Don Giovanni – Oper für alle

Sex & Crime mit Daniel Barenboim auf dem Opernplatz. Zu viel geknuspert, zu viel gesoffen, ein böses Ende. Er (Don Giovanni) verschwindet in der Versenkung.

Ich weiß nicht, ob Don Giovanni nur mich an Berlusconi erinnert hat.

Großartige Stimmen, eine sehr angenehme Atmosphäre.

Schon ab dem Nachmittag strömten Menschen auf den Opernplatz.

Dass die Leinwand jetzt auf der Seite der Humboldt Universität ist, macht alles großzügiger.

Mara – die Biografie erschienen. Die einzige Frau in Sanssouci

Frisch und gut riechend der Druckerei:

Rosa Kaulitz-Niedeck , Wieland Giebel (Hg.)

Die Mara – Das Leben einer berühmten Sängerin

Elisabeth Mara faszinierte ein halbes Jahrhundert lang ganz Europa. Ihr Leben war skandalumwittert und eigenwillig. Elisabeth Mara war die Diva des 18. Jahrhunderts, die Callas einer Epoche größten höfischen Glanzes und einschneidender politischer Veränderungen.

Sie sang vor Marie-Antoinette und Napoleon, sie erlebte höchste Ehrungen in Italien. In London war sie der Star der Oper, in Moskau wurde sie von Zar Alexander I. umworben.

Dieses Buch räumt mit der Legende auf, dass auf Schloss Sanssouci keine Frauen waren.

Mehr über das Buch MARA, Das Leben einer berühmten Sängerin aus dem Berlin Story Verlag …

Sofort kaufen in der Berlin Story, Unter den Linden 40.

Liquid Feedback – Release 2.0 und Liquid Friesland

Im HBC, dem ehemaligen ungarischen Kulturzentrum in der Karl-Liebknecht Straße, stellen die Entwickler von Liquid Feedback vor, die dieses Internetbeteiligungs- instrument weiterentwickelt wird, wie es im Landkreis Friesland demnächst für 100.000 Bürger angewendet wird und wie es bei Slow Food bereits für die 11.000 Mitglieder läuft.

Wie soll Demokratie organisiert werden? Zeigemäß, mit möglichst einfacher und weit verbreiteter Teilnahmemöglichkeit.

Höhepunkt des Abends war der Release von Liquid Feedback 2.0. Der Verein Public Software Group entwickelte dieses Demokratie-instrument. Andreas Nitsche, Axel Kistner, Björn Swierczek (hier auf der Bühne) sowie Jan Behrens und andere.

Auf der Bühne Martin Delius, MdA der Piraten, (redet, mittig, zum Vergrößern klicken), die Vorsitzende von Slow Food Deutschland, Dr. Ursula Hudson, sowie dem Pressesprecher von Friesland Sönke Klug  („Denken Sie an die JEVER Werbung, dann wissen Sie, wie es bei uns aussieht“).

Im Kern geht es um politische, gesellschaftlich Teilnahme. Die Entwickler hängen die Meßlatte niedrig. „Liquid Feedback bringt Leute, die sich für nichts oder für ein bestimmtes Thema nicht interessieren, nicht dazu, sich jetzt auf einmal dafür zu interessieren.“ LF kann keine geheimen Wahlen ersetzen, kann das System der Abgeordneten und  deren Verantwortung nicht ablösen.

Im Landkreis Friesland (85 % Breitband), so die Entwickler, sei alles sehr gut vorbereitet. Es seien für dieses neue, zusätzliche Instrument keine gesetzlichen Regelungen notwendig. Durch die Transparenz, jeder muss sich mit seinem Namen anmelden und mit Namen teilnehmen (Zugangscode wie bei Online-Banking per Post), gäbe es keine Gefahr struktureller Machtakkumulation. Es könne sich nicht jeder um alles kümmern, deswegen dürften Stimmen übertragen werden, das sei Teil dynamischer Arbeitsteilung unserer Gesellschaft.

Sönke Klug sieht Liquid Feedback als zusätzlichen Kommunikationskanal. Die Hürde zur beteiligung werden in bestimmten Bereichen  niedriger. Hürden gäbe es auch in der tatsächlichen, analogen Welt.Die testphase laufe ein jahr.

