„Beeindruckende Zeitreise“: WESTEND-Rezension im Ox-Fanzine

 

Das Punk-Fanzine Ox bespricht in seiner jetzt erscheinenden Dezember-Ausgabe die Graphic Novel WESTEND. BERLIN 1983 von Jörg Ulbert und Jörg Mailliet.

Der Rezensent Joachim Hiller begeistert sich für Comics mit politisch-historischem Szene-Bezug und betont die Aktualität des Schmücker-Prozesses:

„Alles, was in diesem Kontext geschah, scheint man in Sachen NSU-Prozess gerade neu zu erleben.“

„Smart, wie die beiden Jörgs immer wieder Musik und Songtexte einfließen lassen.“

Eine beeindruckende Zeitreise, … hat man auch noch was gelernt.“

 

Mehr zum Buch …

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Alles muss raus — so viele Bücher billiger

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Fast alle Bücher sind jetzt billiger und manche noch billiger.

Karten, Pläne, Poster, Marmorbüsten – alles muss raus.

Jeden Tag neue Schnäppchen.

Die Buchhändlerinnen kleben den ganzen Tag neue rote Aufkleber mit Sonderpreisen auf die Waren.

4. Bunkertour am Sonntag

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Die vierte Tour am Sonntag.

 

Nadja hat eine Führung „Dokumentation Führerbunker“ plus „The Making of Berlin“ plus „Berlin Story Museum“ für die Facebook-Gruppen „Neu in Berlin“ und für „Erasmus in Berlin“ organisiert.

 

Gute Fragen, intensives Interesse, erstaunliche Ausdauer.

 

Und sonst so? Viele Besucher aus Russland heute und eine Gruppe Hells Angeles – gebildet, interessiert, zivilisiert.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Emanzipation damals — vom Kochtopf zum Flieger und zurück

emanzipation-damalsBesser in der Flugzeugfabrik als am Kochtopf.

 

Selbstbewusstsein.

 

Eigenes Geld.

 

Eine gesellschaftliche Aufgabe.

 

Verantwortung.

 

Bei der Suche nach Material zur Nazi-Zeit stoßen wir auf hervorragend gemachte, attraktiv gestaltete und zielgruppenorientierte Propaganda.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

„Wer war Hitler“ — mehr als 700 Seiten — Hermann Pölking — eine Besprechung

poelking-hitler-cover-320Ich lese zuerst die Seiten über das Ende von Hitler, weil ich mich dabei am besten auskenne, weil mir die Quellen geläufig sind, aus denen Pölking zitiert. Die Spannung in „Wer war Hitler“ entsteht durch die Zusammenstellung.

 

Durch seinen Montagestil mit authentischem Material entsteht Dichte und Dramatik – die Wahrnehmung wird intensiver geschärft als durch den Erzählstil einer Biographie. Es ist eine literarische Kunst, ein historisches und politisches Werk so zu kompilieren.

 

Politisch, weil offensichtlich auch immer wieder Zitate so zusammengestellt sind, dass man unweigerlich an heute denkt. Wie damals nach der Machtergreifung sämtliche Gegner ausgeschaltet und die Verwaltung auf Linie gebracht wurde – und was heute in der Türkei passiert. Kann man aus der Geschichte lernen, fragt Pölking? Es wiederhole sich natürlich nichts eins zu eins, aber Analogien seien unübersehbar.

 

Mit einer Überraschungen beginnt das Buch. Um die Bedeutung Hitlers in der ganzen Welt zu kennzeichnen, berichtet Pölking ausführlich über die Maori in Neuseeland, die als Freiwillige in den Krieg gegen Nazi-Deutschland gezogen sind und an entscheidenden Schlachten teilgenommen haben wie um Monte Cassino in Italien.

 

Das Buch ist auch für Anfänger in Fragen des Nationalsozialismus gut geeignet, weil Pölking als Einleitung zu den 17 Kapiteln jeweils einen Text zwischen sechs und zehn Seiten voranstellt, der in seiner intellektuellen Durchdringung der Geschehnisse auf den Punkt bringt.

Interessant auch, dass es zum Buch einen Kinofilm von dreieinhalb Stunden und eine Fernsehdokumentation in 13 Teilen geben wird.

 

Hermann Pölking: Wer war Hitler, Ansichten und Berichte von Zeitgenossen, 36 Euro, be.bra Verlag Berlin

 

 

Die letzten Wochen der Berlin Story Läden Unter den Linden — lauter Schnäppchen

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Der Berlin Story Verlag bleibt. Der Berlin Story Bunker bleibt.

