Sonnabend, 15. September 2007

1 Große nationale Demonstration gegen den Krieg in Afghanistan, dominiert von der Partei der Linken. Ich schätze gut 10.000 Teilnehmer.

koepi

Wenige Hausbesetzer aus der Köpenicker Straße kamen, sonst aus keinen anderen Projekten, es waren keine Autonomen zu sehen.

rotefahnen

Wer diese schönen roten Fahnen mitgebracht hat, war nicht zu erkennen. Mehrere Busladungen voller sehr junger Menschen.

attac

Attac hatte Gruppen aus mehreren Orten mobilisiert.

mlpd

MLPD ziemlich umfangreich, die kommen ja auch immer gerne.

dfg vk

Und hier war ich Mal Bundesgeschäftsführer sowie im Bundesvorstand.

Sonnabend, 15. September 2007

Berliner Klassik mit Prof. Wiedemann

An die Freiwilligen und weniger Freiwilligen der Historiale möchte ich gern weitergeben, was in dieser Woche an Briefen gekommen ist. Prof. Conrad Wiedemann, Berliner Klassik, schreibt: „Auch ich hatte den Eindruck, daß Ihr nicht ganz unriskantes Unternehmen ein unerwartet schöner Erfolg war. Dazu meine Gratulation. Nach vierzig Jahren Wissenschaftsbetrieb mit mancherlei Organisationsmühsal glaube ich sehr genau ermessen zu können, wieviel Arbeit Sie und Herr König (die anderen Mitstreiter sind mir verborgen geblieben) investiert haben … Ich selbst weiß jetzt viel besser, wie Zelters Musik klingt. Die Sing-Akademie ist ja ein wichtiger Baustein unserer Bürgerkultur-Thesen im Akademieprojekt.“

Das MFGA auf der Historiale Vom Militärgeschichtlichen Forschungsamt in Potsdam schreibt Oberstleutnant Dr. Karl-Heinz Lutz: „Ich fand die Kombination aus Vortrag und Podiumsdiskussion gelungen und hoffe, dass Sie und die Zuhörer ebenfalls einen interessanten Abend verbringen konnten. Für die Historiale 2008 wünsche ich Ihnen bereits jetzt viel Erfolg.“

Geheimes Staatsarchiv und Historiale Vom Geheimen Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz schreibt Dr. Susanne Brockfeld: „Das Bankhaus Löbbecke war mit Abstand der prächtigste Rahmen, in dem ich bisher habe auftreten dürfen. Die Besucher der Historiale haben mitbekommen, dass Geschichte nicht langweilig und trocken ist, ohne dass Klamauk veranstaltet wurde. Den schmalen Grad zwischen dem Laien-entgegenkommen und Geschichtsklitterung kenne ich aus meiner eigenen Arbeit; ich finde, das Historiale-Team hat die Waage glänzend gehalten.“

Freitag, 14. September 2007

Super Beratung bei BTM

Uns erreichte eine Pressemitteilung der Berlin Tourismus Marketing GmbH, daß die BTM „mit ihrem Kooperationspartner M.A.X. 2001 den fünften Berlin Infostore eröffnet … Am Alexanderplatz unterstützen die qualifizierten, mehrsprachigen Mitarbeiter des neuen Berlin Infostores Touristen bei der Planung ihres Berlinaufenthalts.“

Und so erlebte das eine unserer Mitarbeiterinnen. „Ich war heute bei neuen Info Point der BTM im Alexa. Das Ergebnis war ziemlich enttäuschend. Prinzipiell ist es ein Souvenirshop in dem die BTM einen kleinen Platz rechts neben dem Eingang hat. Flyer liegen gar nicht aus, nur Broschüren der BTM, die man kaufen kann. Auf meine Frage, wo ich Bücher zu Preußen oder zur Geschichte Berlins finde, wurde ich zur Wohlthat’schen Buchhandlung am Alex geschickt (ich wurde nicht mal auf die zwei Buchhandlungen im Center hingewiesen). Als ich meinte, ich hätte etwas von einem Geschichtsfestival im Nikolaiviertel gehört, wüßte aber nicht, wann genau das ist und was mich da erwartet, antwortete sie, davon wisse sie nichts und sie hätte gerade kein Internet. Auch als ich nachfragte, dass das Ganze Historiale hieße, konnte sie mir auch nicht weiterhelfen.“

Freitag, 14. September 2007

Ausgrabungen Petri Kirche mit der Delegation der Berlin Story Claudia Melisch nimmt sich nochmal Zeit, die Ausgrabungen rund um die Petri-Kirche zu zeigen. Norbert König, Enno Lenze, Norman Bösch, Volker Hobrack und Silvia Knüver sehen zu. Wir überlegen, was wir für die Ausgrabung tun können. Genauer gesagt haben wir tolle Ideen. Die schicken wir jetzt gleich dem Chef-Archäologen Dr. Peter R. Fuchs, der fachlichen Aufsicht vom Landesdenkmalamt. Dr. Fuchs kam auch noch dazu.