Martin Delius: In Friedrichshain-Kreuzberg und in Pankow laufen auch die Planungen an. Es wäre auch schön, Liquid Feedback für das Abgeordnetenhaus zu haben.

Frage eines jungen LINKEN: Wie können ältere Menschen eingebunden werden, die kein Internet haben? Bibliothek, Helfer, es gibt verschiedene Ideen – aber eigentlich haben sich – meiner Meinung nach – die 20 Prozent der Bevölkerung ohne Internet von den 80 Prozent mit Internet in Berlin  (wie Hamburg und Bremen) selbst abgehängt (Deutschland 76 Prozent).

Die Kosten, danach wurde auf der Veranstaltung gefragt und bei Spiegel online – siehe unten, betragen lächerliche 12.000 Euro. Martin Delius: das ist deutlich weniger, als Berlin für die Internetfilterungen in Schulen ausgibt.

Über Liquid Friesland berichtete ausführlich Spiegel online SPON …

Über Liquid Democracy berichtete der FOCUS …

Das ausführliche Buch zum Thema mit umfangreichen Kapitel zu Liquid Feedback, den Möglichkeiten, den Entwicklern gibt es im Berlin Story Verlag. „Das Betriebssystem erneuern“.

Direkt kaufen in der Buchhandlung berlin Story, Unter den Linden 40.

Michaelkirchpark am Engelbecken eröffnet

Die neue Parkanlage rund um die Michaelkirche wurde heute von Klaus von Krosigk, Carsten Spallek (Mitte) und Volker Hobrack eröffnet.

603.000 Euro europäischer Mittel flossen in diese prächtig gelungene Neugestaltung.
v. Krosigk hatte als Chef der Gartendenkmalpflege den Ansoß zur Entwicklung gegeben, unterstützt vom Bezirkt mitte, hier vertreten von Stadtrat Spallek (Mitte) und auch ständige begleitet durch die Arbeit des Bürgervereins Luisenstadt (Hobrack, rechts).

Im kommenden Jahren erfolgt die Straßensanierung rund um den Platz. Damit sind dann die Entwicklungsarbeiten rund um den Luisenstädtischen Kanal nahezu abgeschlossen.

 

Umgesetzt hat diese Parkidylle die Firma Hortec von Christa Ringkamp unter der Projektleitung von Ralf Hartmann.

 

Folgende Bücher gibt es im Berlin Story Verlag dazu:

Der Luisenstädtische Kanal, von Klaus Duntze

Die gesamte Entwicklung des Engelbeckens und des Kanals von Friedrich Wilhelm IV. bis heute, umfassend dargestellt und sechs Jahre hindurch recherchiert von Dr. Klaus Duntze und Mitarbeiter von Dr. Klaus von Krosigk und Klaus Lingenauber (beide Gartendenkmalpflege).

Berlin Kreuzberg SO 36, von Peter Frischmuth

Die Gegend vor 25 Jahren und heute, ein fotografischer Vergleich.

Kleine Kreuzberggeschichte, herausgegeben von Martin Düspohl.

Wie sich Kreuzberg alle 30 Jahre häutete.

Kreuzberg und seine Gotteshäuser, Marina Wesner und Museum Kreuzberg

Über die soziale und kirchleiche Entwicklung.

Jürgen Henschel – Fotograf der „Wahrheit“

Fotos aus Kreuzberg von 1967 bis 1988 einschlielich dem Foto des erschossenen Benno Ohnesorg

Berlin – Damals und heute

Auch mit einer Gegenüberstellung des Engelbeckens fürher und heute

Ganz neu:

Wandel im Flug, Luftbildaufnahmen von Robert Grahn

Michaelkirchpark und Engelbecken aus der Luft, Entwicklung des Zusammenwachsens seit 1989

 

Themenjahr 2013/1933, Verlorene Vielfalt, Pressekonferenz


André Schmitz (rechts), Kulturstaatssekretär und Schirmherr der Historiale, liest in der Vorschau des Berlin Story Verlags.

Er betont auf der sehr gut besuchten Pressekonferenz, wie glücklich wir uns schätzen können, heute in dieser von Modernität, Vielfalt und Tolerenz geprägten Stadt zu leben, die der deutschen Wiedervereinigung viel zu verdanken hat. 60 Prozent der heute in Berlin Lebenden seien nach dem Fall der Mauer geboren oder zugezogen. Die Stadt Berlin tue außerordentlich viel, für niederschwellige Geschichtsvermittlung, für die öffentlichen und kostenlosen Geschichtsausstellungen wie zwei Jahre lang am Alexanderplatz und am Checkpoint Charlie. Wiederum 60 Prozent der intensiven Besucher hätten, so die Befragungen, vorher noch keine zeitgeschichtliches Museum besucht.

