Montag, 26. März 2007

Die beiden neuen Azubis sind eingestellt. Am 1. März berichteten wir hier im Tagebuch über Bewerbungsgespräche. Wir entscheiden meist zügig. Isabell Palme wird Buchhändlerin und Patricia Bohnstedt Medienkauffrau (Verlagskauffrau).Volker Hobrack wird in The Jerusalem Post vom 19. März 2007 ausführlich zitiert. Es geht um die Stolpersteine in Berlin, die in dem Wochenmagazin ausführlich vorgestellt und gewürdigt werden. Als Vorsitzender der Gedenktafelkommission Mitte, Berlin city council’s committee on commemorative plaques.
image
„ The Jews in Berlin were not a homogenous mass, but had very divergent biographies. They all made up part of our hometown. They were neighbors, next door and across the street. But many people today have no sense for the past. You have to make them stumble over it”. Volker Hobrack ist treibende Kraft der Historiale.
image

Die Gäste haben schön gefeiert, alle sind gemütlich zu Hause und so sieht es bei uns aus.

Sonntag, 25. März 2007

image
Sehr viele Autokolonnen sehr wichtiger Regierungschefs mußten heute durch Berlin geschleust werden.
image
Das war nicht so einfach, weil sich die PKWs einfach dazwischenquetschten.
image
Und wie immer, wie auch bei Demos, die Stadtrundfahrtbusse irgendwie durchkommen müssen. Bei den Fahrern aus Stuttgart und Sindelfingen mit ihren coolen Kennzeichen S EU 1234 kamen diese Busfahrer im Verhaltenstraining gar nicht vor.
image
Abgehängt von ihrer Kolonne kamen die Jungs vom SEK in ihren abgetönten Mercedeskleinbussen ganz schön ins Schwitzen.
image
Zum Fest eingeladen (Europa wird 50), kamen die Berliner bei strahlendem Sonnenschein in Massen und kümmerten sich nicht um die Polizei und deren Kolonnen.
image
Schließlich kam es zu einer Art Koexistenz zweier Systeme, des zivilen und des polizeilichen.

Sonnabend, 24. März 2007

Wenig dezent, man könnte sagen knallbunt, bißchen wie für einen Kindergeburtstag, leuchtet der von Tanja Zanolli gestaltete Aufsteller vor dem Laden. Wir wollten das diesmal so. Irgendwie müssen wir uns sichtbar machen gegenüber die vielen uns umzingelnden Souvenirläden. Tanja Zanolli? Genau, sie kommt in der Teamliste noch nicht vor, aber in den nächsten Tagen. Tanja ist neu in der Abteilung für Grafik und Herstellung. Sie hat schon die Dokumentation zu Napoleon gestaltet und kümmert sich um das Design der Historial-Homepage. Das sieht man noch nicht, kommt aber auch bald.
image

image

Knallig war auch der Sonnenschein und knallvoll waren die Linden wegen der Feierlichkeiten zu 50 Jahren Europa mit den schönen Veranstaltungen abends auf der Museumsinsel.

Freitag, 23. März 2007

Heute gab es im rbb-Fernsehen bei ZIBB Vom Taler zum Euro zu gewinnen. Die Quizfrage dazu ging um bestimmte Gebäude auf Euro-Scheinen.Gestern kamen wir zur Hauptsendezeit der ARD um 20.15 Uhr in Pilawas großem Geschichts-Quiz vor. Der Sprecher der heute-Nachrichten des ZDF, Steffen Seibert, wurde von Jörg Pilawa gefragt, ob die Quadriga umgedreht oder geklaut wurde. Steffen Seibert erinnerte sich daran, daß die Geschichte über Napoleon bei ihm in einer Sendung im Herbst gelaufen war, daß es da auch um den Klau der Quadriga ging. Unser Beitrag zur Volksbildung. Dafür sind wir beim Finanzamt als gemeinnützig anerkannt.
image
Wir ist in diesem Fall der Verein Historiale e.V.

