Oranch ist ein Berliner

Orange ist ein Berliner_462Oranch beherrscht die Kunst, sich ohne Voranmeldung an einem Tag in einem Bürgeramt zum Berliner zu machen. Er war in aller Herrgottsfrühe in Kreuzberg – da war schon voll. Dann hat er sich mit seinem Smartphone zum am weitesten entfernten Bürgeramt in Neukölln dirigieren lassen. Dort kam er innerhalb von einer Stunden dran. Jetzt ist Oranch von der Universität Hong Kong in Berlin gemeldet.

Warum das so schnell gehen musste? Die COMMERZBANK hat ihn nicht an sein Geld gelassen. Oranch ist in der Stadt gemeldet, in der er seinen ersten Deutschkurs gemacht hat. Jetzt macht ihm die Bank nur Ärger. Hände weg von der COMMERZBANK! Unfreundlich, nicht kompetent, nicht hilfsbereit – so wie man sich eine Bank eben vorstellt.

Helden Berlins – ADAC Rettungshubschrauber vor dem Bode-Museum

ADAC vor BodeMuseum01 ADAC vor BodeMuseum02 ADAC vor BodeMuseum03 ADAC vor BodeMuseum04Vor dem Bode-Museum auf der Monbijoubrücke ist ein Rettungshubschrauber des ADAC gelandet.

Die Helikopter landen ohne Hilfe und oft, ohne dass abgesperrt ist. Sensationelle Flugkunst mitten in Berlin.

Sparkasse baut Barrikade

Sparkasse vor 1.Mai2014Die Fenster verbarrikadieren und eine Lage geriffelten Kunststoff davor – oder eine andere Glasbruchversicherung.

Es sieht ganz so aus, als hätte die Versicherung der unter häufigem Fensterbruch leidende Sparkasse an der Heinrich Heine Straße gekündigte und es sei keine neue gefunden worden.

Lange Nacht der Museen am 17. Mai 2014 – jetzt mit Bonus Museen am Sonntag

LangeNacht01 LangeNacht02Wolf Kühnelt, der Erfinder der Langen Nacht, saß bei dieser Presse-konferenz vom Podium wenig beachtet im Publikum und freute sich. Tim Renner, der Kulturstaats-sekretär, seit drei Tagen im Amt, konnte heute im Neuen Museum naturgemäß nur ziemlich allgemein antworten.

Die Lange Nacht der Museen gibt es wie die Berlin Story seit 1997.

Weltweit und zu vielen Themen wurde diese unglaubliche einfache, geniale Idee nachgemacht. In diesem Jahr machen in Berlin am 17. Mai 2014 etwa 80 Museen mit, die von 18 Uhr bis 20 Uhr geöffnet haben.

Das Ticket kostet 18/12 Euro. damit kann man alle Museen und Veranstaltungen besuchen mit den Shuttle Bussen UND den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren.

NEU  das Ticket gilt auch in allen am Sonntag geöffneten Museen, die beider Langen Nacht dabei waren.

„… Ein Berliner Exportschlager erfindet sich neu. Die seit 1997 veranstaltete Lange Nacht der Museen findet in diesem Jahr erstmals im Mai statt. Das Berliner Original hat nach wie vor weltweit zahlreiche Nachahmer. Museumsnächte gibt es in 100 deutschen Städten, aber auch in Amsterdam, Buenos Aires, Dublin, Moskau, Paris, Plovdiv, Reykjavik, Wien und vielen weiteren Metropolen …“

Das komplette Programm und alle weiteren Angaben findet man auf wWw.lange-nacht-der-museen.de

Das braune Berlin – „Fehler im Buch gefunden“

Rote Fahne, 26. Juni 1932, Cover Rote Fahne, Detail

„Guten Tag Herr Giebel“, kommt ein Mann in die Buchhandlung, „ich freue mich, Sie zu treffen, ich habe da nämlich einen Fehler in einem Buch gefunden„.

Wieder so ein Besserwisser, so ein Oberlehrertyp

Bei diesem Fehler ging es um die Anmerkung 164 im zweiten Teil des Buchs „Das braune Berlin“. Insgesamt hat das Buch 906 Anmerkungen. Anmerkung 160 jedenfalls besteht aus zwei Worten „Nicht nachweisbar“.

Ich kann Ihnen das gleich im Buch zeigen“ – „Können Sie mir nicht lieber eine Email schreiben …“ versuche ich es mit einem Ausweichmanöver.

Und dann wird es doch interessant. Im Buch „Das braune Berlin“, einer kommentierte Sammlung von Quellen und Dokumenten zum Kampf der Nationalsozialisten um Berlin, heißt es auf Seite 290:

„Die Arbeiter, die einen Überfall erwarteten, machten sich abwehrbereit. In kurzer Zeit erloschen alle Laternen in der Rostocker, Wittstocker, Berlichingen- und Erasmustrasse.“

Auf diesen Satz bezieht sich der Kommentar „Nicht nachweisbar“ und wie die Auszüge aus der kommunistischen Roten Fahne oben zeigen, ist die Anmerkung falsch. Es lässt sich nachweisen, dass die Straßenbeleuchtung in diesem Moment am 22. Juni 1932 ausgeschaltet wurde. Fehler gefunden. Tatsächlich haben die linken Arbeiter die Straßenbeleuchtung abgeschaltet als die Rechten kamen.

