Heute Titelthema vom Berliner Kurier: DDR in Color

DDRinColor_Kurier

Wie über ein wiedergefundenes Familienalbum freut sich der Berliner Kurier heute über unser Buch „DDR in Color“. Unter dem Titel „Die bunte Jugend unseres Alex“ zeigt eine volle Doppelseite Farbfotos von Klaus Morgenstern (1939-2012) und erzählt von der wechselhaften Geschichte des berühmten Berliner Platzes unter der Weltzeituhr. Der farbenfrohe sechssprachige Bildband (9,80 €), der übrigens noch viel mehr als den Alexanderplatz zu bieten hat, gefiel der Redaktion so gut, dass er sogar Titelthema wurde.

 

Zerstörte Vielfalt – am Sonntag auf dem Pariser Platz

Zerstörte_Vielfalt_am BBT

Dieses Foto entstand anlässlich der Eröffnung des Themenjahrs am 16. Januar 2013

 

Am  Sonntag, dem 10. November 2013 findet abends ab 18 Uhr das Berliner Themenjahr „Zerstörte Vielfalt“ mit einer sehr bewegenden  Großveranstaltung auf dem Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor seinen stimmungsvollen Ausklang.

Unter der Überschrift  „Zerstörte Vielfalt“ erinnert Berlin in diesem Jahr an den 80. Jahrestag der Machtübergabe an die Nationalsozialisten und den 75. Jahrestag der Novemberpogrome. In den fast 1000 Veranstaltungen der über 170 Projektpartner des Themenjahres ist es gelungen, an die zerstörerischen Auswirkungen der nationalsozialistischen Herrschaft zu erinnern und zugleich den Brückenschlag zur Vielfalt, Modernität und Toleranz einer demokratisch verfassten Gesellschaft heute zu leisten.

Diese  zentrale Botschaft des Themenjahres, dass Freiheit nur in Vielfalt gedeihen kann, wird auch die Abschlussveranstaltung prägen. Der britische Star-Geiger Daniel Hope, der Zeitzeuge Coco Schuhmann, die Zeitzeuginnen Margot Friedländer und Inge Deutschkron werden diesen Abend zu einem großen Erlebnis werden lassen. Zudem wollen viele  Berliner Schüler und Jugendliche in künstlerisch ambitionierten Filmbotschaften ihren Willen bekunden, Demokratie und Freiheit zu leben und gegen Angriffe von rechts zu verteidigen.

Frühere Berichte in diesem Tagebuch zum Thema Zerstörte Vielfalt (Auswahl):

Eröffnungsveranstaltung am Brandenburger Tor …

Eröffnungsveranstaltung Zerstörte Vielfalt im Deutschen Historischen Museum …

Buchvorstellungen vier Buchtitel des Berlin Story Verlags zum Thema Zerstörte Vielfalt in der Landesbibliothek …

Buchvorstellung Herschel Grynszpan im Centrum Judaicum …

Diese Bücher kommen demnächst

Berlin_Logo_MittelstraßeEin Blick auf die Seite des Berlin Story Verlags zeigt, was wir in diesem Jahr noch vorhaben. Unter Hochdruck wird gearbeitet an der politischen Karte „Nationalsozialismus“ und „Kalter Krieg“.

Fünf Bücher sind gerade im Druck. „Das pysikalische Berlin“ kann auch diese Woche in Druck gehen, „Häuserkampf“ braucht dringen einen BackCover-Text, dann kann es auch losgehen.

Hier geht es zu den Vorankündigungen des Berlin Story Verlags …

Rainer Blasius bespricht in der FAZ das Buch HERSCHEL von Armin Fuhrer

Herschel_Cover_250Rainer Blasius, der Chef „Politische Bücher“ bei der FAZ, bespricht ausführlich das Buch von Armin Fuhrer über Herschel Grynszpan aus dem Berlin Story Verlag.

Blasius geht darauf ein, dass sowohl der Täter Grynszpan wie auch das Opfer Ernst vom Rath nach den brutalen Ausschreitungen am 9. November 1938 und nach dem Holocaust in den Hintergrund traten.

“ … Dagegen schreibt Armin Fuhrer jetzt auf breiter Quellenbasis mit Verve an. Er ist überzeugt davon, dass es sich bei dem Anschlag nicht um eine „homosexuelle  …“ (25 Wörter dürfen wir zitieren.)

Lesen Sie den gesamten Beitrag von Rainer Blasius in der FAZ …

Mehr zum Buch im Verlagsprogramm des Berlin Story Verlags …

 

 

 

 

Bethlehemskirche – Bürgermeisterin von Madrid für Erhalt

Bethlehemkirche_Ana_Botella_Juan_Garaizabal Bethlehemkirche_Ana_Botella_Pfr_Krebs
Der spanische Künstler Juan Garaizabal (Madrid, 1971) hat am historischen Ort der Bethlehemskirche in der Nähe des heutigen Checkpoint Charlie an der Mauerstraße eine Rekonstruktion der zur Mauer-Zeit gesprengten Kirche in Umrissen gebaut. Die Genehmigung, dass dieses Kunstwerk hier stehen darf, läuft Ende November aus. Dann soll es weg. An vielen Orten der Welt erinnert Garaizabal mit seinem Projekt Memorias Urbanas (Link mit vielen Fotos zum Aufbau des Kunstwerks) an außergewöhnliche, aber abwesende Orte. So in Venedig, Lissabon, Mexiko Stadt, London, Paris, Istanbul und Chicago.