Lesen können Sie uns hier, sehen seit einiger Zeit über den integrierten Videoplayer und jetzt können Sie uns sogar hören. Joest Feenders, unser zaubernder Webmaster, hat die Radiobeiträge über die Berlin Story Online gestellt. Die Deutsche Welle über den Führerbunker, der rbb über den Wedding, Radio France über Napoleon und die Historiale …

Neu ist auch die Seite zum neuen Buch von Sven Felix Kellerhoff, Ortstermin Mitte. Jetzt können Sie einige Beiträge vorab lesen. Welche Freuden den Herrn im Admiralspalast erwarteten und wie Adolf Hitler in Berlin nicht ins Hotel Excelsior kam.

Dass unsere Linkliste wieder einmal vollständig überarbeitet ist, fällt Ihnen wahrscheinlich nicht auf, aber vielen Besuchern, die deswegen zu uns kommen. Es ist wahrscheinlich die umfangreichste Linkliste zu Berlin. Wir investieren viel Arbeit und Zeit in diese äußerst hilfreiche virtuelle Führung durch Berlin.

Informationen über die Berlin Story in vielen Sprachen finden Sie auf der Startseite (einfach die Flaggen anklicken). Das ist alles von unseren Mitarbeiterinnen übersetzt, diese Sprachen sprechen wir wirklich – wenn auch nicht jederzeit. Wenn Heyam Manana nicht da ist, hapert es mit arabisch etwas und polnisch sowie holländisch kann eigentlich auch nur Irena fließend. Demnächst kommt noch chinesisch, genauer gesagt kantonesisch. Elyse, die Sie in den nächsten Tagen auch auf der Teamliste finden, übersetzt schon. Elyse kommt von der Uni Hong Kong. Vor ihr waren Kwan und Rainbow bei uns.

Donnerstag, 22. März 2007

image

image

image
Wasserspiele mitten in der Buchhandlung. Der Schnee gestern lag noch auf dem Dach als es gleichzeitig anfing zu schmelzen und heftig zu regnen. Das Ergebnis war ein Regenwasserfallrohr vom Anfang des vergangenen Jahrhunderts, das dieser Wassermenge nicht mehr gewachsen war. Wir haben mit bis zu sechs Mitarbeitern gewischt, gerettet, Tische schnell verschoben und abgebaut. Mehrere Stunden dauerte die Aktion, von 10 Uhr bis um 17 Uhr. Noch immer ist nicht alles an seinem Platz. Zwischendurch mußten wir auch das Licht ausmachen, weil sich das Wasser in der Decke verteilte, überall runterkam und oben in die Aufhängungen der Lichtröhren lief. Um größeren Schaden abzuwenden, öffneten wir im Keller ein Abflußrohr und krochen in eine Zwischendecke,
image
um an die defekte Rohrverbindung zu kommen. Freundlicherweise kamen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Verlags und des Versands sofort und für Stunden zu Hilfe.

Mittwoch, 21. März 2007

image
Frühlingsanfang – Heute kurz nach unserer monatlichen Ladensitzung um 22 Uhr.
image
Schäfer demonstrierten wegen schlechter Arbeitsbedingungen und zu viel Bürokratismus der EU.

Sonntag, 18. März 2007

image
Vor einhundertneunundfünfzig Jahren fand in Berlin die Märzrevolution statt. – Zur Feierstunde auf dem Platz des 18. März vor dem Brandenburger Tor rief die Aktion 18. März auf. Am 18. März 1848 kapitulierte das Militär des preußischen Königs Friedrich Wilhelm IV. vor den Kämpfern für Freiheit und Demokratie. Die Märzrevolution war Teil einer europaweiten Bewegung gegen die alten Feudalmächte. Bezirksbürgermeister Dr. Christian Hanke erinnerte daran, daß Freiheit und Freiheitsrechte in jedem Moment erkämpft werden müssen. Dr. Erardo C. Rautenberg, Generalstaatsanwalt in Brandenburg, erinnerte nach einem Grußwort des Bürgermeisters aus Lublin an die enge Verbindung polnischer und deutscher Revolutionäre. Der zum Tode verurteilte polnische Revolutionär Ludwik Mieroslawski wurde am 20. März 1848 in Berlin begnadigt. Übermorgen wird in Slubice eine Straße nach ihm benannt. Andreas Bunckenburg in roter Jacke rechts neben Hanke leitete den Chor des inzwischen abgewickelten Erich-Fried-Gymnasiums, der auch bei der nächsten Veranstaltung auftrat.
image
Auf dem Friedhof der Märzgefallenen im Volkspark Friedrichshain sah der Präsident des Abgeordnetenhauses, Walter Momper, den Zusammenhang zwischen einerseits der Besatzung Berlins 1807 durch die Franzosen und den ersten Schritten zu den preußischen Reformen sowie andererseits dem Jahr 1848 in der langsamen, stetigen aber nachhaltigen Veränderung der Gesellschaft. Diese mündete 1848 im Ruf nach Versammlungsfreiheit, nach der versprochenen Verfassung, nach dem Zugang zur Bildung für alle. „Wir Demokraten heute verdanken den Revolutionären von 1848 viel. Sie waren die Vorkämpfer für unsere Demokratie. Es war der Geburtstag der Demokratie in Deutschland.“
Im März 2008 möchte die Historiale zusammen mit dem Initiator der Aktion 18. März , Volker Schröder, die Jugend Europas nach Berlin rufen. Dazu werden wir Politiker in Berlin und Europa um Hilfe bitten – wie auf in diesem Text kurz beschrieben.

