Dienstag, 14. August 2007

Stadtfuehrer im Hof der Berlin Story Im Hof der Berlin Story waren heute dreißig Stadtführer zu Gast, mit denen wir darüber sprachen, was wir für sie tun können. Gut ist, daß Mitarbeiter aus allen Abteilungen dabei waren, die anschließend als Ansprechpartner genau Auskunft geben konnten. Lohnt es sich, ein Hörbuch zu einer bestimmten Führung zu produzieren? Gibt es eigentlich Führungen zur Medizingeschichte? Wie können wir mehr aus der Arbeitswelt zeigen? Mehr als 300 Stadtführer gibt es in Berlin, häufig mit ausgefallenen Themen. Vieles davon kann man bei uns auf der Seite mit den Stadtführungsberichten unserer Mitarbeiter nachlesen.

Foto oben: Katharina Schering

Historiale Um 5.50 Uhr holte Enno die 4.000 Rundschreiben vom Bahnhof direkt am Zug ab, mit denen wir unsere Kunden zur Historiale einladen. Ich hatte, vom Mitteilungsbedürfnis überwältigt, viel mehr geschrieben, wurde aber auf zwei Seiten Programmbeschreibung zusammengestutzt. „Mehr will kein Mensch wissen“, behaupten die Mitarbeiter. Vielleicht kann ich mich dann in der Dokumentation austoben, die wir anschließend erstellen. Zum Anschreiben packte ein interabteilungsmäßiges Team am langen Tisch den Flyer – und schon am Nachmittag kam alles zur Post.

Montag, 13. August 2007

Von der Startseite dieser Homepage ist das Buch über das Reiterstandbild Friedrichs des Großen durch den Spiegelartikel (unten) verdrängt worden. Aber jetzt gibt es zum Buch eine schöne eigene WebSeite.

Montag, 13. August 2007

Spiegeltitel zur Historiale

Der SPIEGEL bringt eine 15-Seiten-Titelgeschichte zur Historiale – Klaus Wiegrefe und Martin Doerry weisen nur leider nicht auf uns hin. Ausführlich geht es darum, wie der moderne Staat erfunden wurde, wie funktionierende Verwaltung, das Universitätswesen und die Wehrpflicht bis heute fortleben. „Die Reformzeit war Preußens wohl größte Ära.“ Preußen erlitt durch den Vertrag von Tilsit seine größte Niederlage, verlor die Hälfte seiner Einwohner und des Landes, mußte gigantische Zahlungen an Frankreich leisten sowie die Besatzungskosten übernehmen.

Schon wenige Tage nach Tilsit begann jedoch eine ruhmreiche, vielleicht sogar die größte Zeit der preußischen Geschichte.

DIE KRISE ALS CHANCE NUTZEN – lautet das Theme der Historiale.

Wir werden in zwölf Tagen die Männer, die der Spiegel als die wesentlichen Reformer sieht, die die ständische Gesellschaft zertrümmerten, die Bauern und Gesinde das Recht verschaften, zu leben, wo sie wollten, im ehemaligen Preußischen Abgeordnetenhaus auf die Bühne setzen und in einer Talkshow vorstellen: Karl Reichsfreiherr vom und zum Stein und Karl August Freiherr von Hardenberg.

Im Gespräch fragt unser Kunde Christopher Clark, Autor der Preußen-Geschichte, die monatelang auf der Spiegel-Bestsellerliste stand, die Spiegel-Journalisten zurück: „Was ist eigentlich besser: dass eine Verwaltung vernünftige Politik macht und dem Volk Reformen gewährt oder eine Situation wie in Frankreich mit den revolutionären Exzessen? Wo hätten Sie lieber gelebt: Im Paris 1793 während des jakobinischen Terrors oder im zugegebenermaßen etwas langweiligerem Berlin?“

Sonntag, 12. August 2007

Historiale im Programmheft der Langen Nacht

Lange Nacht der Museen, das Programmheft ist da. Sie finden die Historiale auf Seite 30. Ausführlich wird vorgestellt, daß um 19 Uhr der Salon Varnhagen beginnt, um 20 Uhr der Historiale Talk und und 22.30 Uhr der Late Night Talk mit dem Präsidenten des Abgeodnetenhauses, Walter Momper.

