Schokoladen-Ganache-Tarte — Versorgung des Verlags durch Nachbarn

Schokoladen-Genache-Tarte mit Milcheis und tasmanischem Bienenhonigwaben
Schokoladen-Ganache-Tarte mit selbstgemachtem Milcheis und tasmanischen Bienenhonigwaben – so wird der Verlag vom Nachbarn Hannes verwöhnt, dem Gourmet-Konditor und -Koch.

 

 

 

Hitlers Waffengesetze — Entwaffnung und Unterdrückung — das Backcover

Fatales Erbe 320Der US-Amerikaner Dr. Stephen P. Halbrook hat mit seinem nun endlich in deutscher Sprache veröffent­lichten Werk über die restriktive und diskriminierende Waffengesetzgebung im „Dritten Reich“ eine wesentliche Lücke in der historischen Aufarbeitung der NS-Schreckensherrschaft geschlossen.

 

Halbrook zeigt anhand von neu entdeckten Dokumenten aus deutschen und internationalen Archive sowie mittels zeitgenössischer Tagebücher, Briefe, Augenzeugenberichte und Zeitungsartikel, wie die Nazis das aus der Weimarer Republik stammende Waffengesetz verschärften, um damit Juden, Kommunisten und alle anderen sogenannten Staatsfeinde und Volksschädlinge zu entwaffnen, zu entrechten und zu unterdrücken.

Die zahllosen Bücher und wissenschaftlichen Abhandlungen über das „Dritte Reich“ und den Holocaust blendeten bisher diesen wichtigen Aspekt der Macht-Konsolidierung des nationalsozialistischen Regimes einfach aus – obwohl die Regulierung und schrittweise Kriminalisierung des privaten Waffenbesitzes der Bevölkerung nach der Machtergreifung zu einem zentralen Vorwand für willkürliche Verhaftungen und Hausdurchsuchungen wurde.

 

Halbrook untermauert seine Beweisführung eindrucksvoll mit erschreckenden Einzelschicksalen von ganz normalen Bürgern, die so zu Staatsfeinden wurden: Juden und Nichtjuden, sogenannte Zigeuner und Sozialdemokraten, Weltkriegsveteranen und Künstler, die wegen einer Sportwaffe, eines alten Offiziersdegens oder einer Jagdbüchse in die Maschinerie einer willfährigen Verwaltung, Justiz und Polizei gerieten. Für viele gab es kein Entkommen aus „Schutzhaft“ und KZ.

Dass es sich bei „Fatales Erbe – Hitlers Waffengesetze“ um keine abgeschlossene Thematik aus längst vergangenen Zeiten handelt, wird offensichtlich bei der Betrachtung der Nachkriegsgeschichte des NS-Waffengesetzes, dem sich das Vorwort des deutsch-israelischen Politikwissenschaftlers Dr. David Th. Schiller annimmt: Das „Reichswaffengesetz“ blieb nicht nur bis Anfang der 1970er Jahre gültiges Gesetz in West-Deutschland und in Berlin. Es liefert weiterhin die Zielrichtung, Grundlage, Struktur und Diktion für das Bundeswaffengesetz – und das trotz zahlloser Änderungen, Neufassungen und Reformversuche des Bundeswaffengesetzes, die bis in unsere Tage andauern.

Hitlers Waffengesetze gegen Juden und „Staatsfeinde“ — Das Buch erscheint demnächst im Berlin Story Verlag

Fatales Erbe 320Fateles Erbe Inhalt 320Historiale 2008 Kampf um die Königsbarrikade 1848
Ein neues Buch des amerikanischen Professors Stephen P. Halbrook über die Entwaffnung der Gegner der Nazis erscheint demnächst im Berlin Story Verlag.

 

Bevor die Nazis ihre Gegner umbrachten, nahmen sie ihnen die Waffen weg. Dazu wurde ein Gesetz gemacht, das Waffenkontrollgesetz – damit alles irgendwie „legal“ wirkte. Ziemlich genau findet man das auf Wikipedia. Der Beitrag geht wesentlich auf die Forschung des Amerikaners Stephen P. Halbrook zurück.

