Wie lange braucht man, um ein Museum zu planen?

Von Ende November 2016 stammt die rote Linie, der Besucher-Flow, die Besucherführung in einem Stockwerk. Die Besucher werden über drei Ebenen des Berlin Story Bunkers geführt. Anfang diesen Jahres teilten wir die Inhalte auf. Dann wurden die „Leuchttürme“ tatsächlich zuerst produziert und gehängt, die wichtigsten Ereignisse. Um diese herum entwickelt sich die Geschichte.

Im Herbst 2016 wurden die Räume auf drei Etagen freigemacht. Die „Dokumentation Führerbunker“ konnte Ende Oktober 2016 vorab eröffnet werden. Sie ist heute Endpunkt der Hitler-Dokumentation, der Ort, an dem der Diktator Selbstmord beging.

Am 2. Januar 2017 schlossen die drei Läden der Berlin Story Unter den Linden. Dann war Zeit für die Entwicklung der Dokumentation „Hitler – wie konnte es geschehen“ vorhanden. Geöffnet ist die Dokumentation auf etwa 2.500 Quadratmetern seit Ende Mai 2017.

Das war in so kurzer Zeit möglich, weil ein extrem gutes und eingespieltes kleines Team  zu Werke ging; weil die Vorarbeiten im Verlag und durch die vielen bisherigen Ausstellungen intensiv waren; weil die wissenschaftliche Beratung auch nachts und am Wochenende und ohne Tarifurlaub tätig war; weil die Handwerker die Konzeption verstanden und nicht für jede Ausstellungstafel einen Aufriss brauchten.

Momentan arbeiten wir einem Buch zum Bunker, zum Berlin Story Museum, zur Hitler-Dokumentation sowie zum „Making of …“ von alledem. Dafür kramten wir diesen Plan hier heraus.

 

 

Tripadvisor Zertifikat für Exzellenz für Berlin Story

Tripadvisor verleiht und das Zertifikat für Exzellenz. „Wir freuen uns, bekannt geben zu dürfen, dass Berlin Story Museum mit einem Zertifikat für Exzellenz 2017 ausgezeichnet wurde. Dieser Gewinn basiert auf den fortwährend großartigen Bewertungen, die Sie auf TripAdvisor erhalten haben. Es werden nur ausgewählte Unternehmen mit einem Zertifikat für Exzellenz ausgezeichnet.“

Primstens. Danke.

Jetzt sollen wir einen Zettel bestellen, den wir an den Bunker kleistern können, dass wir super sind. Das kann aber bis zu acht Wochen dauern. Wir kommen auch so klar …

Grüne Stadträtin Sabine Weißler kümmert sich um nichts — das Engelbecken verkommt

Das Schwanenhaus ist nicht erneut umgekippt worden, dies ist ein Symbolbild – aber das Engelbecken kippt insgesamt um.

Darauf weisen Anwohner hin und bitte die zuständige Stadträtin Sabine Weißer (Grüne) um Hilfe. Im vergangenen Jahr gab es von ihr einfach gar keine Antwort, in diesem Jahr auch nicht, aber zum Glück stiegen die Medien ein, erst der Checkpoint des Tagesspiegels, jetzt ausführlich die Berliner Zeitung.

Alles dazu auf der hervorragenden und immer aktuellen Homepage des Bürgervereins Luisenstadt …

Dieser schöne Ort verkommt. Die Grünen, das berichteten wir hier im Tagebuch schon vor der Wahl, zeigen sich einfach als Schmarotzer. Ramona Pop und ihre Gefolgschaft nutzen das Engelbecken als Kulisse zur Vorstellung ihres Wahlprogramms – aber sie kümmern sich nicht darum.

 

Damals schrieb ich: „Sie haben sich nie am Engelbecken sehen lassen, sind keiner Einladung gefolgt, haben den Bürgerverein Luisenstadt nie unterstützt, haben sich nie die Hände schmutzig gemacht, es war nie ein Grüner bei einer der Saubermach-Aktionen dabei — aber jetzt, wo alles fertig ist, wo sich vor allem die Bürger rund um das Engelbecken seit Jahren eingesetzt haben, nutzt Ramona Pop mit ihrem Grünen-Team das schöne Engelbecken direkt vor dem Berlin Story Verlag und den Luisenstädtischen Kanal, um Wahlwerbung zu machen.“

 

Sabine Weißler ist übrigens diejenige, die mehrere Jahre intensiv versucht hat, das Kunstwerk an der Bethlehem-Kirche zu verhindern, das die an Toleranz der Berliner erinnert, die Hugenotten und andere Glaubensflüchtlinge aufgenommen haben. Wir berichteten in diesem Blog mehrmals und ausführlich. Die Initiative der Geschichtsvereine ging damals von mir aus.

 

Wir kümmern uns um das Engelbecken und berichten immer wieder darüber, (auch) weil der Berlin Story Verlag direkter Anlieger ist und wir uns verantwortlich fühlen.

Haddonfield Memorial High School aus New Jersey im Berlin Story Museum

Christopher Gwin hat den Besuch der Studenten der Haddonfield Memorial High School aus New Jersey organisiert.

Sie sind in Berlin im Rahmen eines Austauschprogramms und finden das Museum großartig, phantastisch, toll, eindrucksvoll, überwältigend – oder einfach awesome.