In der neuen Ausgabe des Michelin-Berlinführers (www.Travel-House-Media.de) escheinen wir auf Seite 298 in der Rubrik Kult und Kurioses. Die scheint für uns und für das Berliner Zinnfigurenkbinett in der Knesebeck erfunden worden zu sein. Leider wird die Adresse angegeben, wo wir vor etwas über zwei Jahren waren, UdL 10.

Sonnabend, 11. August 2007

Irandemo gegenueber der Berlin Story Keine Steinigungen im Iran; keine Hinrichtungen im Iran; keine Geschäfte mit den Mullahs. Irandemo der international organisierten Widerstandsgruppen bei strömendem Regen unter dem Vordach der Komischen Oper gegenüber.

   Der HistorialeTisch in der Buchhandlung Berlin Story Der Historiale-Tisch, den Antje heute aufgebaut hat. Im Mittelpunkt das Buch zu Staatsbankrott von Dr. Susanne Brockfeld, die die Historiale in diesem Jahr im Bankhaus Löbbecke eröffnet. Rahel Varnhagen wird im Abgeordnetenhaus empfangen, Königin Luise wird sich aus Tilsit melden.

Im Kinoraum liegen mehrere Paletten Programme zum Tag des Offenen Denkmals. Die teilnehmenden Gruppen können sich dort Exemplare abholen. Dabei waren die Initiatoren der Meinung, uns etwas Gutes zu tun. Wir helfen gern, wußten aber aus Erfahrung (Vorjahre, Schloßverein; Unterschriften Museumsinsel), daß da nur die größten Blindfische kommen, die keinen Blick nach rechts oder links werfen und absolut nicht sehen, was wir bieten. So war es auch heute. Überwiegend an der Kasse stehend nahm ich die Leute in Empfang, die Programmhefte abholten und beobachtete, wie sie blind durch die Buchhandlung tappten, ihr Päckchen abholten und wieder verschwanden.

Sonnabend, 11. August 2007

Joachimsthalsches Gymnasium, besprochen von Helmut Caspar, erschienen im Verlag Berlin Story

Während der Kaiserzeit bezog das Joachimsthalsche Gymnasium im damals noch selbstständigen Wilmersdorf vor den Toren Berlins eine Schulanlage, die Kaiser Wilhelm I., den Beschützer der Lehranstalt, bei einem Besuch im Jahr 1880 wegen ihres Prunks in Erstaunen versetzte. Bereits 1912 mussten Lehrer und Schüler den „Schulpalast“verlassen und nach Templin in der Uckermark umziehen. Dort wird jetzt ein Comeback versucht. Heinz Wegener erzählt in seinem Buch das Woher und Wohin der 400 Jahre alten Schule. Foto: Caspar

Cover des Buchs Joachimsthalsches Gymnasium, erschienen im Berlin Story Verlag

Im Mahlstrom der Geschichte –

Neues Buch über das vor 400 Jahren gegründete Joachimsthalsche Gymnasium


Der Autor Dr. Heinz Wegener lädt zu einer spannenden Zeitreise ein, hält sich aber nicht lange mit den ersten dreihundert Jahren Schulgeschichte auf, die in anderen Büchern bereits ausführlich dargestellt ist.

Vielmehr befasst er sich intensiv mit den letzten 70, 80 Jahren Joachimsthalscher Schulgeschichte und bietet aufgrund einer umfangreichen Quellenrecherche neue Einsichten in das Geschehen an der christlich-humanistisch geprägten Schule und in die Versuche erst der Nationalsozialisten, dann nach 1945 der Kommunisten, sie ihren Zielen dienstbar zu machen, und als das nicht möglich war, sie zu liquidieren.

Unser Autor Helmut Caspar beglückt uns mit dieser Buchbesprechung.

Das umfangreiche Werk erschien vor kurzem im Verlag Berlin Story.

Freitag, 10. August 2007 – Stadtf

Stadtfuehrer in der Berlin Story Wir treffen uns mit etwa 30 Berliner Stadtführern und überlegen, was wir noch mehr für sie tun können: Verlinkung, Berichte, Flyer auslegen, zu Veranstaltungen einladen, Modell sowie Film und Ausstellung zur Vefügung stellen. Das war das zweite von vier Treffen, diesmal dicht gedrängt und ziemlich heiß an diesem Tag.