 

Es ging damals nicht nur um die Juden, sondern um alle Gegner, besonders die Kommunisten und auch sozialdemokratische Gruppen.

Waffen tragen war vorher nicht unüblich. Allgemeine Volksbewaffnung“ war neben Pressefreiheit und Demokratie eine der Hauptforderung der europäischen, deutschen und Berliner Revolution von 1848.

 

Die Frage der Bewaffnung, Volksbewaffnung und Entwaffnung ist für uns nicht neu. Ausführlich beschäftigten wir uns damit im Jahr 2008, 160 Jahre nach der Märzrevolution.

 

In der von der Berlin Story veranstalteten Historiale zur Revolution von 1848 griffen wir diese Frage auf und lernten David Schiller kennen, den deutsch-israelischen Soziologen, der seine Perspektive zur Bewaffnung darstellte – in der Diskussion mit der Leitung des Berliner Polizeipräsidiums.

 

Die Historiale 1848 mit der Schlacht um die Königsbarrikaden in der WELT

„…Lenze ist kein Historiker, sondern IT-Kaufmann und Jura-Student an der Humboldt-Universität. Mit der Inszenierung von Geschichte kennt er sich trotzdem aus. Seit Jahren kümmert er sich um die Technik für die „Berlin Story“, deren Besitzer Wieland Giebel – ein Mann mit bewegter, zeitweise kommunistischer Vergangenheit – auch die „Historiale“ finanziert …“
Über die Schlacht am Alexanderplatz berichtete die WELT ausführlich …

 

Die Vereinigten Staaten werden als mahnendes Beispiel angeführt, wie gefährlich Waffen sind. Stimmt. Oder stimmt nicht. Die acht Millionen Schweizer haben 2,5 Millionen Waffen zu Hause. Bei 80 Millionen Deutschen entspräche das 25 Millionen Waffen im Kleiderschrank.
Themenabend der Historiale zur Volksbewaffnung mit der Bundeswehr …
Podiumsdiskussion zum Thema Volksbewaffnung mit David Schiller und dem stellvertretenden Polizeipräsidenten von Berlin
Bald, am 18. März 2016, treffen sich die Verfechter der Märzrevolution nachmittags wieder am Platz der Märzrevolution und singen revolutionäre Lieder …

 

 

 

Bunker Dinner für Gruppen im Berlin Story Bunker

Bunkerdinner für Gruppen 720

Bunker Dinner für Gruppen, das ist neu, einmalig, außerordentlich spannend. Ein besonderer Abend mit historischem und politischem Hintergrund sowie einem super Dinner. Relevanz und Geschmack in den Kategorien kompakt, komplett und volle Kanne.

Bunker Dinner für Gruppen bis 25 Personenen – hier gibt es mehr dazu …

 

 

 

Bunkerführung — Sprengung und Flutung des S-Bahntunnels — „Die Gleisanlagen sind jetzt frei von Leichen“

Bunkertour06Am Sonnabend um 20 Uhr findet die nächste Expertenführung im Berlin Story Bunker statt. Vorbestellen ist besser, es könnte noch Tickets an der Abendkasse geben.

 

Hier mal etwas mehr Text zum Lesen für das Wochenende. Am Ende des Zweiten Weltkriegs, als die Kampfhandlungen gerade eingestellt wurden, sprengte die SS den Tunnel der Nord-Süd-Bahn, in den sich die Menschen aus dem Anhalter (Berlin Story) Bunker und viele andere Berlinerinnen und Berliner flüchteten. Kinder, Frauen, alte Menschen, Verletzte.

So sehen die Akten nach dem Ende des Kriegs dazu aus. In der Führung wird nicht so genau darüber berichtet.

 

Bericht des Hauptamtes für Grünplanung im Berliner Magistrat vom 31. August 1945

Am 31. August 1945 fand in dem Dienstzimmer des Unterzeichneten eine Be­sprechung mit dem Leiter des Krematoriums Treptow, Herrn Laue, und dem Sachbearbeiter beim Bestattungsamt des Verwaltungsbezir­kes Kreuzberg, Herrn Walther, statt.