Zu verdanken ist das dem Geschichtsbeauftragen Rainer E. Klemke, der auch dieses Themenjahr durchgesetzt hat. Das Themenjahr wird mit 2,4 Million aus der Lottostiftung für die Kulturprojekte GmbH und 400.000 Euro des Hauptstadtkulturfonds für die mehr als 50 Gruppen gefördert.

Zum Themenjahr 2013, Verlorene Vielfalt, erscheinen in diesem Herbst im Berlin Story Verlag vier Bücher. Mehr zu diesen Büchern im interaktiven Katalog des Berlin Story Verlags zum Blättern …

Mehr als 50 Gruppen, Museen und Einrichtungen leisten einen Beitrag zu diesem Themenjahr, das an die Verbrechen der Nazi-Herrschaft in Berlin erinnert. Mehr und ausführlich dazu von Sven Felix Kellerhoff in der Berliner Morgenpost …

Alexander Koch, Chef des Deutschen Histiorischen Museums, in dem eine Überblicksausstellungen zu den vielen Veranstaltungsorten stattfindet, ein Portal zum Themenjahr, betont, dass er das DHM als Teil der Beliner Museumslandschaft sehe, nicht als Insel des Bundes in Berlin.

Die Historiale war eine der Gruppen, die an den vielen vorbereitenden Besprechungen teilgenommen hat, dann aber aus der Förderung fiel. Wir nehmen an, dass es mit den geplanten Inhalten zu tun hat. Christine Fischer-Defoy vom Aktiven Museum stellte das Programm vor, in dem an viele bisher weniger beachtete Opfergruppen erinnert wird. Jüdische Keramikerinnen, die Verfolgung des Freidenkerverbands, die jüdischen Überlebenden in Berlin.

Christine Fischer Defoy (auf dem Podium im Foto oben die Frau rechts, zum Vergrößern Foto klicken) erinnert auch daran, dass der Senat vor 30 Jahren, also im Jahr 1983,für die damals eher als links angesehenen Gruppen wie die Geschichtswerkstätten kein Geld für die Erinnerungsarbeit an die Verbrechen der Nationalsozialisten zur Verfügung stellen wollte. Aus dieser Zeit kennt sie auch Katharina Kaiser.

Katharina Kaiser (auf dem Podium links), Herausgeberin des Buchs Berlin, Blicke aus dem Berlin Story Verlag und langjährige Leiterin des Kunstamts Tempelhof-Schöneberg, sagt, dass Zeitzeugen immer wieder betonen: Wir sind nicht als Opfer geboren. Als Beispiel führt sie die Kinder und Jugendlichen heute an, die das Foto eines tanzenden jüdischen Mädchens betrachten und sich wundern, ein fröhliches Kind und kein Opfer zu sehen.

Der Ansatzpunkt der Historiale hätte sich von den jetzt geförderten Projekten (als einziger?) abgesetzt. Er hätte angeknüpft an die Verwunderung der Kinder, von denen Katharina Kaiser sprach, dass Nationalsozialismus im Bewußtsein heute nur von heute aus und mit Blick auf die Opfer gesehen wird. Für uns stellte sich die Frage „Wie es eigentlich war …“ oder „Wie konnte es dazu kommen?“ nämlich zur „Machtübernahme“ der Nazis am 30. Januar 1933  (siehe Foto des original Fackelzugs am 30. Januar 1933 oben, der später nachgestellt wurde, damit es bessere Aufnahmen davon gab). Diese Frage kann man nicht aus der Sicht oder im Gedenken der Opfer beantworten.

