Ein neues liebstes Fotobuch: „Inside Kreuzberg“

 

Auf manche Büchern freuen wir uns so sehr, dass wir es laut herausbrüllen wollen: Der neue Bildband vom Wahlberliner Michael Hughes wurde nach letzten Korrekturen heute an die Druckerei übergeben! Den gebürtigen Briten kennen wir seit dem Ausstellungskatalog Stillstand und Bewegung. Menschen in Kreuzberg – Fotografien aus den 70ern und 80ern, der letztes Jahr bei uns erschien. Er hat vor Kurzem auch Postkarten bei uns veröffentlicht – und zwar echte Souvenir-Karten mit einem Augenzwinkern.

 

Diesen leicht irritierten Blick auf die Dinge und Menschen findet man auch und besonders in seinen Fotos aus den wilden 80ern. Unter jedes Kreuzbergbild hat Hughes eine kleine Anekdote oder Erinnerung geschrieben. Das Buch dokumentiert Straßenkampf und Kiezalltag, Armut und Partyleben – von 1982 bis zum Mauerfall. In drei Wochen können wir die Hommage auf Berlin-Kreuzberg in den 80ern endlich in den Händen halten.

 

Michael Hughes: Inside Kreuzberg. Eine Hommage auf Berlin-Kreuzberg in den 80ern /An homage to Berlin-Kreuzberg in the 80ies. 21,0 x 21,0 cm, deutsch und englisch, fester Einband, 96 Seiten, 97 Fotografien, 19,80 €

 

Inside Kreuzberg geht in Druck

Inside_Kreuzberg_Cover

Inside_Kreuzberg_Auszug

Heute geht das Fotobuch von Michael Hughes in Druck. Eine Hommage auf Kreuzberg. So liest sich der Backcover-Text:

Einen prüden Briten verschlägt es nach Berlin, er sieht zuerst die Nackten im Tiergarten, landet in einer WG in der Oranienstraße, findet sich auf einem Punk-Konzert im Waschsalon wieder und riecht Hammelspieß in der Wrangelstraße.

Kreuzberg, als es aussieht wie in der Nachkriegszeit. Kreuzberg, als es noch richtig abging.

Kinder, Alte, Polizei. Feste, Armut, Demonstranten.

Rüstige DDR-Renter erscheinen durch ein Loch in der Mauer, die sonst das Ende der Welt markiert und erst interessant wird, als sie fällt.
Michael Hughes ist auf einmal mittendrin, drückt auf den Auslöser und vergisst zurückzugehen.

Mehr zu Inside Kreuzberg von Michael Hughes aus dem Berlin Story Verlag …

Sophie killt Festplatten

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Sophie gibt den Festplatten einen Schlag auf den Lesekopf und schon sind sie hinüber.

So viele Rechner haben wir entsorgt und durch neue ersetzt.

Die Rechner selbst haben Freunde von Georgios abgeholt. Sie bauen sich einen 3D-Drucker daraus.

Mitarbeiter bei 40 Grad

40 gradDie Mitarbeiterin aus Kreta freut sich: Endlich angenehme Temperaturen.
Die Mitarbeiterin aus Kolumbien sagt: Könnte noch etwas zulegen.
Die Mitarbeiterin aus Sardinien sagt: Schön warm … und keine Waldbrandgefahr.
Die Mitarbeiterin aus Nikaragua sagt: Etwas mehr Luftfeuchtigkeit wäre super.
Die Mitarbeiterin aus Katalonien sagt: Endlich einigermaßen wie zu Hause.
Die Mitarbeiterin aus dem Libanon sagt: Beschwingt im Ramadan.
Der Mitarbeiter aus Hong Kong sagt: Dass es in Berlin so behaglich sein kann.
Nur der Mitarbeiter aus Manchester sagt gar nichts mehr.

Buchhandlung voll bei 40 Grad

Buchhandlung bei 40 Grad

Es ist erstaunlich, dass nicht alle Schwimmen gehen oder im Biergarten sitzen – tatsächlich ist selbst an diesem extrem heißen Tag die Buchhandlung voller Kunden.

Politische Bildung bei 40 Grad

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Um diese Karte geht es, die Besatzungszonen. Das ist unser tägliches Bildungsprogramm.

Die Aufnahmen entstanden innerhalb von zehn Minuten.

Das Tagebuch hat Hitzefrei

40 Grad Unter den Linden, alles läuft prima, nur etwas langsam.

Bombenkrater 1945 – wo ist das?

Bombenkrater
1945 in Berlin. Wahrscheinlich handelt es sich um einen U-Bahnhof oder einen Strecke, die getroffen wurde.
Wir haben ein ähnliches Foto, das den Hausvogteiplatz zeigt. Kann das auch dieser Platz sein? Oder ist es ganz woanders?
Das Foto könnte Teil des entstehenden Bandes „Berlin 1945“ werden.

Unter den Linden – Gedicht eines Kunden

UdL_Gedicht-1
UdL_Gedicht_2
Hans-Jörg N. aus Krakow, der immer wieder die Berlin Story besucht, hat uns einen Brief mit diesem Gedicht über „Unter den Linden“ geschickt.

