Berlinale Schaufenster

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Marie hat das Schaufenster zur Berlinale gestaltet.

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„Gott würfelt nicht“

Karmeliterinnen

Die beiden Karmelitinnen aus München vom „Orden der Schwestern der allerseligsten Jungfrau Maria vom Berge Karmel“ besuchten das Kloster ihrer Kongregation in Berlin und erhielten in der Berlin Story eine Einstein-Tasse „Gott würfelt nicht“. Damit wollte Albert Einstein sagen, dass die Schöpfung kein Zufall ist, nicht so dahingewürfelt, sondern ganz gut geplant.

 

Elyse macht Karriere

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Elyse Wong kam von der Hong Kong Baptist University im Jahr 2007 als Praktikantin sechs Monate lang in die Berlin Story.

Heute besuchte Elyse uns mit ihrem Freund.

„Ein Freund“ oder „mein Freund“ … , das gehört zu den ersten Begriffen beim Deutsch lernen, die man gut auseinanderhalten muß.

Beide waren gerade vorher auf einer Veranstaltung der Buchmesse Frankfurt.

Elyse hat über die Berlin Story zum Buchhandel gefunden. Seit mehr als vier Jahren arbeitet sie als Assistentin der Geschäfsführerin bei Swindon Books in Hong Kong.

 

 

 

Wieland Giebel, Elyse Wong, eine Freundin und Enno Lenze.

Enno Lenze ist von der Uni Hong Kong eingeladen, in den nächsten Wochen über die gesellschaftliche Lage in Deutschland zu referieren.

 

 

Damals, im Jahr 2007, machte Elyse Dim Sum, siehe unten.

 

 

Museum gut besucht – auch Anfang Februar

Museum

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Anatomisches Theater – mein Geheimtipp

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Von einem Geheimtipp habe ich in diesem Tagebuch noch nie gesprochen – soweit ich mich erinnern kann. Geheimtipps gibt es eigentlich nicht. Die Leser dieses Tagebuchs sind in der Regel bestens informiert.

Um es vorwegzunehmen: Dieses Kleinod Berliner Geschichte kann man von Dienstag bis Sonnabend von 14 bis 18 Uhr besuchen – es kostet nichts, der Eintritt ist frei.

Oben sieht man, wie das Anatomische Theater mitten im Gelände der Charité liegt. Rechts auf dem Luftbild kann man sich vorstellen, wie man von der Luisenstraße (links) durch eine Hofeinfahrt auf Höhe von Luisenstraße 56 in 10117 Berlin ins Gelände kommt.

Norbert Heuler vom Landesdenkmalamt Berlin führt Mitglieder von „Denk mal an Berlin“. Heuler war auch für die Restaurierung des Neuen Museums verantwortlich, für den Tränenpalast – und für die Kaiserhöfe. Im Buch des Berlin Story Verlags über die Kaiserhöfe schrieb Norbert Heuler das wichtige Kapitel über die Restaurierung eines alten, heruntergekomenen Gebäudes, das kommerziell genutzt werden sollte. Durch seine Betreuung und seinen unendlichen Erfahrungsschatz wurden die Kaiserhöfe so schön wie sie sind. Das Buch kommt demnächst in einer neuen Auflage heraus.

Das Tieranatomische Theater war Herzstück der neu gegründeten Tierarzneischule. Friedrich Wilhelm II. gab den Auftrag an Carl Cotthard Langhans.

Langhans arbeitete 1789/1790 parallel am Brandenburger Tor – siehe das Buch aus dem Berlin Story Verlag von Monika Bauert.

Beim Anatomischen Theater handet es sich um das älteste und bedeutendste erhaltene akademische Lehrgebäude in Berlin.

Ausführlich mit alten und neuen Fotos sowie Links zu Fachbeiträgen in der Wikipedia …

Die Restaurierung stellte sich als  extrem aufwendig heraus. Vieles war verrotet. Das Sockelgeschoss zur DDR-Zeit verbaut – es wurde nach den Vorgaben von Langhaus zurückgebaut, was ja Denkmalsleuten immer Schmerzen bereitet. Von 2005 bis 2012 wurde am Gebäude gearbeitet.

Der Dachstuhl war voller Schwamm und wurde mit raffinierten Methoden (Erhitzen sechs Stunden über 60 Grad, aber natürlich mit dichtem Mützchen über der riesigen Kuppel) von Schäden beseitigt.

Die Geländer der vielen Treppen wurden in der Art hergestellt, wie Langhans sie an vielen seiner Bauten verwendete.

Der Fahrstuhl für die Kadaver könnte wiederhergestellt werden. Norbert Heuler steht in der Mitte des Saals auf einem ausgespartem Kreis.

Auf  den unteren Fotos ist die ebenfalls wiederhergestellte Bibliothek zu sehen (mit Besuchern und Dr. Agnete von Specht, der Geschäftsführerin von „Denk mal an Berlin“.

 Darunter ein Anbau, der viele Jahre später entstand und der noch nicht restauriert ist. Anhand dieses Fotos erhält man eine Idee davon, welche Arbeit in der Restaurierung steckt.