Das Ergebnis dieser Besprechung ist folgendes:

Es ist mit einem Anfall von schätzungsweise bis zu 10000 Leichen zu rechnen, welche aus dem durch die Kriegsereignisse unter Wasser ge­setzten S-Bahn-Tunnel geborgen werden müssen. Bei den aufgefunde­nen Leichen handelt es sich um ausgesprochene Wasserleichen, welche infolge längeren Liegens in dem Wasser sehr schwer zu identifizieren sind. (Papiere sind inzwischen unkenntlich geworden und zum Teil auch nicht vorhanden.) Neben Zivilpersonen ist auch ein großer Teil von Wehrmachtsangehörigen in dem S-Bahn-Tunnel ums Leben ge­kommen. Im Tunnel sollen 2 voll belegte Lazarettzüge gestanden haben.

Eine Verbrennung sämtlicher anfallender Leichen ist aus folgenden Gründen unmöglich:

Nach Angabe des Leiters des Krematoriums Treptow, Herrn Laue, können pro Tag im Höchstfall eingeäschert werden:

im Krematorium Treptow 60 Leichen

im Krematorium Wedding 60 Leichen und

im Krematorium Wilmersdorf 40 Leichen,

mithin insgesamt täglich 160 Leichen.

Legt man die Zahl von 10.000 zugrunde, so ergibt sich hierbei eine Verbrennungszeit von ca. 2 Monaten, während welcher die Krematorien nicht imstande wären, die anderen anfallenden Leichen dort zu ver­brennen. Aus diesem Grunde muss Erdbestattung der Leichen erfol­gen.

Wegen des bereits fortgeschrittenen Verwesungszustandes der Leichen kann eine Benachrichtigung der Angehörigen der identifizierten Lei­chen nicht erfolgen.

Es wird deshalb vorgeschlagen, sämtliche Leichen in Massengräbern auf mehreren noch zu ermittelnden Friedhöfen beizusetzen. Grundsatz ist hierbei, möglichst Friedhöfe in nächster Nähe der Katastrophenstcllc zu wählen, um die zur Zeit sehr schwierige Transportfrage lösen zu können …

Landesarchiv, Rep. 110, Akte 269, Blatt 6

Berechnung des Hauptamtes für Grünplanung für die Erdbewegung und die Arbeitszeit für Massengräber

Es ist gedacht an 5 Reihen von Massengräbern, die je 100 m lang,

80m breit und 3,00 m tief sein sollen. In dem einzelnen Grab sollen 3 Schichten Leichen übereinander bestattet werden …

Es soll nun be­rechnet werden, wie viele Leichen in einer Grube beigesetzt werden kön­nen und welche Arbeitsleistung nötig ist, wenn jede Leiche 66 2/3 cm Platz einnimmt, oder 75 cm.

Zu a) Jede Grube würde in einer Schicht 150 Leichen, in 3 Schichten also 450 Leichen und in 5 Reihen 2250 Leichen aufnehmen .. .

Zu b) In einer Schicht würden je Grube 133 Leichen, in 3 Schichten also 400 Leichen und in 5 Reihen 2000 Leichen beigesetzt werden kön­nen.

Landesarchiv, Rep. 110, Nr. 169. Bl 4/4v

 

Mitteilung des Bestattungsamtes Berlin-Mitte an die Hauptgartenverwallung der Stadt Berlin vom 3. September 1945

Betr.: Umbettung der aus der S-Bahn geborgenen Lcichen

Die Bergung erfolgt durch die beim Bestattungsamt Mitte befindliche

Einsatztruppe. Die Beisetzung erfolgt auf dem alten Jüdischen Fried­hof, Große Hamburger Straße 25, in Massengräbern.

Landesarchiv, Rep. 110, Akte 169, Bl. 9

Aktennotiz des Hauptamtes für Grünplanung vom 10. September 1945

Am 3.9.1945 fand eine Besichtigung der staatlichen Friedhöfe in der Lilienthalstr. und Columnbiastraße statt.