Manchmal, wenn wir nach der Arbeit so richtig müde sind, bleiben einige einfach sitzen. Dann gucken wir, was noch im Kühlschrank zu finden ist. Oben der mit Essen und unten der mit Flaschen. Wir wurden fündig und es dauerte bis nach Mitternacht.

Freitag, 10. August 2007

Napoleon in Hollabrunn Mark Schneider, Napoleon in Hollabrunn, jetzt sind die Fotos vom vergangenen Wochenende im Netz.

Freitag, 10. August 2007

Hardenberg soll vor das Abgeordnetenhaus. Das möchte dessen Präsident Walter Momper und das möchten wir.

Hardenberg (rechts) soll wieder vor das Abgeordnetenhaus, den Preußischen Landtag. Dafür werden wir werben. Der Ablaufplan der Langen Nacht im Abgeordnetenhaus am Sonnabend, dem 25. August, liegt vor. Es wird 24 Programmpunkte zwischen 18 Uhr und nach Mitternacht geben.

Vor wenigen Tagen hatte wir eine weitere Vorbesprechung mit Frank Glagow, dem Direktor des Bankhauses Löbbecke neben dem Hotel de Rome. Dort wird die erste Veranstaltung der Historiale am Montag, den 20. August stattfinden. Wie die Reformer aus Untertanen selbständige und vor allem Steuer zahlende Bürger machen wollte.

Die Flyer für die Historiale mit prall gefülltem Programm sind unterwegs und gehen am Montag zur Post.

Finanzbesprechung. Nur wenige Kunden zahlen nicht. Wir sind verwöhnt (aufgrund der exzellenten Kundenstruktur) und wollen verwöhnt bleiben und uns nicht um Mahnungen kümmern. Das ist lästig! Deswegen werden Erstkunden demnächst nur noch nach Vorauszahlung beliefert. Bisher haben wir alles auf Rechnung geschickt.

Paypal Logo

Vorauszahlung kann ja heute bedeuten, daß man sofort via Paypal zahlt und nicht erst warten muß, bis überwiesen wurde. Die Kundin zahlt, erhält sofort eine elektronische Zahlungsbestätigung und wir erhalten sofort elektronisch das Geld. Super. Allerdings ist das ein bißchen teurer als Visa. Ebay verdient sich eine goldene Nase damit.

An der Kasse haben wir die elektronische Zahlung auch umgestellt. Bisher konnte man EC mit Unterschrift zahlen. Das geht schneller an der Kasse, aber die Zahlung kann platzen und wir müssen dem Geld nachrennen. Lästig! Jetzt geht es nur noch mit PIN, das ist sicherer für uns, denn so erhalten wir das Geld auf alle Fälle.

Für die Zukunft planen – horizontal

Eine schöne Friedhofsdatenbank gibt es jetzt im Internet, da kann man sich attraktive Liegeplätze suchen oder nachsehen, wo schon wer liegt.

Donnerstag, 9. August 2007

Kaiserzeit und Moderne im BerlinStory Verlag

Lothar Heinke schreibt heute im Tagesspiegel über „Kaiserzeit und Moderne“

Wenn sie nun unbedingt das Schloss zurückhaben wollen, dann liegt es auch nahe, zu untersuchen, was aus Kaisers Zeiten in der Stadt übrig geblieben ist. Zwei Autoren haben da jetzt Erstaunliches zutage gefördert: Überall ist Kaiserzeit! Ob das nun alte Häuser, Villen oder Theater sind, Bahnhöfe, Unterirdisches im „Bauch von Berlin“, Justizpaläste, Friedhöfe, Museen, Künstlerhäuser oder Verkehrsanlagen – erstaunlich viel davon entstand zu Kaisers Zeiten, hat den Krieg überdauert, wurde, wenn zerstört, wiederhergestellt und macht heute den Reiz der Stadt aus.

„Die Hinterlassenschaft jener Epoche umgibt uns alltäglich, ohne dass wir ihr große Aufmerksamkeit schenken. Das ist so, wenn wir die Klospülung betätigen und unseren Unrat der Kanalisation anvertrauen, deren erster Bauabschnitt 1876 in Betrieb genommen wurde“, schreiben Michael Bienert und Elke Linda Buchholz und listen unzählige Beispiele dafür auf, wie unsere Altvorderen bleibende Werte geschaffen haben. Der Wegweiser durch Berlin mit seiner Fülle von Fakten, Geschichten und ins Heute ragenden Zeugnissen Berliner Begebenheiten ist mehr als eine Fleißarbeit – wir lernen die Stadt, unsere Stadt, neu kennen und mit anderen Augen zu sehen. Und sind ein bisschen klüger als zuvor.

