Dienstag, 31. Oktober 2006

Als Napoleon Mark Schneider nach Hause kam, hatte ihn seine Frau Kristin, die in einem benachbarten Geschichtspark arbeitet, schon in ABC Late Night News gesehen. Echt.
Wir machen keine kreative Pause, sondern hatten eine Fünf-Stunden-Auswertungssitzung, bei der wir über die Themen der nächsten Jahre sprachen. Haben Sie Vorschläge?

Montag, 30. Oktober 2006

Nachlese Historiale: Das Medienecho ist riesig (und viele Berichte haben wir noch gar nicht gesichtet …). Joest Feenders, der ja unsere ganzen Onlineaktivitäten betreut, stöhnt schon …
Die Presseseite der Historiale ist wieder stark gewachsen.

Wir schätzen, daß mindestens 30.000 Menschen dabeiwaren, am Pariser Platz selbst 15.000, mehr passen beim besten Willen nicht darauf (man sieht das in den Fernsehberichten gut, die wohl oben von der Akademien der Künste gedreht wurden), aber vorher im Tiergarten kamen viele zusammen, und nachher Unter den Linden standen die Zuschauer über die gesamte Strecke in mehreren Reihen dicht gedrängt. Am Lustgarten dauerten die militärischen Übungen und die Marketenderei (heute: Catering) eine Stunde, dann ging es möglichst flott zurück durch das Brandenburger Tor zum Biwak.

In den Berichten der Zeitungen sind Stimmung und Szenen auf dem Pariser Platz gut dargestellt. Die Hauptsorge von Napoleon Mark Schneider war von Anfang an, ob die Pferde so einen Aufmarsch gewohnt sind. Er selbst reitet jeden Tag mehrere Pferde in Colonial Williamsburg, unterschiedliche Pferde. Die beiden ausgesprochen freundlichen Reiterhöfe, die die Pferde ohne Kosten für uns zur Verfügung stellten, waren der Meinung, daß die Tiere viel erlebt haben, ruhig und gut geeignet sind.

Die Situation war dann aber ganz anders, als wir es uns vorgestellt hatten. Es kamen nicht zweitausend bis dreitausend Menschen, sondern über zehnmal so viele. Die ausführlichen Zeitungsberichte in den Tagen zuvor und vor allem die Bilder mit Napoleon am Brandenburger Tor, aber auch unsere Rundschreiben an Freunde der Berlin Story (das wissen wir aus den Reaktionen und von den uns bekannten Gesichtern) führten zu diesem phantastischen Ergebnis.

Wir hatten eigentlich damit gerechnet, daß die Menschen beiseite gehen, wenn der Aufmarsch beginnt. Die Bilder waren aber so schön, so einmalig, daß jeder ganz vorne stehen wollte. Es stand auf dem Pariser Platz 15.000 zu eins. 15.000 Besucher und ein dirigierender Polizist. Das ging auch lange ziemlich gut. Nein, es ging bis zum Schluß gut, denn es gab trotz des Gedränges keine Verletzungen, alles lief glatt ab. Als Napoleon den Schlüssel überreicht bekam (man kann diesen Schlüssel genau auf einem Gemälde in der Napoleon+Polen-Ausstellung im Museum Mitte im Palais am Festungsgraben sehen, siehe Tagebuch morgen) und seine Rede auf französisch an seine Soldaten hielt, „Vive la France! Vive la Grande Armee!“ kam es zu Buh-Rufen unter den Berlinern. „But they laughed. That was great. It was real history and real fun!“ sagte Napoleon später im Kaiserzelt im Biwak bei einer Flasche Schill Bier. Schill war der Preuße, der den Aufstand gegen Napoleon organisierte, gegen den Willen des Königs und der Generalität.

