächstes könnte dann ein Buch über den Bunker kommen „mit alles“, also Bunker, Berlin Story Museum und „Hitler – wie konnte es geschehen“ einschließliche einem interessanten „Making of … der Projekte.

 

 

 

„Lange Nacht der Unterwelten“ am 17. Juni von 17 bis 2 Uhr

Der Berliner Unterwelten e.V. wurde 1997 von elf Unterweltenfans rund um den Stadt- und Regionalplaner Dietmar Arnold gegründet. Ihr Ziel – und der Vereinszweck – war und ist es, den Berliner Untergrund nicht nur zu erforschen und zu dokumentieren, sondern die Ergebnisse und Orte auch für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen und künftigen Generationen zu erhalten. Dies geschieht seit dem Jahr 2000 im Rahmen von Seminaren und Führungen durch Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg, aber auch durch Anlagen ohne militärischen Hintergrund. Bei letzteren sind Exponate der innerstädtischen Rohrpost, unterirdische Brauereirelikte u.v.m. zu sehen. Die Berliner Unterwelten sind heute ein fester Bestandteil der Berliner Kulturlandschaft, im Jahr 2016 wurden rund 335.000 Besucher gezählt. Der seit 1999 gemeinnützige Verein finanziert sich von jeher ausschließlich selbst. Er ist heute Arbeitgeber für 50 feste und über 100 freie Mitarbeiter und zählt über 490 Mitglieder.

Weyhausen – Christian Albinus Oberschule im Bunker

Zu einer Tour durch den Berlin Story Bunker mit Führung durch die historischen Bunkeräume und die Dokumentation Führerbunker kamen heute Schülerinnen und Schüler der Christian Albinus Oberschule aus Weyhausen.

 

Auf dem Programm stand eines der wichtigsten Vorhaben der Schule, nämlich demokratisches und respektvolles Miteinander einüben.

Wer war Hitler – siebeneinhalb Stunden Dokumentation

Weltpremiere des Films von Hermann Pölking: „Wer war Hitler“ am Samstag, 24.06.2017, 10:00 Uhr (460 Min.)
HFF Kino 1, Hochschule für Film und Fernsehen in München.

 

Während Hitler und die Zeit des Nationalsozialismus im deutschen Fernsehen regelmäßig in allen erdenklichen Facetten dokumentarisch abgehandelt werden, bietet ein Kinodokumentarfilm ganz neue Möglichkeiten, sich dem Phänomen anzunähern. WER WAR HITLER unterscheidet sich von bisherigen Produktionen durch zwei besondere Merkmale: die Auswahl der Quellen und die Erzählweise.

Grundlage des Films von Hermann Pölking war eine der umfangreichsten Archivrecherchen, die jemals für eine TV- oder Kino-Dokumentation betrieben wurden. Mehr als 120 Archive in 14 Ländern wurden ausgewertet, 850 Stunden Film gesichtet, mehr 100 Stunden Material neu abgetastet, restauriert und technisch bearbeitet. Die meist tonlosen Filmquellen wurden originalgetreu nachvertont, um eine historisch adäquate Atmosphäre herzustellen. 125 Sprecherinnen und Sprecher geben die Zeugnisse wieder.

WER WAR HITLER verzichtet gänzlich auf derartige Interviews mit Experten oder Zeitzeugen und setzt den erklärenden Kommentar nur sehr sparsam ein, um maßgebliche Hintergrundinformationen zu liefern. Ansonsten beschränkt sich der Film auf Originalzitate, Reden und Schriften von Hitler und seinen Zeitgenossen. So ergibt sich das unkommentierte Panorama einer Ära, das die Zuschauer sich selbst erarbeiten können.

Gleichwohl wird deutlich, was Hitler, seine Anhänger und Wähler, aber auch seine Gegner prägte und bewegte. Einfache Leute aus aller Welt kommen ebenso zu Wort wie Staatsmänner und Schlachtenlenker; Nationalsozialisten, Konservative, Christdemokraten, Liberale, Sozialdemokraten und Kommunisten sind zu hören. Ein Kaleidoskop entsteht aus Meinungen und Ansichten von Mitläufern, von Profiteuren und Mittätern, von Opfern und Gegnern.

 

Früh am Morgen … steigern wir das Bruttosozialprodukt

Wenn früh am morgen die Werksirene dröhnt
Und die Stechuhr beim Stechen lustvoll stöhnt
In der Montagehalle die Neonsonne strahlt
Und der Gabelstaplerführer mit der Stapelgabel prahlt

Sechs Jahre Gabelstapler, jetzt Bunker.

 

Nazis ohne Fußbodenheizung

Leider haben die Nazis im Bunker keine Fußbodenheizung eingebaut. Deswegen empfiehlt es sich, richtige Schuhe anzuziehen. Nicht wegen der Sicherheit – da ist alles ok. Wenn man von draußen aus sommerlicher Hitze kommt und sich dann mehrere Stunden im kühlen, nicht kalten Bunker aufhält, fühlt sich der Temperaturunterschied groß an. Und bei unserem Thema Nationalsozialismus kommt eher ein Frösteln …

 

Und sonst so? Die Besuchsdauer von „Hitler – wie konnte es geschehen“ liegt weiterhin bei zweieinhalb Stunden und geht bis zu vier Stunden.

 

Zeigen wir zu viel? „Nein! Wir haben zu wenig Zeit. Es soll so bleiben.“

 

Ein zwölfjähriges Mädchen: „Weil der Holocaust so war, sollen die Fotos so bleiben. Ich muss ja nicht überall so genau hingucken.

 

Ohne Werbung und ohne dass wir irgendwo – außer in diesem Blog – bekannt gegeben haben, dass „Hitler – wie konnte es geschehen“ geöffnet ist, haben wir zu Pfingsten einen nicht erwarteten Besucheransturm.