Dienstag, 1. Januar 2008

Engel fuer alle Der Engel möge Dich behüten und begleiten.

Wir suchen so einen Engel als Skulptur, nicht zu klein, für den Büchertisch Gärten, Friedhöfe und Parks. Wer kann helfen, wer hat einen Tip?

In den weit geöffneten Rachen eines Nilpferds starren. Das kann man sich ja vorstellen. Und es graust einem. Heute waren sehr viele sehr müde Menschen in der Buchhandlung. Wir fotografierten das lieber nicht.

Montag, 31. Dezember 2007

Vielen Dank für ein schönes e-post. Ich kann erzählen Sie das meinem urururgrossmutter kommt aus Berlin. Und ihre vater hatte ein Fabrik in Friederichstrasse. So ich fühlen mich ein bisschen berliner. Ich wünche Sie ein gutes neue Jahre 2008.Eivind Riise, H

Sonntag, 30. Dezember 2007

Wir werden von Berlinliebhabern bedraengt Kann man nicht meckern. Das Interesse an Bücher ist so groß, daß wir bis 22 Uhr geöffnet haben und die letzten Gäste erst durch Ausschalten unserer prächtig leuchtenden Neonsonne verabschieden können. Aber nicht alle haben es mit Lesen. Vor dem Schaufenster: „Papa, warum gibt es hier soviele Bücher?“ – „Es gibt Leute, die lesen gern. Für die sind die ganzen Bücher. Jetzt komm!“ Später höre ich eine Kommunikation light an der Kasse. „Zigaretten?“ Daniela: „Buchhandlung!“.

Michael Bienert, Autor mehrere Bücher bei uns, schreibt über Gute Vorsätze Wie schön, wenn man ein neues Buch aufschlägt und von einem guten Vorsatz begrüßt wird! Das in den Einband geklebte Papier sagt dem Leser sofort, wie teuer dem Verlag der Inhalt war. Ein kräftig durchgefärbtes Vorsatzpapier ist ein Kick fürs Auge und fürs Gehirn. Schön fest und nicht zu glatt sollte das Material sein, um Daumenkuppe und Zeigefingerspitze eine erotische Reibefläche zu bieten. Manche Verlage nehmen einseitig bunt bedrucktes Papier für den Vorsatz, aber das ist billige Trickserei. Es sei denn, sie schmücken die Doppelseite mit einem erlesenen Muster, einem schönen Bild oder einer Landkarte. Buchtechnisch dient der Vorsatz der Stabilisierung, er verbindet den Umschlag fest mit dem Buchblock. In der Regel sind die Vorsätze in Büchern viel haltbarer als alle unsere guten Vorsätze an Silvester.

Es soll schoener werden bei uns, Monika Bauert und Joerg Bergen helfen uns dabei

Monika Bauert und Jörg Bergen. Hier stehen die beiden in der Sonne. Und so sonnig soll es bei uns demnächst immer werden, deswegen kümmern sich die Szenenbildnerin und Filmarchitektin Monika Bauert und der Bühnen- und Kulissenbauer Jörg Bergen demnächst um unser Erscheinungsbild. Mehrere Tage haben wir jetzt zusammengesessen und Pläne geschmiedet. Monika Bauerts erster Film ist inzwischen im Museum gelandet, nicht in irgendeinem, sondern im Haus der Geschichte in Bonn. Über Das Boot gibt es dort eine Ausstellung. Enemy Mine, Der bewegte Mann und Knockin‘ on Heavens Door gehören zu ihren späteren Filmen. Jörg Bergen hat Kulissen gebaut für 30 Produktionen wie der Fabelhaften Welt der Amelie bis zum TV-Mehrteiler Die Sturmflut (team worx) 2004. Wir wollen die Berlin Story nicht verfilmen (oder …?), nur etwas hübscher machen. Demnächst. Wir berichten weiter.

Damals und Heute

Wir sind heute ziemlich dicke in der WELT mit einer ausführlichen Fotostrecke zu unserem Bestseller Berlin damals und heute. Drei Bücher gehen im Laden direkt von der Palette weg, dieses und Kreuzberg SO 36 (die Kreuzberger Buchhandlung bestellen so viel, daß wir fast jeden Tag, am Heiligen Abend morgens und auch zwischen den Jahren ausliefern) sowie das Mauerbuch. Da werden wir täglich nach den fremdsprachigen Ausgaben gefragt. Hoffentlichen kommen die bald. Veronica , fürher im Laden, hat die italienische Fassung übersetzt. Meghan und Simon haben die englische Version geschrieben. Spanisch fehlt noch, dann drucken wir alle drei zusammen.