Zweck der Besichtigung: Bestattung der Opfer, welche aus dem S-Bahn-Tunnel zwischen Stettiner- und Anhalter Bahnhof geborgen werden.

  1. Heeresstandortfriedhof Lilienthalstr.

Auf dem Friedhof befinden sich zwei Freiflächen, welche für die würde­volle Bestattung der Opfer in Frage kommen und zwar links vom Ein­gang erhebt sich ein Hügel in einer Ausdehnung von 45 X 30 m. Hier ist es möglich, bis zu 1200 Einzelgräber herzurichten. Bei einem Massen­grab können ca. 2700 Leichen untergebracht werden. Die zweite Frei­fläche befindet sich rechts vom Eingang mit altem Baumbestand. Es handelt sich um eine Fläche von 40 X 38 m. Hier lassen sich 760 Einzel­gräber und ein Massengrab mit ca. 2800 Leichen herrichten.

  1. Garnisonsfriedhof Hasenheide, Columbiastraße.

Dieser Friedhof ist zum größten Teil belegt. Aber auch hier können an 2 Stellen Massenbeerdigungen vorgenommen werden. Im ersteren Falle handelt es sich um eine südlich gelegene Freifläche, welche mit Gestrüpp bewachsen ist und eine Größe von 1480qm hat. Hier lassen sich 600 Einzelgräber bzw. ein Massengrab mit 4400 Leichen herrich­ten. Die 2.Stelle befindet sich an der Colurnbiastr., Eingang 3. Hier war beabsichtigt, neue Verwaltungs- und Wohngebäude herzurichten. Von diesem Projekt wird aber abgesehen. Es handelt sich um eine Fläche von llOOqm . .. Hier könnten 440 Einzelgräber entstehen. Bei einem Massengrab ist mit der Bestattung von 2520 Personen zu rech­nen.

Auf der Rückfahrt vom Friedhof wurde die Baustelle der Reichsbahn an der Möckernbrücke – Schöneberger Ufer besichtigt. Der Sach­bearbeiter der Reichsbahn, Herr Sagert, war nicht zugegen. Von ande­ren anwesenden Herren wurde erklärt, daß die Pumpen zur Absau­gung des eingebrochenen Wassers aus dem Tunnel im Gange sind, daß aber vor 2-3 Wochen an eine Besichtigung der Tunnelstrecke nicht zu denken ist. Das Wasser wird in den Landwehrkanal geleitet und zieht dann in die Spree ab. Es fiel auf, daß an der Baustelle ein sehr starker fauliger Geruch sich bemerkbar machte. Auf die Frage des Unterzeichneten, woher dieser Gestank käme, gaben die Herren der Reichsbahn dahingehend Auskunft, daß die Abwasser der Kanalisation von Berlin in den Landwehrkanal geleitet würden, da die Pumpwerke, welche dicht am Kanal liegen, alle durch die Kriegsereignisse beschädigt und daher nicht in der Lage sind, die Abwasser nach den Rieselfeldern zu pumpen.

Landesarchiv Berlin, Rep. 110, Akte 169. Bl. 10 / 10v

Bericht des Amtes für Bau- und Wohnungswesen über die Wiederinstandsetzung der Nord-Süd-S-Bahn bis Bahnhof Friedrichstraße vom 26. September 1945

Durch Zerstörung bzw. Sprengung der beiden Wchrkammern ist der Tunnel vollständig unterWasser gesetzt. Der Schlamm des seit Jahren nicht mehr gereinigten Landwehrkanals und auch die Fäkalienwässer der Stadt, die infolge Außerbetriebsetzung der hierfür bestehenden Pumpanlagen keinen anderen Abfluß haben, sind in den Tunnel einge­drungen.