Donnerstag, 13. September 2007

Senbau Modell Hier spricht die Senatsbaudirektorin Regula Lüscher, Herr Dr. Haspel steht daneben und gleich rechts neben dem Fernsehturm ist Dr. von Krosigk zu erkennen. Es ging um Sowjetische Avantgarde. Interessant für uns ist, daß das Modell im Haus von SenStadt besuchen sollte, wer noch nicht da war. Das ist sozusagen hinter dem Märkischen Museum, Am Köllnischen Park 3.

Mittwoch, 12. September 2007

Claudia Melisch im aeltesten Teil Berlins

Claudia Melisch hat gut lachen. Die Archäologin steht im allerältesten Teil der Stadt, auf dem Baugrund der Petri-Kirche etwa an der Gertraudenstraße (die Hochhäuser der Leipziger Straße im Hintergrund) Ecke Breite Straße. Es dürfte die größte und bedeutendste Ausgrabung in Berlin überhaupt sein.

In der ersten Urkunde Berlins aus dem Jahr 1237 wird der Pfarrer Simeon aus Cölln erwähnt, Pfarrer der Petri-Kirche. Die Fundamente der Kirche müssen als noch um etliches älter sein.

Im Jahr 1968 wurde beim Bau der Gertraudenstraße bereits Gräber freigelegt. Die Petri-Kirche wurde 1960 im Auftrag des Stadtsowjet abgerissen. Fachleute sagen, das wäre nicht nötig gewesen. Ausführlich demnächst alles in der Berliner Morgenpost.

Melisch in der Petri-Kirche

Skelett freilegend 150

Das Ausgrabungsteam ist seit März 2007 aktiv. Die Fundamente der letzten Petri-Kirche wurden freigelegt, Teil der Grundmauern des Cöllner Rathauses.

Zunächst wurde mit Hilfe von Baumaschinen der Grund geöffnet. Mauern, und Fußböden jüngerer Häuser sowie morderne Rohrleitungen und Schuttauffüllungen wurden in der ersten Arbeitsstufe entfernt. Danach erst setzt die Feinarbeit per Hand ein. Die archäologischen Bereiche zu erkennen und zu sichern ist die erste Aufgabe von Claudia Melisch. Deswegen sieht man sie dauernd in der Ausgrabung zwischen der Mitarbeitern hin- und herspringen. ((Bei Google war dieser Tagebucheintrag unter „Ausgrabung Petri Kirche Berlin“ nach 15 Minuten zu finden. Ich wollte eigentlich mehr Material suchen.)) Im Landesdenkmalamt ist Dr. Karin Wagner für die Ausgrabungen zuständig.

Führungen finden in jedem Monat am Freitag um 15.30 Uhr statt, am 14. September, 12. Oktober, 9. November und 14. Dezember.

Das Buch zur Ausgrabung würden wir gern machen.

Skelett auf dem Friedhof derPpetri Kirche

Fast 300 Gräber sind bisher geborgen worden, weitere befinden sich im Boden. Darunter sind auch sehr viele Kindergräber. Hier auf dem Foto sieht man zwei Skelette, wahrscheinlich aus verschiedenen Zeiten, die zusammengerutscht sind. Unten Beine und Becken, gleich darüber Füße aus einem anderen Grab und leicht seitlich das Skelett eines Kindes.

In der vergangenen Woche machten mich gleich dreimal Kunden der Berlin Story auf die Ausgrabungen aufmerksam. Wir hatten das etwas verpennt, zwar außen die sehr anschaulichen Informationatafeln gelesen, als wir nebenan beim Berliner Stasibeauftragten in de Scharrenstraße waren, aber nie über den Bauzaun geguckt.

Photochrome sind alte Fotografien, sehr genau, die dann koloriert wurden und die man ziemlich groß gedruckt werden können. Jörg von Bilavsky brachte uns heute eine ganze Serie wundervoller Aufnahmen, die mich begeisterten. Man könnte daraus ein Buch machen und die Bilder auf Bütten gedruckt einzeln wie edelste Poster verkaufen. Norman sagt, ich soll nicht immer gleich so aus dem Häuschen geraten vor Entzücken. Wir müssen erstmal prüfen, ob wir das alles hinbekomen und was es kostet. So ein Buch muß ja in super Qualität gedruckt sein und ein großes Format haben.