Buchhändlerinnen, die richtig gut sind, haben eine Kündigungsfrist von drei Monaten. Deswegen haben wir heute schnell noch einen Arbeitsvertrag abgeschlossen, damit die neue Kollegin am 1. April 2008 anfangen kann.

Sonnabend, 29. Dezember 2007

Kreuzberg SO 36

Mit diesem Buch liefen heute Nachmittag drei fröhliche junge Leute durch Kreuzberg, suchten die Stellen, an denen die Fotos aufgenommen wurden und fotografierten sich gegenseitig genau dort. Zufällig begegneten sie Nele (Tucholsky in Berlin) – so erfuhren wir von dieser Geschichte. Jetzt warten wir auf ein schönes Foto von der Aktion.

Im neuen Herold-Jahrbuch 2007 des Vereins für Heraldik, Genealogie und verwandte Wissenschaften zu Berlin befindet sich ein Aufsatz über das Familienarchiv der Grafen von Lehndorff. Auf Seite 63 wird auch der Berlin Story Verlag erwähnt: 2007 hat sich der Berliner Verleger Wieland Giebel der alten Schmidt-Edition von 1907 angenommen und sie nach dem Exemplar der Berliner Staatsbibliothek – im Text unverändert, aber neu gesetzt – wieder herausgegeben. Siehe auch hierin S. 547 f., Giebels Bemerkungen zur Editionsgeschichte. Darauf wies uns freundlicherweise Martin Mende vom Verein für die Geschichte Berlins hin.

Freitag, 28. Dezember 2008

Kurdendemo vor US Botschaft Kurden (aus der Türkei) demonstrieren in der Nähe der US-Botschaft und also vor der Berlin Story. Sie demonstrieren gegen den amerikanisch-türkischen Krieg gegen die Kurden. Die Polizei, hier kaum nicht sichtbar, ist mit einer mehrfachen Menge an Polizisten vor Ort, rund um die Botschaft. Auf den Internetseiten des angegriffenen Landes, der autonomen Region Kurdistan im Nordirak, ist es dagegen ganz ruhig. Dort will man die PKK nicht.

Nele Lenze gab Tucho im Verlag der Berlin Story heraus

Frank Tetzel beschreibt in Berlin für Insider das von Nele Lenze herausgegebene Buch Tucholsky in Berlin. Tucholsky war ein Vielschreiber. Er beschreibt Tanzbälle, die höhere Gesellschaft, einfache Leute wie Straßenbahnfahrer und natürlich immer wieder auch Politik. Nele Lenze hat für den Berlin Story Verlag als Herausgeberin die Tucholskytexte neu editiert. Schon seit ihrer Jugend beschäftigt sich die studierte Judaistin, Jahrgang 1981, mit Tucholsky und der Berliner Geschichte. Sie stieg tief in die Archive ein, um die besten und interessantesten herauszusuchen. Eine kluge Zusamenstellung der Texte, die zeigt, dass die Sprache Tucholskys und selbst manch ein Thema nicht veraltet ist, sondern immer noch die Frische der Entstehungszeit versprüht.



Sven Felix Kellerhoff bespricht in der Berliner Morgenpost die sehenswerte Ausstellung zu 1968 im Landesarchiv Berlin (Eichborndammm 115, Mo + Fr 9 bis 15, Di – Do 9 bis 18 Uhr) und schließt mit dem Satz: Gut wäre es auf jeden Fall, wenn die Ausstellung im Landesarchiv der Auftakt für eine kritische Auseinandersetzung mit den Ereignisssen vor 40 Jahren sein würde. Wir tun, was wir können. Michael L. Müllers kritisches Buch über 1968 erscheint so schnell wie möglich.

Donnerstag, 27. Dezember 2007

Berlin Story Besucher Weihnachten 2007, 1

Berlin Story Besucher Weihnachten 2007, 2

Berlin Story Besucher Weihnachten 2007, 3

Berlin Story Besucher Weihnachten 2007, 4

Berlin Story Besucher Weihnachten 2007, 5

Mittwoch, 26. Dezember 2007

„Auf den Tafeln hier über die Anzahl der Flüchtlinge und Ausreisenden aus der DDR seit nach dem Krieg geht es ja nur bis 2001. Und dann?“. Tja, hm. Damals haben wir die Tafeln gemacht. Schön, daß es einem Besucher auffällt. Mit den aktuellen Zahlen nach der Wende wollen wir zeigen, wie viele Menschen weiter die ehemalige DDR verlassen haben. Das müßte Mal jemand bis heute recherchieren. Einfach ist das nicht, weil das Innenministerium die Zahlen nicht mehr festhält – aus politischen Gründen, damit nicht noch deutlicher auffällt, wie viel Geld da vergeigt wurde.