Das Wasser des Landwehrkanals steht mit dem Tunnelwasser in Ver­bindung und verbreitet einen weit in die Stadt reichenden Verwesungs­geruch. Die Beseitigung dieses Seuchenherds wurde durch die Reichs­bahn am 24.5.1945 in Angriff genommen. Die Untersuchung der Hauptschädensstelle am Landwehrkanal durch Tauchen ergab, daß die Stützen der Tunneldecke .. . gesprengt wurden. Dadurch ist die Decke eingestürzt und der etwa 8km lange Tunnel füllte sich mit etwa 900 000 cbm Wasser …

Der Stand der Arbeiten ist z. Zt.:

a) im abgespundeten Teil des Landwehrkanals ist das Wasser soweit gesenkt worden, daß die Sohle sichtbar wird. Der Wasserstand im S-Bahn-Tunnel ist entsprechend gefallen .. .

d) Die Pumpstation in der Ziegelstraße hat das Wasser im Abschnitt Wehrkammer Spree—Tunnel und Stettiner Bahnhof soweit abgesenkt, daß die Bahnsteige auf dem S-Bahnhof »Stettiner Bhf.« begehbar sind. Einige Leichen konnten geborgen werden. Säuberungsarbeiten werden vorgenommen . ..

(Berlin. Quellen und Dokumente 1945-1951, 1. Hlbd., Hrsg. im Auftrag des Senats, Berlin 1966, S. 691/692)

Bericht der Berliner Verkehrsbetriebe über die Auflauleistungen vom Mai bis Dezember 1945

Bei Beendigung der Kampfhandlungen waren 6 U-Bahnhöfe durch Sprengungen vollständig zerstört... Es kam hinzu, daß weite Strecken des U-Bahnnctzes mit ca. 35 Bahnhöfen durch Wassereinbrüche über­flutet wurden.

Die Hauptmenge des Wassers in den U-Bahnanlagcn kam durch eine Sprengung, die am S-Bahntunnel an dessen Kreuzung mit dem Land­wehrkanal in der Nähe des Anhalter Bahnhofs vorgenommen wurde. Durch Zerreißung der Tunnelwand lief das Wasser des Kanals in den der Eisenbahn gehörenden Tunnel der S-Bahn, überschwemmte die­sen und lief am Bahnhof Friedrichstraße durch den dortigen Verbin­dungsgang zur U-Bahn in diese hinüber und verteilte sich über die Streckenteile.

Eine zweite Wassereinbruchstelle lag an der Kreuzung der U-Bahn linie A mit der Spree zwischen den Bahnhöfen Klostcrstraßc und Mär­kisches Museum. Hier waren beim Fliegerangriff in der Nacht vom 2. zum 3. April 1945 durch Bombentreffer im Spreebett Risse in der Tun­nelwand entstanden. Bis zum Beginn der Kampfhandlungen in Berlin war es zwar mit Hilfe der Feuerwehr gelungen, das Wasser so weit aus­zupumpen, daß der Tunnel begehbar war und das ständig zulaufende Wasser von ca. 250 cbm je Stunde von den eingesetzten Pumpen wieder herausgeschafft werden konnte. Auch mit den Arbeiten für die proviso­rische Abdichtung war bereits begonnen worden. Infolge Treibstoffmangels für die Pumpen und Abzugs der Feuerwehr stieg das Wasser dann jedoch wieder an und verbreitete sich in beiden Richtungen so­wohl zum Potsdamer Platz wie zum Alexanderplatz hin .. .

Berlin. Quellen und Dokumente 1945-1951, 1. Hlbd., Hrsg. im Auftrag des Senats, Berlin 1966, S. 693

Anfrage des Hauptamtes für Grünplanung an die Bestattungsämter von Mitte und Kreuzberg vom 24. Oktober 1945

Wir bitten um Mitteilung, wie weit die Bestattung der Leichen aus dem S-Bahn-Tunnel zwischen Stettiner- und Anhalter Bahnhof gediehen ist. Dabei bitten wir anzugeben, wieviele Leichen bisher geborgen und bestattet worden sind und auf welchen Friedhöfen die Beisetzungen stattfinden und wieviele Leichen schätzungsweise noch anfallen werden.

