Buchhandlung und Museum voll

Es regnet weiter in Berlin, nicht so schön für die Besucher der Stadt, ganz schön für uns. Die Buchhandlung ist von morgens bis abends voll. Das Museum ist ausgebucht.

Morgen kommen neue AudioGuides, weil die Menge nicht ausreicht.

„Making of Berlin“, der 25-Minten-Film von der Gründung bis heute, ist meist etwas überfüllt. Im kleinen Kino sitzen die Menschen mit ihren AudioGuides und können diese Film in zehn Sprachen sehen.

Und innerhalb der nächsten Woche bauen wir einen kraftvollen Ventilator ein, der die Luft aus dem Museum saugt. Er steht schon im Lager, ist schön leise und saugt wie eine ganze Batterie Staubsauger.

Mit Mark Schneider fing die Historiale an

Mark Schneider (rechts) war 2006 Napoleon. So fing die Historiale an.

 

Hier sehen wir den studierten Historiker und Geschichtsdarsteller in Colonial Williamsburg, dem größen Geschichtsmuseum der Welt.

Historiale Casting in der Berliner Morgenpost

Alexandra Kilian berichtet heute in der Berliner Morgenpost über das Casting der Historiale für den Schwarzmarkt. Der Historiale-Markt findet vom 26. bis 28. August 2011 im Nikolaiviertel statt.


Historiale im Internet

Zitty berichtet online über die „Historiale 2011“, aber auch 42.000 andere und 1.700 in der direkten Verbindung „Historiale 2011 + Nikolaiviertel“.

Erster Sargverleih für Demonstrationen

Erster Berliner Sargverleih für Demonstrationen. Die Demokratie zu Grabe tragen, die Atomkraft, den Islamismus, die Studiengebühren, die Jagd, das Regime in XOXOX – immer braucht man einen Sarg. In Berlin finden pro Tag im Durchschnitt 6,8 Demonstrationen statt. Dieser Sarg wird noch schwarz gestrichen und kostet nur 20 Euro pro Tag. Sargausleihe Montag bis Sonntag 10 bis 20 Uhr. Also auch für spontane Demonstrationen, plötzliche Staatsstreiche, überraschende Hausräumungen geeignet. Der Sarg muß heile zurückkommen. Es darf kein Sprengstoff transportiert werden.

Seit wir einen Sarg im Historiale Berlin Museum stehen haben, wurden wir immer wieder danach gefragt, ob man ihn ausleihen kann. Der Sarg im Museum ist aber Teil der szenischen Installation zu 1848. 1848 war die März-Revolution für Meinungsfreiheit, Demokratie und Volksbewaffnung. Viele Aufständische wurden erschossen, 186 Särge vor dem Deutschen Dom am Gendarmenmarkt aufgebahrt. Die Historiale erinnerte daran.

Den Original-1848er-Sarg kann man also nicht ausleihen, aber dieses sehr schöne, handlich und mit vier Mann gut zu tragende Exemplar.

Historiale – das Programm steht

Enrico Wagner hat das Programm der Historiale in diesem Jahr grafisch fertiggestellt.

Einer der interessantesten Programmpunkte wird der ständige Workshop der Sportsfreunde der Sperrtechnik sein, wie man ein Schloß knackt – ohne Gewalt, ohne Spuren, einfach so mit kleinen, unscheinbaren Dietrichen.

Wir hatten ja schon einen ähnlichen Workshop bei der Historiale in der Arminiushalle in Moabit, wo es einen echten Geldschrank der Firma Arnheim aus Moabit aus dem Jahr 1861 zu sehen gab, der erklärt wurde.

Partner der Historiale in diesem Jahr sind das Deutsche Historische Museum, das Stadtmuseum Berlin, das DDR-Museum, das Kreuzberg-Museum, das Alliierten Museum, das Jugendmuseum, der Teufelsberg, der Bezirk Mitte , die Wohnungsbaugesellschaft Mitte WBM sowie natürlich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Berlin Story.

Es werden acht Big Bands und Chöre auf der großen (noch größer als bisher) Show-Bühne auftreten. Mit DJ Grammophon gibt es Agenten Rock’nRoll Partys, das Berliner Straßentheater wirbelt herum, und das Musical-Team des Kugelei dito.

Agenten, Agentenbuchautoren und ein Rockn’Roll Club treten auf.

Mehr als 20 Führungen und Radtouren zum Kalten Krieg finden von Montag, dem 22. August 2011 an statt.

Schwarzmarkt und Razzien werden die Besucher in Trab halten.

Um die Menschen vor den Razzien zu warnen, wird eine Lautsprecherwagen der Volkspolizei durch Mitte fahren und darauf hinweisen, dass es besser ist, einen großen Bogen um das Nikolaiviertel zu machen, weil dort der Schwarzmarkt unter Beobachtung steht.

Reader, elektronische Bücher

Wir sprechen immer wieder über dieses Thema, weil aus den Vereinigten Staaten zu uns dringt, dass die großen Buchhanlungen pleite machen und dass Amazon so viel Reader und Ebooks verkauft. Was tun im Verlag und in der Buchhandlung?

Wir beobachten die Stadt und sehen, dass die Menschen mit Stadtplänen herumlaufen und sich nicht mit dem Stadtplan auf dem iPhone orientieren. Es kommt vor, dass Menschen sich einen Goggle-Plan ausgedruckt haben – meist reicht der nicht weit, sie kommen mit dem Zettel und wollen Hilfe haben.

Jedenfalls spricht der weiter hohe Anteil am Verkauf von Stadtplänen dafür, dass es weiter so bleibt.

Dann befragen wir die Mitarbeiter, die alle mit Bus und Bahn (oder mit dem Rad) kommen, wie viele Menschen man mit einem Reader bei der BVG oder S-Bahn sieht. Das geht gegen Null. Das ist Null. Der Hype in den USA ist für uns auf der Grundlage unserer Lebenserfahrung nicht nachzuvollziehen. Richtig ist, dass Walmart die Bestseller verkauft, die dem Buchhandel dann fehlen, und dass es in den USA keine Buchpreisbindung gibt. Möglicherweise rettet uns das. Aber selbst wenn es bei Aldi oder Lidl die deutchen Bestseller gäbe, würde uns das auch nicht tangieren, weil es bei uns keine Bestseller gibt, nicht die von den Buch-Charts bei Spiegel oder Focus. Unsere Bestseller sind das Mauerbuch, unser kleines Geschichtsbuch, Damals und Heute.

Lehndorff – glückliche Kunden

Kaum ist Lehndorff wieder da, kommen die Kunden aus dem Umland und aus Berlin, auch liegen reichlich Bestellungen vor und Samuel Mendler vom Vertrieb hängt oft am Telefon, um zu bestätigen, dass das Buch echt da ist und gleich losgeschickt wird. Sobald es aufgehört hat zu regnen.

Selten hatten wir nach einem so alten Buch eine so große Nachfrage.

 

Die Tagebücher des Grafen Lehndorff … unsere Royals damals.

Fluchthelfer – Veranstaltungen in Thüringen

Klaus-Michael von Keussler wird das Buch Fluchthelfer auf zwei Veranstaltngen der Landeszentrale für politische Bildung in Thüringen vorstellen.

Am Montag, dem 5. September 2011 um 19 Uhr in Erfurt in der Begegnungsstätte der Kleinen Synagoge, An der Stadtmitte 4/5

 

Am Dienstag, dem 20. September 2011 um 19.30 Uhr in Nordhausen in der Statbibliothek, Wilhelm-Nebelung-Straße 10.