„Schon seit Jahren beziehe ich Ihre Rundschreiben, über die ich mich jedes mal sehr freue, denn sie enthalten immer interessante Angebote. Ich bin fast monatlich in der Berlin Story.

Es ist meist ein Erlebnis, Unter den Linden zu flanieren …

Ich bin immer gern in Berlin und möchte Ihnen ein kleines Gedicht senden und wünsche Ihnen alles Gute und Glück für die Berlin Story,
herzliche Grüße,
HJB“

Naturkundemuseum

Naturkundemuseum

Naturkundemuseum

Lange war ich nicht dort! Der Museums-Flyer verdeutlicht mir, wie lange ich schon nicht mehr an diesem Ort meiner Kindheitsträume gewesen bin. Mein bislang einziger Besuch muss schon vor dem Jahr 2010 stattgefunden haben, denn die Naturkundemuseum Nass-Sammlung war damals noch nicht zugänglich. Ich stehe also wieder vor den riesigen Saurierskeletten und die Herzen meiner wahlweise 6-14 jährigen Ichs schlagen wild durcheinander.

Nachdem der Kindergarten seine kleine Runde unter den Sauropoden, dessen höchster mich in 13m Höhe nicht weiter beachtet, und vor den Raubsauriern, deren Brutalität die Fantasie beflügeln, bekommen hat, kann ich mich in Ruhe meiner knapp zweistündigen Tour widmen. Denn neben den Sauriern gibt es schon in diesem ersten Bereich des Museums weitere hochinteressante Entdeckungen zu machen. Hier finden sich allerlei Fundstücke aus der Tendagururegion, aus der auch die Saurierskelette stammen, und aus Solnhofen, dessen Klima dem Erhalt der Seefossilien zugute kam. Hier bekommt man einen Eindruck des Zusammenspiels von Flora, Fauna und Klima in der Region, wird erklärt, wie eine Küstenregion funktionierte, wo wer gelebt und wer wen gefressen hat – das interessiert dann auch den träumenden Kindergarten wieder, der den Kampf der Titanen auf Leben und Tod gerne aus nächster Nähe erleben möchte.

Allosaurus

Allosaurus

Nachdem der Kindergarten genug Zeit verträumen durfte, ging es geradeaus weiter hinein in das System Erde. Getaucht in atmosphärisch-dämmeriges Licht erfährt der interessierte Besucher hier die Grundlagen des komplexen Systems Leben. Wie beeinflussen die Bewegungen der Erdplatten das Entstehen von Gebirgen und Meeren und damit die Entstehung neuer Arten? Wie stabilisierte sich das Klima auf der noch jungen Erde durch die Entstehung von Organismen? Und wie gefährlich können Meteoriten sein, die die Erde seit Jahrmillionen treffen und so auch das Leben immer wieder beeinflussen. Interessiert lauschte ich den Erklärungen des Präparators, der das Modell des Urpferds erstellt hat und welche wissenschaftlichen Beweggünde ihn dabei leiteten.

 

 

Verborgen hinter dieser Tür befindet sich die Nass-Sammlung

Verborgen hinter dieser Tür befindet sich die Nass-Sammlung

Nachdem der nun zum Geologen mutierte Paläontologe genug hatte, wechselte ich in die Sonderausstellung zum 60. Geburtstag der Entdeckung der DNA, die ich zwar interessant fand, mich aber nicht so fesseln konnte, wie die darauf folgende Nass-Sammlung.

Zunächst stand ich vor der elektronischen Tafel im Vorraum und informierte mich über den seit 2010 zugänglichen Flügel des Museums, das insgesamt 30 Mio. Präparate sein Eigen nennt. Allein die Nass-Sammlung beherbergt 1 Mio. Präparate in 233.000 Gläsern, eingelegt in 80.000 Litern Alkohol, die auf 12,3 Regalkilometern stehen. Wichtig sind diese Alkoholpräparate zur Erforschung der Biodiversität und Evolution. Schon mein erster Blick durch die verschlossene Tür ließ mich erstaunen. Nichts aber auch gar nichts konnte mich dann aber auf das vorbereiten, was mir hinter dieser Tür passierte. Das Ensemble der Präparate in diesem eiskalten Raum war einer der schönsten Anblicke, die mir in meinen 33 Jahren Lebenszeit begegnet sind. In ihren Gläsern leuchtende Haie, Rochen, Egel, Fische und andere Meereslebewesen. Hier verbinden sich Wissenschaft und Ästhetik auf erhabene Weise miteinander.

Das Museum bietet noch viel mehr: Modelle, Präparate, Gesteinsproben und natürlich den Astronomieraum mit seiner schwebenden Animation, die jede für sich einen eigenen Besuch wert sind.

Fazit: Unbedingt hingehen! Einen vollen Tag freinehmen, sich vorher ausgiebig informieren und sich bezaubern lassen von der Vielfalt des Lebens!