(Landesarchiv Berlin,  Rep. 110, Akte 169, Bl. 22)

 

Bestattungsamt Mitte an das Hauptamt für Planung. Wohnungswesen und Grunplanung vom 26. Oktober 1945

In obiger Angelegenheit wird mitgeteilt, daß bis zum heutigen Tage auf der Strecke vom Potsdamer Platz bis zum Stettiner Bahnhof insgesamt 43 Leichen geborgen worden sind. Nach Mitteilung der Reichsbahn wird die Entfernung des Wassers noch einige Zeit in Anspruch neh­men. Das Bestattungsamt erhält jeweils Mitteilung, wann ein Teil der Strecke von Wasser frei ist. Nach den bisherigen Ermittlungen ist nur noch mit einer geringen Anzahl von Leichen zu rechnen. Es ist sehr un­wahrscheinlich, daß die Zahl 100 erreicht wird.

LArch Rep.110, Akte 169, Bl. 20

Bestattungsamt Kreuzberg an das Hauptamt für Planung, Wohnungswesen und Grünplanung vom 1. November 1945

Anliegend übersenden wir Ihnen eine Abschrift der bisher geborgenen 14 Leichen, die sämtlich auf dem Standortfriedhof beigesetzt wurden. Die im Bezirk Kreuzberg noch zu bergende Anzahl ist nach Ansicht des Reichsbahnneubauamtes nur gering. Es können nur noch Leichen unter den Trümmern der Sprengstelle liegen, da die Gleisanlagen frei von Leichen sind.

LArch Rep. 110, Akte 169, Bl. 21.

 

Der Winter ist zurück

Winter ist zurück01 Winter ist zurück02So knapp unter Null Grad am frühen Morgen, aber im Laufe des Vormittags war schon wieder alles geschmolzen.

 

 

 

Hagel Unter den Linden

Hagel UdL 01

Hagel UdL 02

Zwei Mann Demo in zwei Sprachen mit zwei Kameraleuten und einem Smartphone

demo Israel 01 demo Israel 02 demo Israel 03Demo vor der Berlin Story mit dem Ziel, keine deutschen Steuergelder für Feinde Israel auszugeben.

 

Nach Meinung der Mitarbeiter der Berlin Story ist es auf alle Fälle die kleinste Demo dieses Jahres.

 

Es gibt noch ein wöchentliche Ein-Mann-Demo mit dem Fahrrad und Trillerpfeife, meist am Freitag – da geht es um Ausländerrechte.

 

Ziemlich sicher ist aber, dass die Demo heute mit einem Verhältnis 1 : 1 von Teilnehmern : Presse zu den medienmäßig am besten abgedeckten gehört.

 

Dies ist ein Beitrag aus der unregelmäßig erscheinenden Serie „Demonstrationen vor der Berlin Story„.

Fotos Janusz

 

 

 

 

„Wenn der Chef nicht im Hauptquartier war, tat sich fast nichts.“

Hitler Itinerar_Cover-mit-CD_462Was tat sich in der Reichskanzlei, wenn Hitler nicht da war? Diese Frage ist von Bedeutung, wenn wir erhärten möchten, dass das Machtzentrum der NSDAP und Deutschlands immer da ausschließlich da war, wo der „Führer“ war – also nicht verteilt auf Ministerien oder Staatssekretäre oder eine Art Kanzleramt oder selbst die Parteizentrale.

 

Der Cheftechniker der Reichskanzlei, Johannes Hentschel, der als Elektriker von Anfang an dabei war, sagt:

 

„Dann tat sich fast nichts; das ganze Bauwerk stand so gut wie leer., und wenn man durch die riesigen Säle ging, hallten die Schritte auf dem Marmorfußboden nach. das Stammpersonal, zu dem auch ich gehörte, blieb an Ort und Stelle und musste darauf vorbereitet sein, dass der ‚Chef‘ unangemeldet auftauchte.“

Quelle: Bahnsen, O’Donnell: Die Katakombe, S. 79

 

Hitler – das Itinerar. Erscheint im April im Berlin Story Verlag …