Unangenehm wurde es mit der Aufdringlichkeit einiger Pressefotografen. Einer von ihnen tat sich besonders hervor und ging so dicht an die Pferde heran, daß es gefährlich war. Als Hausherr verwies ich ihn des Platzes und ließ ihn, als er sich weigerte und ruppig wurde, von den (historischen) Soldaten zur Seite drängen. Kaum ließen ihn die Soldaten los, stürzte er zum nächsten Pferd. Der Mann war völlig außer Kontrolle. Durch diese Aktion verlor ich den Kontakt zu Napoleon. Wir entschieden, die militär-historische Leitung unter Gert Kinnemann und Projektleiter Norbert König, den Pariser Platz so schnell wie möglich zu verlassen und auf den länger gestreckten Linden zum Lustgarten zu ziehen. Der Polizei konnten wir das mitteilen, aber Napoleon war nicht zu erreichen.

Mit der Verkehrslenkung Berlin hatten wir abgemacht, daß wir ohne Behinderung des Verkehrs auf der Busspur und in Begleitung je eines Polizeifahrzeugs vorn und hinten zum Rand des Lustgartens ziehen. Das kam nun aber auch ganz anders, weil inzwischen so viele Menschen zusammenkamen, daß die Linden dicht warn – komplett. Uns widerfuhr unvorstellbares Entgegenkommen. Woher kommt eigentlich immer das wichtigste Fahrzeug bei jeder Demo, das Einsatzfahrzeug der BVG, die Verkehrslenkung? Auf einmal war die Dame da, hielt auf dem Bürgersteig gegenüber der Berlin Story und als ich mich entschuldigte, was wir da unvorbereitet für ein Chaos anrichteten, gab es gar keine Vorwürfe. „Das ist doch ganz toll, was hier passiert. Machen Sie sich mal keine Sorgen! Wir regeln das schon.“ Auch der Kollege der BVG, der uns später beim Rückmarsch vom Lustgarten bis zum Biwak geleitete, war so ausgesprochen freundlich.

Und um dieses Thema hier zu vertiefen:
Wir sind dem Bezirksamt Mitte sehr dankbar für die entgegenkommende und unbürokratische Zusammenarbeit, der VLB (bei Buchhändlern Verzeichnis lieferbarer Bücher aber in diesem Fall) Verkehrslenkung Berlin, der Polizei und allen, die uns so uneingeschränkt wohlwollend unterstützt haben. Dazu gehören auch die großen Berliner Zeitungen, die nicht rumgemeckert haben, sonder transportiert haben, daß dieses Geschichtsschauspiel Start eines Geschichtsfestival war. Start ja nicht ganz, weil am Abend zuvor die Eröffnungsveranstaltung in der Nikolaikirche sattgefunden hatte. Wir danken ganz besonders den Sponsoren, den beiden Reiterhöfen sowie dem www.Neuenhagener-Fleischwaren.de. Die leckeren Würstchen, die abends in großen Mengen im Biwak verputzt wurden, waren freundlicherweise zur Verfügung gestellt. Gedankt sei vor allem den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Berlin Story. Sie haben erwirtschaftet, was wir mit der Historiale auf den Kopf gehauen haben. Es gab keine öffentlichen Mittel oder sonstige Einnahmen, keine Sponsoren über die Reitpferde und die Würstchen hinaus. Unseren Kooperationspartnern, danken wir für die uneigennützige und uneingeschränkte Unterstützung.

Während des Zugs Unter den Linden entlang kamen immer mehr Polizeifahrzeuge, die uns eskortierten. Da war aber die brenzlige Situation vorüber, es ging nur noch um Verkehrslenkung.

Auf Höhe der Berlin Story wollten die preußischen Truppen eigentlich die Franzosen vorlassen, um dem Kaiser oder seinen Truppen den Vortritt zum Schloß zu lassen. Historisch gesehen waren die Preußen ja schon seit einigen Tagen weg. Am Brandenburger Tor konnten wir das nur eingeschränkt vermitteln. Das war übrigens der einzige Ausfall, nämlich der der Lautsprecheranlage, die wir bekommen sollte, die einen Tag zuvor kaputt ging. Ich hatte mit den Indianern, die auf dem Pariser Platz musizieren und ihre CDs verkaufen, vereinbart, daß Dr. Frank Bauer, der den Kommentar übernehmen sollte, deren Gesanganlage nutzen könne. Es war aber dann so voll, daß man das alles ganz vergessen konnte.