Mittwoch, 8. August 2007

Helmut Caspar bespricht die Tagebücher des Grafen Lehndorff.

Friedrich und Elisabeth Christine

Friedrich und Elisabeth Christine begegneten sich nur bei wichtigen Anlässen. Adolph Menzel hat die respektvoll-distanzierte Situation meisterhaft dargestellt.

Leben im goldenen Käfig

Uralte Aufzeichnungen des Grafen Lehndorff besitzen auch heute Unterhaltungswert

Das Rokokoschloss Schönhausen im Pankower Ortsteil Niederschönhausen wird seit längerer Zeit von der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg saniert und restauriert. Unlängst wurden die Arbeiten an der Fassade abgeschlossen, jetzt werden die erstaunlich gut erhaltenen Innenräume der Sommerresidenz von Königin Elisabeth Christine hergerichtet. Die Gemahlin Friedrichs II., des Großen, verbrachte in dem goldenen Käfig den größten Teil ihrer Zeit; überlebte ihren Gatten gar um elf Jahre. Der sich ständig auf Kriegszügen befindende und mit Verwaltungsaufgaben, gelegentlich auch mit Komponieren und Flötespielen befasste Monarch konnte mit Frauen nichts anfangen. Die eigene hielt er sich vom Leib und schob sie an den Rand der Haupt- und Residenzstadt Berlin ab. Das merkwürdige Paar sah sich selten, verkehrte miteinander nur per „Sie“, beachtete aber immer die Etikette.

Graf lehndorff

Was an Elisabeth Christines Hof, ja was sich überhaupt bei „Preußens“ so ereignete, hat der Kammerherr der Königin, Reichsgraf Ernst Ahasverus Heinrich von Lehndorff, aufgeschrieben und bissig kommentiert. Unter dem Titel „Die Tagebücher des Grafen Lehndorff – Die geheimen Aufzeichnungen des Kammerherrn der Königin Elisabeth Christine“ hat der Verlag Berlin Story jetzt die Beobachtungen des Hofbeamten aus der Zeit zwischen 1750 und 1775 neu ediert, leider ohne Bilder dazuzugeben.

Wer sich in die Texte versenkt, lernt eine merkwürdige Welt kennen, in der Klatsch und Tratsch blühten und eine Schar von Müßiggängern kostbare Zeit bei Gelagen und Paraden, Feuerwerken, Kostümbällen, Opernaufführungen und ähnlichen Veranstaltungen verbrachte. Die adlige Oberschicht war offenbar selten glücklich und sorglos, denn die Jahre, die Lehndorff ins Gedächtnis ruft, waren wenig friedlich.

Dergleichen Informationen waren bei der Herkunft und Tätigkeit des Grafen Lehndorff zu erwarten, doch bietet das Buch, das vor genau einhundert Jahren zum erstenmal publiziert wurde und gleich großes Aufsehen erregte, weitaus mehr als die bloße Schilderung einer Abfolge von Festen und Empfängen, von Kabalen und oft unglücklichen Liebesbeziehungen. Lehndorff war ein guter Beobachter und nimmt in seinen nicht für die Öffentlichkeit bestimmten Aufzeichnungen kein Blatt vor den Mund. Und da er der Königin nahe war, erfährt man auch einiges über die Schlossherrin von Schönhausen und das Leben am Hofe der quasi ins Exil geschickten Monarchin. Dass vieles in der Hohenzollerfamilie nicht stimmte, ja dass die Sippe unter ihrem despotisch regierenden Oberhaupt, König Friedrich II., litt, sich aber wegen der Machtverhältnisse nicht wehren konnte, geht ebenfalls aus den Schilderungen des Grafen Lehndorff hervor. Die uralten Aufzeichungen besitzen auch heute Unterhaltungswert; ihre Lektüre ist nützlich, wenn man sich in die Persönlichkeit der Königin versetzen will. Denn das in DDR-Zeiten als Präsidentensitz beziehungsweise als Gästehaus der Regierung genutzte Schloss Schönhausen wird, wenn es eröffnet wird, ganz im Zeichen der Elisabeth Christine stehen und ihr als eine stolze und kluge Monarchin ein Denkmal setzen.