Sonnabend, 17. März 2007

image
Demomäßig gesehen ein schwieriger Tag, denn es gab keine Flyer heute. Die Kurden feiern das Neujahrsfest Newroz am 21. März. „Warum gibt es denn keine Flyer?“ – „Die gab es doch schon vor Monaten“, sagt die junge Frau. „Ja aber nicht der Aufruf, ich meine aktuell, so für heute.“ – „Ist doch jedes Jahr dasselbe.“ Stimmt auch. Aber nicht ganz. Denn in diesem Jahr ging es um den Vorwurf, daß Abdullah Öcalan im Gefängnis langsam vergiftet wird und gemäß einer Forderung der Föderation kurdischer Vereine in Deutschland in ein anderes Gefängnis verlegt werden soll. Wohin? Im irakischen (freien) Kurdistan wollen sie ihn auch nicht haben.Der zweite deutlich abgesetzte kurdische Block war etwas volkstümlicher, teils mit Trachten. Nach Abschluß der Kundgebung jenseits des Brandenburger Tors kamen recht viele Demoteilnehmer in den Laden. Mit dem deutschen Paß (aus Stuttgart) sei es kein Problem mehr, in die Heimat hinter den Van-See zu fahren.
image

image
Noch eine Demo, wieder ohne Flyer, diesmal gegen den Einsatz deutscher Tornados am Hindukusch – soweit das zu verstehen war.

Freitag, 16. März 2007

image
Ein Wiedersehen in Österreich mit Mark Schneider für alle , die nicht genug von Napoleon bekommen können. Im Reenactors Forum wird Über die nächste Historiale ausführlich diskutiert und wunderbar gemeckert.

Donnerstag, 15. März 2007

Who is Who in Preußen? Als Einsteiger in dieses Thema bleibt einem lange der Unterschied zwischen Friedrich-Wilhelm I. und II. und III. und IV. schleierhaft. Und dann noch deren Frauen, unter Umständen Mätressen, und die vielen Kinder. Dazu die Künstler, Architekten, Wissenschaftler, Militärs der jeweiligen Zeit. Wir haben das Glück, eine Preußen-Erfolgsautorin gefunden zu haben, Edelgard Abenstein, die alle auseinanderhalten und zudem beschreiben kann. Es werden über 200 Biographien, die man einzeln nachschlagen oder von vorn nach hinten lesen kann.
image
Gestern hatten wir eine schöne Besprechung mit Buchhandel, Verlag, Marketing, Herstellung sowie der Historiale und „Wünsch Dir was“, nämlich der Möglichkeit, die eine oder den anderen noch aufzunehmen. Manche waren von Streichung bedroht. Was ist zum Beispiel mit Rosa Luxemburg? Ihr Lebensmittelpunkt war eigentlich nicht Berlin, aber ihre größten Auftritte fanden hier statt und hier wurde sie ermordet. Schinkel, Humboldt und Lenné kommen natürlich vor, aber auch viele weniger bekannte, die Großes geleistet haben. „Die Mätresse des Königs, die Gräfin Lichtenau alias Wilhelmine Encke“, ist der vor kurzem bei Nikolai erschienene Titel von Edelgard Abenstein, den die Autorin kürzlich bei uns vorgestellt hat.