Vier Stunden Historiale. Diesmal möchten wir gern etwas früher mit der Grundlinie der Planung abschließen und wie beim Tag des Offenen Denkmals möglichen Projektpartnern vorstellen, in welche Richtung es gehen soll. Die erste gute Nachricht: Volker Hobrack macht (endlich) noch intensiver mit. Die zweite gute Nachricht: Es wird wohl wieder im Abgeordnetenhaus von Berlin weitergehen. Die dritte gute Nachricht: Wir sind in der kommenden Woche mit dem Rohbau der Planung fertig und laden zu Ende Oktober zur Präsentation ein.

Berlin for Beginners, gleich das nächste Buch, eine Idee und Arbeit von Thomas Knuth. Das ist witzig und knapp und von vorn bis hinten durchdacht. Das Buch soll nicht zu dick werden, erstmal in deutscher Sprache kommen, aber schon jetzt schwebt uns eine englische Ausgabe vor. Norman dazu: Siehe oben.

Diese umfangreiche Homepage führt dazu, daß wir viele Bewerbungen auch von Praktikanten haben. Wir geben Praktikanten echte Aufgaben, vollständige Projekte. Kaffee kochen und kopieren können auch die anderen auch, Ablage machen wir sowieso nicht, kommt alles in den Papierkorb. Heute bewarb sich Tobias Witte. Wie alle soll er erst drei Tage Probearbeit machen. Er sieht dann, ob das bei uns wirklich so toll ist wie auf der Homepage beschrieben. Joest Feenders, mit dem es zwischendurch eine Absprach über die Weiterentwicklung unserer Internetpräsenz gab, meint, Tobias könne ja diese Hauptseite in ein Content Management System umbauen. Dann wäre er schnell in dieser Hinsicht fit.

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Berliner Stadtführer in der Berlin Story, viertes Treffen. Ich habe vergessen, auf die Uhr zu sehen, aber nach einer Stunde hat immer noch keiner gemeckert. Wir berichten, was wir Neues machen, erkunden, was wir für die Guides tun können – und wir stellen unsere Mitarbeiter vor, zum Beispiel Norman. Daß Norman manchmal zum Überlegen rät, ist kein Wunder. Es hängt damit zusammen, daß er mehr als alle zwei Wochen ein Buch über Berlin kaum schaffen kann. Seine Kollegin Tanja kümmert sich derzeit um die Historiale-Dokumentation.

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Jetzt sitzen hier noch die Stadtführer, aber gleich geht es weiter mit einer Marketingbesprechung mit Angelina und Katharina sowie Silvia. Das dauert bis Mitternacht. So gut strukturiert wie jetzt war unsere Arbeit noch nie. Was die beiden dafür tun, daß die Buchhändlerinnen und Leser unsere Bücher finden, daß Kunden in den Laden kommen und daß die Historiale in der Zeitung steht, das beschreiben sie bald in einem Beitrag, der auf der schönen Verlagsseite zu finden sein wird.

Dienstag, 11. September 2007

Das Durchschnittsalter unserer Mitarbeiter beträgt genau 30 Jahre. Ich treibe den Altersdurchschnitt (unnötig) hoch, da ich dreimal so alt bin wie Johannes. Eben kam (neben der aktuellen Mitarbeiterliste, 31 Werktätige, aber nicht alle festangestellt) eine chronologisch geordnete Geburtstagsliste. Dazu liegt aber noch keine Durchschnittsermittlung vor.

Montag, 10. September 2007

Arbeitsamt Spichernstrasse Im Regen stehen. Morgens eine Minute vor acht Uhr vor dem Arbeitsamt in der Spichernstrasse. Drin steht jemand und sieht auf die Uhr und schließt genau um acht auf. Da war heute was zu klären wegen eines neuen Mitarbeiters, den ich nicht alleine im Regen stehen lassen wollte.

Sonntag, 9. September 2007

Thomas Weiberg in der Berlin Story ueber Dona, die Frau von Wilhelm  II Thomas Weiberg berichtet morgens in der Berlin Story über die Landpomeranze, die Wilhelm II. nicht dick genug war, die er dennoch liebte, die Prinzesin von Schleswig-Holstein Sonderburg Augustenburg, Auguste Victoria. “ … wie immer Deine Dona“ Dieses tolle Buch kostet nur 19.80 Euro.

Marina Wesner in St. Marien Liebfrauen Kreuzberg mit dem Berlin Story Verlag Buch Kreuzberg und seine Gotteshaeuser Marina Wesner mit „Kreuzberg und seine Gotteshäuser“ vor dem Altar von St. Marien Liebfrauen in Kreuzberg in der Wrangelstraße. Das Buch aus dem Berlin Story Verlag kam pünktlich zum Tag des Offenen Denkmals. Das Buch gibt es bei uns, Im Kreuzberg Museum, im Buchhandel oder in unserem Webshop.