„Und wieso haben Sie das so genau recherchiert?“ – „Weil ich in Dänemark einen Spannungsroman über jene Zeit geschrieben habe und Ihr Buch mir eine der wichtigsten Quellen war. Ich habe gemerkt, welche ungeheure Arbeit das war und bedanke mich dafür. Wann kommt der zweite Band?“ Angekündigt ist er für Ende des Jahres 2014.  Erik Koskela, der Romanautor aus Dänemark, hat Recht, es ist extrem viel Arbeit.

Besprechung (dänisch) von Erik Koskela,  „Tro Håb Had“ (Glaube Hoffnung Hass),  2012 Muusmann-forlag …

Das braune Berlin, Adolf Hitlers „Kampf um die Reichshauptstadt“ …

Berliner Comicmesse

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20140427_Comic_Messe_Produkte_01 20140427_Comic_Messe_Produkte_02 20140427_Comic_Messe_Produkte_03 20140427_Comic_Messe_Produkte_04 Die Berliner Comicmesse findet seit 1973 traditionell zweimal im Jahr statt.

Sie richtet sich an Sammler, an Experten, an Liebhaber – und an Neueinsteiger.

Die Messe wird veranstaltet von der Comic-Galerie Laqua und von Toyboxx.

Die nächste Comicmesse findet am 16. November 2014 im Hotel Ellington in der Nürnbergerstraße statt.

Mehr zur Berliner Comicmesse …

Comic Invasion Berlin auf dem RAW-Gelände

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Comic_Invasion_Berlin_20140426_RAW_02 Comic Invasion Berlin, ein neues Comic-Festival, findet heute auf dem RAW-Gelände in Friedrichshain an der Warschauer Brücke statt.

Es ist hervorragend besucht.

Für den Berlin Story Verlag ist es gut, sich in der Szene umzuschauen.

Bald kommt die erste Grafische Erzählung heraus, Gleisdreieck.

Neben viel französisch und amerikanisch war auch deutsch zu hören.

 

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Nazi-Demo an der Jannowitzbrücke

20140426_90_Nazis_462 20140426_90_Anti_Nazis_462 20140426_90_Anti_Nazis_detail_462Das sind die Nazis – die Polizei Berlin twittert, es seien fast 100.

Es handelt sich um eine nationale Demo, als in ganz Deutschland wurde mobilisiert.

Die Demo setzt sich von der Jannowitzbrücke aus mit zwei bis drei Stunden Verspätung Richtung Heinrich-Heine Straße in Bewegung.

Die Demostrecke ist etwa 200 Meter lang, dann twittert die Polizei, dass die angemeldete NPD-Demo jetzt Richtung Jannowitzbrücke umkehre und dann aufgelöst würde.

Dies sind die Gegendemonstranten, einige Tausend. Es ist knallend heiß. Die Wiener Feinbäckerei im S-Bahnhof und Lidl nebenan machen gute Umsätze, weil sich das alles ewig hinzieht.

Von unten sieht man besser, wie dicht die Menschenmenge ist.

Enno Lenze sagt in seinem Blog, aus dem die Berliner Morgenost und die B.Z. reichlich Fotos nehmen und zitieren:

Wenn ich zu einer Facebook Grillparty einlade, kommen mehr als Hundert.

 

Unter den Linden

BierBike20140426 U5_20140426_Bahnhof_zementiertDie Bier-Bikes fahren immer noch. Der Bezirk Mitte hat schon für mehr Ruhe gesorgt, aber dieses weit zu hörende Gegröle geht momentan noch weiter.

Das ist ja der Sinn der Veranstaltung: Guckt mal, wir kommen aus der Provinz und fahren betrunken durch Berlin.

Der Deckel des U-Bahnhofs Unter den Linden /Friedrichstraße wird heute betoniert.

Neues Museum geplant im Monbijou-Bunker

Wieland Giebel, Foto Dirk Jericho, 1. 4. 2014_462, BWV-BMO_AA-Artikel_Artikeln__128762_15DJ_1eb8e83b9cDirk Jericho berichtet in der Berliner Woche über den Bunker in der Monbijoustraße und das Museums-Projekt der Berliner Geschichts-Gesellschaft Monbijou:

„Wie die Humboldt-Universität … mitteilte, wurden die leerstehenden Katakomben für fünf Jahre mit Option auf weitere fünf Jahre an die Berliner Geschichtsgesellschaft Monbijou GmbH vermietet.

Wie berichtet will Geschäftsführer Wieland Giebel schon 2015 in dem 2000 Quadratmeter großen Bunker ein Museum zur Geschichte des 20. Jahrhunderts in Berlin und Deutschland eröffnen.

Da die Bunker wegen des Zehn-Jahres-Mietvertrages erst mal nicht wegkommen – der Bezirk hat außerdem für den Abriss kein Geld – werden Theater und das neue Bunkermuseum lange bleiben können (so Bezirksstadtrat Carsten Spallek). Foto: Dirk Jericho

Im Hintergrund des Fotos befindet sich, verkleidet durch die Ziegelwand, ein etwa drei Meter hoher, massiver Betonblock, der den darunter liegenden Bunker schützt. Der Bunker selbst ist von außen weder von der Monbijoustraße noch vom Monbijou-Park aus zu erkennen.