Die Bürgermeisterin von Madrid, Ana Botella (rechts), besucht das Werk und den Künstler. Sie setzt sich für den Erhalt des Kunstwerks ein.

Dass es hier um Toleranz, um Flüchtlinge, um die besten Seiten unserer Geschichte geht, erläutert Dr. Bernd Krebs, der Pfarrer der Gemeinde. Die Initiative der Evangelisch Reformierten Bethlehem Gemeinde und der Gossner Mission schreibt:

„An diesem Platz wird in der Mitte Berlins eine beispielhafte Politik der Aufnahme von Flüchtlingen und der religiösen Toleranz sichtbar. Mit der Errichtung der Bethlehemskirche im Jahr 1737 und der Erlaubnis zur Ausübung ihrer Religion in tschechischer Sprache stärkte König Friedrich Wilhelm I. die Loyalität der Flüchtlinge und beförderte ihre Integration. Das Abtragen auch dieser Kirche im Jahr 1963 durch den kommunistischen Magistrat von Ost-Berlin folgte dem Bild einer Stadt ohne Religion und war das Gegenteil von Toleranz.

Mit der Nachbildung der Konturen der Bethlehemskirche hat der spanische Künstler Juan Garaizabal diesen historischen Zusammenhang sichtbar gemacht. Mit der von den Senatsverwaltungen für Stadtentwicklung und Bau getroffenen Entscheidung, den Kirchen-Grundriss mit einer besonderen Pflasterung zu kennzeichnen, wurde auf die geschichtliche Bedeutung dieses Platzes bereits 1997 hingewiesen.

Die Bethlehemskirche war das religiöse und geistige Zentrum der böhmischen Glaubensflüchtlinge in Berlin und Brandenburg. Hier befindet sich zugleich der Gründungs- und Ausgangspunkt der heute weltweit tätigen Gossner Mission, der heute in Rixdorf-Neukölln tätigen Evangelisch Reformierten Bethlehemsgemeinde sowie des Elisabethkrankenhauses, als erstem evangelischem Krankenhaus Berlins.“

In diesem Blog berichtete ich bereits vor mehr als einem Jahr über den Aufbau des Kunstwerks zur Bethlehemskirche …

Herschel Grünspan erhält eine Postkarte von seiner Schwester – vor 75 Jahren

Herschel_Cover_250

Der 17-jährige Herschel Grynszpan, der sich seit einigen Wochen illegal in Paris aufhält, bekommt eine Postkarte seiner Schwester Berta.
Postkarte Berta Grynszpans an Herschel/Hermann Grynszpan vom 31. Oktober

Lieber Hermann, von unserem großen Unglück hast du sicher gehört. Ich will dir genau schildern, wie das vorgegangen ist. Donnerstag abend hat man rumgesprochen das man alle poln. Juden in einer Stadt ausgewiesen hat. Jedoch wollten wir das nicht glauben. Donnerstag abend um 9 Uhr ist ein Sipo zu uns gekommen und sagte wir müssen zur Polizei und die Pässe mitbringen. So wie wir gestanden sind wir alle zusammen mit dem Sipo zur Polizei gegangen. Dort war schon ziemlich unser Revier versammelt.

Von dort hat man uns alle im Polizeiauto nach Rusthaus gefahren. Dorthin hat man alle gebracht. Man hatte zwar nicht gesagt was los ist, aber wir haben gesehen das wir fertig sind. Jedem hat man dann einen Ausweis in die Hand gedrückt bis zum 29. mußte man das Land verlassen. Man hat uns nicht mehr nach Hause gelassen. Ich habe gebettelt man soll mich nach Hause lassen wenigstens etwas Zeug zu holen. Bin dann mit einem Sipo gegangen und habe in einem Koffer die nötigsten Kleidungsstücke gepackt. Und das ist alles was ich gerettet habe. Wir sind ohne Pfennig Geld. Fortsetzung nächstes mal.

Grüße und Küsse von alle, Berta

Mehr über Herschel Grynszpan im Buch HERSCHEL von Armin Fuhrer, erschienen im Berlin Story Verlag.

Chinesisches Fernsehen berichtet über Berlin Story

Yu_Chenchao462Yu Chenchao plant einen 45-Minuten-Film über die Berlin Story. Er ist der International Producer der Abteilung Large-Scale TV Documentary beim größten chinesischen Fernsehsender CCTV, China Central Television.

Yu beobachtet die Berlin Story und diesen Blog seit langer Zeit, möchte an unserem Beispiel etwas über die Entwicklung des Buchmarkts bringen und über die Situation Buch – Internet. Die Doku über uns wird für den zweitgrößten chinesischen Fernsehsender sein, der in meinen Ohren wie die bekannte Biermarke Tsingtao klingt, das nach deutschem Reinheitsgebot gebraute Bier aus Tsingtau/Qingdao.

Internationale Gäste im Berlin Museum

Auslandsgesellschaft

20131101_022

20131101_03
Mehr als 40 Gäste aus mehr als einem Dutzend Länder besuchten zusammen mit Eckhard Kohle (vor Trabi) das Berlin Story Museum.

Die Auslandsgesellschaft NRW kommt immer wieder mit großen Gruppen. Bei uns sei es einfach, schnell, extrem international. Gefördert wird das Programm von der Bundeszentrale für politische Bildung.

Auch Unter den Linden 10 (Bild unten) war es heute ziemlich voll.