40 Besucher lauschen der Buchvorstellung Es war erstaunlich, daß es in der Seitenkapelle so voll war (an die vierzig Besucher), obwohl es in ganz Berlin gleichzeitig so viele Veranstaltungen gab. Verschwundene Kirchen in Mitte könnte unser nächstes gemeinsames Thema sein. Das besprachen wir gleich hier, siehe unten.

Der Buergerverein Luisenstadt mit Schautafeln im Kirchpark an der Sebastinstrasse Die zerstörte Luisenstädtische Kirche an der Sebastianstraße in Mitte -zerstört, weil da der Mauerstreifen war- soll Mittelpunkt neuer Bebauung werden, so möchte es der Bürgerverein Luisenstadt. Deswegen hatte Michael Rädler diese informativen Tafeln, entworfen von Pfarrer Klaus Duntze, im Kirchpark aufgestellt.

Kirche weg, komisch

Jetzt ist sie weg, da unten war sie mal, da wundert man sich. Erst beim Angriff der alliierten Luftflotte am 3. Februar 1945 zerbombt mit ungezählten Toten in den Kellern der Kirche, dann von der DDR endgültig plattgemacht. Es gucken Dr. Duntze, Dr. Teichler, Chef der Wohnungsbaugenossenschaft Berolina sowie der Baustadtrat von Mitte, Ephraim Gothe. Volker Hobrack, den Vereinschef, sieht man ausnahmsweise nur von hinten.

Über den Angriff berichten Augenzeugen in unserem Buch „Als die Tage zu Nächten wurden“. Grausame Szenen spielten sich hier ab.

Daniela will den Schaufensterwettbewerb gewinnen Daniela hat heute das Schaufenster neu gestaltet zum Thema Preußisches Kochbuch des be.bra Verlags. Sie möchte gern den ersten Preis zur Schaufenstergestaltung gewinnen. So einen großen Fritz und ein echtes Brandenburger Tor hat sonst keiner, dazu Kopenhagener Porzellan aus dem Jahr 1830 und höfisches Tafelsilber.

Sonnabend, 8. September 2007

Clarissa von Ranke hatte in der Luisenstraße lange einen Salon, der internationaler war als alle, die man so kennt. 2008 wollen wir ein Buch dazu machen. Darin kommt vor, wie Clarissa, aus altem irisch-englischen Adel stammend (Graves Parceval) beim Papst in Privataudienz empfangen wurde, wie Ranke am Erkerfenster saß und 1848 der Revolution zusah, wie die Beziehung mit den Mendelssohns war und ob der Salon 1871 nationalistisch wurde. Darüber haben wir heute früh lange gesprochen.

Freitag, 7. September 2007

Gotteshaeuser in Kreuzberg, Berlin Story Verlag, Marina Wesner, jetzt neu Gotteshäuser in Kreuzberg. Marina Wesner hat sie beschrieben, am Sonntag können sie alle besichtigt werden, dann ist Tag des Offenen Denkmals. Kommt massenhaft zur Buchvorstellung! Besucht das Kreuzberg Museum!

Donnerstag, 6. September 2007

Sehen Sie sich doch heute Mal die Stadtführungsberichte der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an. Über zwanzig sind neu, einige davon englisch. Sie werden feststellen, daß der eigene Anspruch, richtig gute Berichte zu schreiben, immer weiter steigt. Es ist so eine Art Wettbewerb untereinander entstanden. Eigene Qualifizierung, Bestandteil unserer Arbeitsverträge, wird ganz groß geschrieben. Mit dem Schiff nach Paretz, mit dem Velotaxi die Linden entlang, oder das Filmmuseum, „this museum had been on my list since my first visit to the city two years ago.“

Berlin Story erstellt die zweite Wissensbilanz Wissensbilanz Die Bilanz für das Finanzamt bildet ab, was gewesen ist. Wie können wir aber zeigen, was wir sonst noch draufhaben, wie bei uns Wissen Kapital schafft, wie wir in unsere Umwelt eingebettet sind, was von uns erwartet werden kann? Dazu haben das Fraunhofer Institut und das das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie ein Werkzeug entwickelt, die Wissensbilanz. Heute beschäftigten wir uns mehrere Stunden damit, die zweite Wissensbilanz zu erstellen. Vor genau einem Jahr gab es die erste. Durch diese Analyse wird deutlich, welchen Entwicklungssprung wir innerhalb von einem Jahr gemacht haben. Zum Zehnjährigen Ende November wird die geprüfte und zertifizierte Wissensbilanz vorgelegt.