Unter den Linden. Da sahen sich die Menschen den Zug an und fragten: Wo bleibt denn Napoleon?“ Der muß gleich kommen, ist alles bißchen durcheinandergeraten hier mit der Geschichte. Dann kam das letzte Polizeifahrzeug und immer noch kein Napoleon. Auf die Frage an den Polizisten, wo der Impereur denn sei, sagte er: „Keine Ahnung. Die Leute erzählen, der habe auf dem Pariser Platz noch was getrunken, dann sei er heimgegangen.“. Wie, was getrunken? „Ja, so irgendwie was getrunken.“ Kein Napoleon, keine Garde, was tun? Das kann ja nicht wahr sein. Über Polizeifunk ließ sich auch nicht klären, wo er abgeblieben war. Jetzt war die Strecke wieder frei und ich konnte mit dem Rad zum Tipi rasen. Dort waren wir losgezogen, direkt am Haus der Kulturen der Welt, dort standen die Pferde. Und Napoleon. Und seine Garde. Napoleon hatte seine Soldaten auf dem Pariser Platz nicht mehr gesehen, hatte kehrt gemacht und neu organisiert. Wie damals, als er nach Moskau die Armee verlassen hatte. Das spielen wir später Mal.

Zum Glück kam gerade ein Großraumtaxi, in das alle hineinpaßten. Nur hatte der Fahrer noch nie was vom Lustgarten gehört. Aber er konnte doch so gut deutsch, daß wir das Ziel der Fahrt eingrenzen konnten. Er könne aber nicht Unter den Linden langfahren, die seien gesperrt, dicht, Demonstration. Was macht man da? Würgen? Den Lenker aus der Hand nehmen? Neulich habe ich Gäste in ein Taxi zum Ostbahnhof gesetzt (ich wohne wenige Minuten entfernt), die zum Flughafen nach Frankfurt wollten. Unterwegs erklärte ihnen der Fahrer, vom Ostbahnhof fahre kein Zug mehr ab, er müsse sie zum neuen Hauptbahnhof bringen. Dadurch verpaßten sie den Zug. Dadurch verpaßten sie den Flug nach Australien. Natürlich wurde der Zug am Ostbahnhof eingesetzt. Wie soll es denn sonst funktionieren? Das ging mir durch den Kopf, so fuhr ich also lieber mit dem Fahrrad vor dem Trottel von Fahrer her.

Am Lustgarten war ich noch schön geladen und habe erstmal Mitarbeiterin Angelina angemeckert, warum sie mit dem ganzen Essen Unter den Linden steht und nicht wie abgemacht hinten an der Bodestraße. Das hatte ich mir ja vorher alles genau angesehen, wo man das am besten parken und Essen verteilen kann. Alles genau erklärt! Und jetzt vergessen, daß sie ja da gar nicht langfahren konnte, weil die Linden durch uns selbst dichtgemacht waren. Peinlich, peinlich. der Taxifahrer ist schuld.