 

Am Sonntag feierte die Berlin Story ihren 19. Geburtstag. Leider wird es das letzte Jubiläum Unter den Linden bleiben. Zu Ende des Jahres schließen wir unsere drei Läden Unter den Linden 40 bzw. 10. Im Museumsshop vom Berlin Story Bunker geht der Verkauf aber weiter. Die Ausstellungen werden dort im kommenden Jahr noch ausgebaut. Auch der Berlin Story Verlag bleibt. Beides in Kreuzberg.

 

Good bye Mitte, hello Kreuzberg.

 

Seit dieser Woche verabschieden sich die Läden mit Rabatten auf ausgewählte Souvenirs, Büsten, deutsche und fremdsprachige Bücher. In den drei Shops finden Sie verschiedene Sonderangebote. Schnäppchen gibt es die ganze Adventszeit – und bis zum 31. Dezember 2016. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

 

Berlin Story Buchhandlung, Unter den Linden 40
Berlin Story Souvenirs, Unter den Linden 40
Berlin Story Unter den Linden 10 / Ecke Charlottenstraße

Öffnungszeiten: Mo – So 10 – 18 Uhr

Heiligabend 10 – 14 Uhr

 

 

Pas de deux in der Nikolaikirche

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Pas de deux, der Höhepunkt des Baletts, der Tanz des Paares, hier Pauls Spies, Chef des Stadtmuseums,  und Michael Müller, Regierender Bürgermeister in der Nikolaikirche.

Es geht um die Eröffnung der Ausstellung Schloss.Stadt.Berlin im Ephraim Palais.

 

Dr. Christine Regus vom Kultursenat, der Regierende und Meike Ziegler (rechts) hören Pauls Spies zu. „Das Humboldt Forum braucht ein Programm aus einem Guss. Das Museum will ein zeitgenössischer Ort der Einmischung für Aktivitäten der Bürger sein.“ 1650 bis 1800, diese Jahre umfasst die Ausstellung.

 

Michael Müller: „Es soll ein Ort des Weltwissens entstehen.“

 

Die Ausstellung umspannt die Zeit vom Dreißigjährigen Krieg bis etwa 1800 im Spiegel der Sammlung des Stadtmuseums, so Peter Schwirkmann, der Kurator.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Potsdam heute — ist das „Ägypten-Disney“?

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Das Schloss in Potsdam (1), Palais Barberini (2), das Fortuna-Portal (3) und hier rechts das Alte Rathaus mit dem Obelisken.

 

Die von der Topographie des Terrors würden ja sagen, das ist „Ägypten-Disney“, was Knobelsdorff da angerichtet hat, der Architekt von Friedrich dem Großen.

Das war nämlich so: Während einer Italienreise fielen dem königlichen Architekten Georg von Knobelsdorff die Obelisken auf, die die Römer aus Ägypten mitgebracht hatten. Er beschloss, sie in das internationale Ambiente Potsdams einzufügen. Zwischen 1747 und 1755 schuf von Knobelsdorff vier Obelisken, von denen heute noch drei erhalten sind.

 

(Zur Erklärung: Diese Bemerkung bezieht sich auf das Urteil der Gerechten der Völker der Topographie des Terrors, die die „Dokumentation Führerbunker“ als „Hitler-Disney“ bezeichnen, weil es sich um einen nicht nötigen Nachbau handelt. Sie haben sich die Dokumentation aber immer noch nicht angesehen.)

WESTEND in Tagesspiegel, taz und Zitty

Auf seiner monatlichen Comic-Seite stellt der Tagesspiegel heute Neuerscheinungen vor – darunter die Graphic Novel WESTEND. BERLIN 1983 von Jörg Ulbert und Jörg Mailliet in der Besprechung von Werner van Berber: „Furios, knallig und kenntnisreich in Szene gesetzt.

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In der taz stellt Wolfgang Gast das Buch im Rahmen seiner politischen Kolumne Leuchten der Menschheit vor und widmet sich ausführlich dem Schmücker-Prozess – hier ein Auszug (kompletter Artikel):

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WESTEND. BERLIN 1983 und der Vorgänger GLEISDREIECK sind beide als großformatige, durchgehend farbige Hardcover erschienen. Mehr dazu ….

Wer beim Verschenken gern was geschenkt bekommt, kann das Zitty-Angebot nutzen – und WESTEND behalten.

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