Die Historiale – Projekte nicht unterstützt

Wie wir früher die preußichen Reformer im Abgeordnetenhaus von Berlin im historischen Interviews befragt hatten, wie wir Friedrich den Großen auf der Historiale im Nikolaiviertel befragten, wie wir Einstein und Marlene Dietrich befragten oder die Revolutionäre von 1948 im Roten Rathaus, wollten wir in historischen Interviews diesmal Opportunisten, Täter und Gewinnler vorstellen. Horst Wessel sollte uns Auskunft geben über seinen Lebensweg als Kind des Pfarrers der Nikolaikirche zum Nazi-Sturmmann. Wessel hat eine aufschlußreiche Autobiografie über seinen Weg geschrieben, aus der sich ein Porträt dieses aktiven Nationalsozialisten herausarbeiten läßt. Wir wollten Leni Riefenstahl befragen, die Filmemacherin der Nazis und den Architekten Albert Speer zu seinen Welthauptstadtplänen Germania und wie er unter Hitler Karriere machte.

Wir wollten am Beispiel des bis heute populären Liedes „Lili Marleen“ in einer Talkshow zeigen, wie der Komponist des Lieds, Norbert Schultze, sich den Nazis andiente, der Texter Hans Leip  sich von ihnen abwandt und die Sängerin Lale Andersen aufgrund ihres Kontakts zu Juden Auftrittsverbot erhielt.

In welcher Form die Historiale am Themenjahr teilnimmt, ist derzeit offen.

DDR Plakate Ausstellung UdL 40 – bei uns im Haus SUPER

Sylke Wunderlich von der Stiftung Plakat Ost eröffnet im zweiten OG von Unter dem Linden 40, also im Haus der Berlin Story,
die phantastische Ausstellung mit Plakaten aus der gesamten Zeit der DDR – Überklebt, Plakate aus der DDR.

 

 

Tageszeitungen in Berlin – katastrophaler Rückgang

Die drei Qualitätszeitungen, Berliner Zeitung, Berliner Morgenopost und Tagesspiegel, verloren innerhalb von zwei Jahren mehr als 32.000 Leser.

Aus den Lesern dieser Zeitungen – wenige im Verhältis zu den 3,4 Millionen Berlinern – rekrutiert sich die Kundschaft des Berlin Story Verlags und der Buchhandlung.
Gleichzeitig ging in diesen beiden Jahren auch der Umsatz des Sortimentsbuchhandels zurück.

Uns trifft es nicht, 1. weil wir auch stark touristisch ausgerichtet sind, 2. weil wir sehr gut im Internet präsent sind, 3. weil wir relativ viele Non-Books verkaufen (andere sagen dazu Souvenirs), weil insgesamt unsere Innovationskraft gut ausgeprägt ist.

Dennoch stellen wir uns immer weiter darauf ein, die Basis verbreitern und im Internet noch besser werden zu müssen.

Die Internetseite der Berlin Story gehört zu den ersten tausend kommerziellen Internetseiten Deutschlands und glänzt durch eigenen Inhalt, der für die Besucher der Seite tatsächlich Bedeutung hat – das findet Google gut und plaziert uns weit oben.

Piraten aus Oldenburg über die Recherche zum Piratenbuch

Wie ausführlich für das Buch „Das Betriebssystem erneuern“ recherchiert wurde, geht aus einem Blogeintrag der Piraten in Oldenburg hervor

„… Auch aus Sicht der Piraten erwies sich das Treffen als interessant, da Herr Dr. Appelius viele Informationen über unterschiedliche Verbände gesammelt hatte, mit denen er das Seminar füllte. Somit konnten auch die Oldenburger Piraten ihr Wissen über ihre Partei erweitern, die aufgrund einer immensen Vielzahl von Stammtischen und Verbänden so unterschiedliche Meinungen und Ansichten hervorbringt, dass trotz der Transparenz und Vernetzung diese nicht in ihrer Gänze erfasst werden können …“

Hier geht es zum Blog der Piraten in Oldenburg …

Hier kann man das Buch bestellen …

Hier kann man mehr über das Buch und die Autoren erfahren …

Hier kann man sehen, wie das Buch auf der Bundespressekonferenz vorgestellt wurde …

Das Buch ist auch bei beam eBooks als E-Book und auch in einzelnen Kapiteln als E-Book erhältlich, ab 2,99 Euro

oder bei Amazon …

U-Bahnhof Unter den Linden

So wird der neue  Bahnhof Unter den Linden nach den Plänen der BVG aussehen.

Zum Vergrößern klicken.

„Das Betriebssystem erneuern“ – Besprechung

André Bochow bespricht in der Märkischen Oderzeitung „Das Betriebssystem erneuern“ von Stefan Appelius und Armin Fuhrer aus dem Berlin Story Verlag …