 

Auswertung unserer eBooks für das Jahr 2012

Den Buch-Verlegern wird oft vorgeworfen, sich dem Neuen zu verschließen. Die Kritik kommt vor allem von jungen Internetnutzern. Aber während sich im Internet alle paar Wochen Trends und alle paar Jahre größere Dinge ändern, ist der Buchhandel und das Verlagswesen seit Jahrzehnten bis Jahrhunderten relativ stabil. Natürlich schwingt man da nicht im Wochentakt mit neuen Trends mit. Um mal einen plakativen Vergleich zu bedienen: Vor 10 Jahren kannte niemand StudiVZ, inzwischen benutzt es niemand mehr, dazwischen war es die Nummer eins. Die Nutzung des Dudens sieht da stabiler aus.

Schnelle und langsame Trends

Nun gibt es auch im Verlagswesen Trends wie z.B. eBooks. Schon vor 15 Jahren habe ich mir auf der Cebit kiloschwere eBook-Reader angesehen und bin von ausgegangen, dass das die Zukunft ist. Inzwischen stehe ich auf der Cebit, gucke mir grammleichte eBook-Reader an und gehe von aus, dass das die Zukunft ist. Hätte ein Verlag vor 15 Jahren alle Bücher parallel als eBook angeboten, dann hätten sich viele Leute gefreut, dass er ein solcher Vorreiter ist, aber genutzt hätte es ihm nicht viel. Zu werben mit „Wir machen seit 15 Jahren eBooks“ ist kein echtes Verkaufsargument. Und bei den meisten Buchverlagen liegt das Geld nicht in Stapeln rum, dass man solche Experimente mal eben machen kann. So auch in meinem. Ich möchte gerne alle Bücher als eBooks in allen Formaten und in allen Marktplätzen (iBookstore, Kindle etc.) anbieten. Am liebsten auch als Download (als MP3, und OGG) und bezahlbar über jedes erdenkliche Zahlungssystem. Dazu die Bücher und CDs im Handel und Stationen, an denen man per USB-Anschluss die Dateien direkt auf den MP3-Player bekommt. Und natürlich alles ohne DRM. Ich meine immer noch, dass DRM eher gegen Kunden hilft als gegen unlizenzierte Kopien.
Aber all das steht in keinem Verhältnis zu dem Erlös, den man damit generieren kann.

Als ich den Verlag damals übernahm, stand für mich fest: Wir müssen schnell alle Titel als eBooks anbieten. Die Zeit ist reif, die Nachfrage steigt. Und wenn in wenigen Jahren deutlich mehr eBooks gelesen werden, dann müssen wir das Angebot haben. Doch wie ich hier bereits erklärte, ist es im Details etwas schwieriger.

eBooks in Zahlen 2012

Wir haben im Jahr 2012 rund 25 neue (gedruckte) Titel herausgegeben und 20 bereits erschienene Titel neu aufgelegt. Neun davon sind als eBook verfügbar. Eins davon auch kapitelweise, einige eBooks für 99 Cent. Wir haben mit etwa 3.000 verkauften eBooks etwa 1% des Umsatzes gemacht. In Filesharingbörsen sind nach eigenen Recherchen der gängigen Plattformen keine aufgetaucht. Der Aufwand, die eBooks umzusetzen, in die Marktplätze einstellen zu lassen usw. ist verhältnismäßig hoch. Somit haben die eBooks nur etwa 25% der Kosten, die wir durch sie haben, erlöst. Daher wird es auch nur in diesem langsamen Tempo weitergehen: Ich würde mehr in diesen Bereich investieren, wenn es mehr Kunden gäbe. So wird es wohl mehrere Jahre dauern, bis die ganze Backlist als eBook verfügbar ist. Nicht, weil ich etwas gegen Innovation habe, sondern weil ich wirtschaftlich arbeiten muss. Und warum wir die eBooks nicht einfach verschenken können, wie es sich mancher Leser wünscht, erkläre ich in diesem Blogpost.

Sieht man sich die Aufteilung unserer eBooks nach Marktplätzen an, so gibt es wenig Überraschungen:

ebook 2012 marketplaces

Amazon ist der Platzhirsch, gefolgt von Libri, libreka und iTunes. Der Kindle ist und bleibt die Nummer eins bei den normalen Nutzern. So wie als MP3-Player der iPod nicht mehr weg zu denken ist.

Bei unseren Titeln ist es (aus Sicht des Verlegers) auch nicht überraschend:

eBook Auswertung 2012 nach Titeln

Unsere Top 5 eBooks sind:

Es fällt einem auf, dass drei der Top 5 eBooks aus Klaus Behlings Feder stammen (einmal in Zusammenarbeit mit Andreas Jüttemann). Das wundert mich nicht, ist er doch immer offen für Experimente im Verlagswesen. Seine gut laufenden Bücher wurden teilweise für 99 Cent angeboten. Sein Titel „Der letzte macht das Licht aus…wurde sogar verschenkt (und um eine Spende gebeten), bis uns dieses Experiment von den Buchpreiswächtern verboten wurde.

Fazit

Somit kann man sagen: Gerade für kleine Verlage ist es noch ein langer Weg, bis sich eBooks wirtschaftlich lohnen. Aber mit dem Mut zu Experimenten und durch Autoren, die das mitmachen, kann man beachtliche (kleine) Erfolge verzeichnen. Wir machen weiter und hoffen weiterhin auf viel Feedback unserer Leser. Was sollen wir als nächstes probieren?