Foto: Mirjam

 

Mehr über die Haddonfield Memorial High School  …

 

Mehr über das Berlin Story Museum

 

Mehr über Christopher Gwin …

 

 

Sean Spicer und die Volksgasmaske — Berlin Story Bunker Tour




 

Vielleicht hilfreich für Sean Spicer, Trumps Pressesprecher, der Hitler, Giftgas, Nazis, Holocaust irgendwie schon auseinander hält, aber nicht so richtig gut. Hitler hätte Giftgas nicht eingesetzt. Die in den Vernichtungslagern wie Auschwitz Vergasten würden das anders sehen, deren Familien auch. Spices schob dann nach, was er gemeint haben konnte.

 

Alles über Gasmasken ist jetzt im Berlin Story Bunker zu sehen, eine echte historische Gasmaske mit vollständiger Gebrauchsanweisung.

 

Und alles über Sean Spice, Hitler, Giftgas, den Holocaust und Napalm bei Sven Felix Kellerhoff.

 

 

Pogromnacht — Szene in „Hitler – wie konnte es geschehen“ im Berlin Story Bunker



Pogromnacht – der Beginn des Holocaust. Wie man Menschen demütigt, die Existenz zerstört, das wird bei der „Reichskristallnacht“ eingeübet. So bezeichnet das Volk spöttisches dieses Pogrom.

Nach der Pogromnacht wollen fast tausend Juden mit einem gültigen Pass nach Cuba – die ändern schnell die Gesetze und lassen sie nicht anlegen. US-Präsident Roosevelt weist das Flüchtlingsschiff ab. Sie müssen zurück nach Rotterdam – die meisten werden später ermordet.

 

Vorwand der Reichskristallnacht war der Schuß von Herschel Grynszpan auf einen Botschaftsangehörigen in Paris, Ernst von Rath. Armin Fuhrer recherchierte diesen Fall und veröffentlichte im Berlin Story Verlag „Herschel“.

 

Bei den Scherben vor dem jüdischen Geschäft handelt es sich Kopenhagener Porzellan von 1830.

Oranienplatz — friedlich im Normalzustand

Oranienplatz, wie er eigentlich ist. Sonst sieht man Fotos von Demos, Kundgebungen, Langen Nächten, Camps und alles mögliche.

Wenn der Oranienplatz zu sich selbst findet, wirkt er wie das Mantra Kreuzbergs.

Drei Minuten vom Berlin Story Verlag entfernt.

Необычно. Познавательно. Цепляет.

Необычно. Познавательно. Цепляет.”
Am gestern von 72Markmor bewertet

Да, действительно, очень необычный музейный формат. Внутри как в настоящем подвале или бункере. Очень тесно, но это только добавляет „перцу“ к аутентичности заведения. Довольно информативно. Есть аудиогид на русском. Есть скидка по Berlin Wellcom Card. Есть неплохой сувенирный магазин.

Несмотря на то, что сам бункер создан в 1942, экспозиция позволит вам окунуться в мир Берлина с самого основания города, через его тяжёлые периоды, вплоть до современной истории.

Уверен, что музей не оставит равнодушным никого, а некоторые из его экспонатов надолго запомнятся вам.

Blog des Stadtmuseums zu 1937


Im Märkischen Museum läuft eine Ausstellung zu 1937. Dazu gibt es einen Blog als Gemeinschaftsprojekt des Stadtmuseums Berlin
und des Studiengangs Public History an der Freien Universität Berlin, unterstützt durch inforadio des rbb. Die Protagonisten stellten das Projekt auf dem Museumsfest vor.

Seit dem 26. April gibt es auch schon vier Blogposts. Das bedeutet 53 Tage durch 4 Posts = 13,25 Tage, also etwa alle zwei Wochen.

Hier geht es zum Blog zum Jahr 1937 …

 

 

Der Eine ist bei uns in Schottland auf der Farm gelandet

„Der Eine ist bei uns auf der Farm gelandet.“

 

„Was für eine Farm?“

 

„Früher hatten wir Kühe, also Milchkühe. Jetzt Schafe.“

 

„Nein, ich meine: Wer ist da gelandet?“

 

„Wir kommen doch aus Schottland. Die sind aus Glasgow. Ich bin von der Farm. Wir waren zusammen in der Schule – endlich geschafft!“

 

„Der eine da – war das ein Nazi?“

 

„Und dann kommen immer Leute und wollen wissen, wo das genau war – und manchmal Fernsehteams.“

 

„War das Rudolf Hess?“

 

„Sag ich doch, der ist bei uns gelandet. Also so im Baum hängen geblieben.“

 

Und was macht Ihr in Berlin?

 

„Alles besuchen. Gestern waren wir im jüdischen Museum. Abends Party. Jetzt sind wie seit dreieinhalb Stunden in „Hitler – how could it happen“.

 

Habt Ihr den Weg zum Bunker gut gefunden? Erstaunte Blicke und ein „Smarthphone“ Zeichen. „Kann man gar nicht finden“ kommt auch immer nur von Lehrerinnen, die nicht mit dem Smarthphone umgehen können.

 

„Ist die Ausstellung zu lang? Zu viel Holocaust?“

 

„Nicht zu lang. Super gut gegliedert, nicht so durcheinander wie im Jüdischen Museum. Holocaust hatten wir in der Schule und wir haben viele Filme gesehen“

 

„Ist die internationale Perspektive ok?“

 

„Geht so. Die britische Perspektive kennen wir ja. Wenn wir in Deutschland sind, wollen wir die deutsche Perspektive kennenlernen.“

 

„Wie alt seid Ihr – ich bitte um Entschuldigung, ich kann das nicht sehen.“ … „3 x 18 und 1 x 17.“