„Hier das Berlin Programm für Dezember ist ja nur noch eine Woche gültig. Wieviel Prozent bekomme ich darauf?“ Holländer? Die sind doch sonst gar nicht so. Und eine Frau aus Schwaben: „Oh, Adventskalender, die haben Sie noch? Prima. Da kann ich gleich für nächstes Jahr fünf mitnehmen.“

Dienstag, 25. Dezember 2007, 1. Weihnachtsfeiertag

Berlin Story in taxinews Berlin Dezember 2007

Wilfried Hochfeld in taxi news ueber Berlin Story

Wilfried Hochfeld, Chefredakteur der taxi news, der offiziellen Zeitschrift des Berliner Taxigewerbes, berichtet in der Dezemberausgabe ausführlich über den Geburtstag der Berlin Story. Die Berlin Story hat sich wegen ihres erstklassigen Services zu einer Pilgerstätte für Berlin-Interessierte aller Art entwickelt … Die taxinews begleiten die Berlin Story fast schon seit ihrer Büchertisch-Zeit und berichteten immer wieder über die Umzüge und Neueröffnungen und die Aktivitäten der Buchhandlung. Sie ist eben der Laden für Berlin-Enthusiasten. In den Räumen der Berlin Story können Gäste aus aller Welt die kostenlose Berlin-Ausstellung „The Making of Berlin“ ansehen und den gleichnamigen Film ansehen.

Montag, 24. Dezember 2007

Heiliger Abend Besucher Heiliger Abend – da gibt es ganz viele Menschen in der Stadt und bei uns.

Heiliger Abend Kasse Die gucken nicht nur, sondern informieren sich über Berlin und holen auf den allerletzten Drücker Geschenke.

Heiliger Abend California Ein Amerikaner aus Kalifornien liest hier unsere Ausstellungstafeln. Viele Holländer sind da und Spanier.

Heiliger Abend und Berlin Story in der B.Z. In der B.Z. waren wir gleich zweimal hintereinander. Danke an die Redakteure! Vielleicht noch ein bißchen an unserem Namen feilen … Wird schon.

Allen Leserinnen und Lesern des Tagebuchs frohe Weihnachten.

Morgen geht es weiter, im Laden um 10.30 Uhr

Sonntag, 23. Dezember 2007

„Das ist ganz, ganz schrecklich mit Ihrem Namen. Viele meiner Bekannten meiden deswegen den Laden. Sie könnten viel mehr verkaufen, wenn Sie einen vernünftigen Namen hätten.“ Es ist lange her, daß wir uns mit diesem Argument beschäftigen mußten. Die jüngeren Mitarbeiterinnen können sich gar nicht daran erinnern. Die Auseinandersetzung um den Namen war auch heute nicht besonders leise. Den missionarischen Auftrag für die deutsche Sprachen sollen schließlich alle mitbekommen. Susanne machte sich heimlich aus dem Staub. Antje argumentierte ernsthaft, daß sowohl Deutsche wie auch Besucher der Stadt aus anderen Ländern intuitiv erfassen, um was es geht, nämlich um die Geschichte Berlins. Aber eigentlich ging es gar nicht um unseren Namen BERLIN STORY, sondern darum, daß die Dame die Zettel für das Volksbegehren historische Mitte nicht abgeben konnte. Genau aus diesem Grund wollten wir nicht als Anlaufpunkt genannt werden, weil es ausschließlich mit diesem Publikum häufig Stress gibt. Besserwisser. Ältere Männer, die junge Mitarbeiterinnen belehren möchten. Ausrangierte Lehrer, die anfangen, Mitarbeiterinnen historische Frage zu stellen – „das müßten Sie aber wissen!!!“.

Wir gehen bei diesen unzufriedenen Menschen ganz einfach vor. Rausschmeißen? Zurückmeckern? Umdrehen und stehen lassen? Nein, mit Geschenken überschütten. Antje schenkte der Dame Bücher über Berlin 2007, unser Rundschreiben und etwas zur Historiale. „Und hat sie es angenommen“, wollte ich wissen? „Ja sicher, je meckern, desto haben wollen.“