Später auf dem Rückweg wurden wir von über zehn Fahrzeugen eskortiert und eine Kradstaffel machte den Weg frei. Polizisten in Kampfmontur hielten den Pariser Platz frei. In Kampfmontur? „Das gilt nicht Ihnen, wir wären nicht in vollem Ornat gekommen, aber wir sind vom Fußball abgezogen worden.“ Also vorn der Einsatzwagen, dann vier Motorräder nebeneinander, dann vier oder fünf Polizeifahrzeuge. Das reicht sonst schon für den Despoten eines mittelgroßen Landes. Und dann Napoleon zu Fuß! Inmitten seiner riesigen Garde.
Was für ein Glück, daß es Handys gibt. So erfuhren wir schon auf dem Marsch, daß wir in der Tagesschau waren. Etwas später, nachdem die Berlin Story geschlossen hatte, kam eine volle Wagenladung Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Berlin Story und zum Glück lagen im Kofferraum noch die am Vorabend in der Nikolaikirche nicht gebrauchten Kisten Prosecco. Lange lagen sie da aber nicht mehr. Lang wurde die Nacht.

Sonntag, 29. Oktober 2006

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Historiale am Sonntag um zehn Uhr, Sonderführung von Bettina Altendorf im Deutschen Historischen Museum über das Ende des Heiligen Römischen Reiches 1806. Frau Altendorf nimmt immer wieder Bezug auf den Napoleon gestern. Sie findet Mark viel attraktiver und dynamischer als den echten Napoleon, der ja in echt etwas untersetzt und aufgedunsen gewesen sein soll.
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Als die Forderungen der Menschenrechte ins deutsche übersetzt wurden, nämlich Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, setzten die Drucker einen Gutenberg in die Mitte. Ihnen war der enge Zusammenhang zwischen Bildung und Büchern und Bürgerrechten bewußt. Würde man diese Werte heute korrelieren, Buchproduktion pro Kopf der Bevölkerung und Stand der Bürgerrechte, käme man sicher zu aufschlußreichen Ergebnissen.
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Historiale am Sonntag um 11 Uhr, Eröffnung der Ausstellung über Napoleon und Dabrowski und Massenbach. Ein Nachfahre des Reformers Christian von Massenbach spricht. Damals, am 3. November 1806, empfing Napoleon im Berliner Schloß mehrere Polen, die sich ihm angeschlossen hatten, und bedeutete ihnen, daß Polen wieder ein eigener, unabhängiger Staat werden könne, würden sie tüchtig auf seiner Seite mitkämpfen.
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Historiale am Sonntag um zwölf Uhr im Deutschen Historischen Museum. Stephan Wienecke berichtet (so anschaulich, gut vorbereitet, deutlich wie vorher Frau Altendorf) über Napoleon und die Deutschen. Über den Code Napoleon, der eine auf Privateigentum basierende Gesellschaft als Grundlage hat; über die (defensive) Modernisierung des Staats durch die Stein-Hardenbergschen Reformen, über die Emanzipation der Juden 1812.
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Historiale am Sonntag um 13 Uhr, Helmut Caspar vor General Buelow von Dennewitz. Wieso stehen die Generale immer noch nicht neben der Neuen Wache? Kommt bald. Es ist alles bestens vorbereitet. Alles weitere demnächst in Helmut Caspars Buch über die Denkmäler Unter den Linden im Berlin Story Verlag.
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Historiale Schlußfoto am Sonntag um 15 Uhr am Gendarmenmarkt. Napoleon war vormittags am Grab von Friedrich dem Großen in Potsdam. Hier posiert er abgekämpft und erschöpft mit den freundlichen Mitarbeitern von Lutter & Wegner.

Samstag, 28. Oktober 2006

„Vive la peace! Vive l’Europe!“ Das war die Antwort Napoleons, wenn ihm zuviel Vive la France zugerufen wurde. Je mehr das historische Schauspiel zur großen Masseninszenierung („Großes Theater“ – schreibt der Tagespiegel) wurde, desto stärker stellte er den europäischen Aspekt in den Mittelpunkt. Unabgesprochen, wie alles. Wir haben alles ohne Probe gemacht, alle Darsteller haben ihre Rolle von alleine gespielt.
Hätten wir absperren sollen? Natürlich hätten wir. Wir sind allen dankbar, die es im Nachhinein besser wußten. Nur, als wir geplant haben und wie wir geplant haben, war diese Wirkung nicht abzusehen.

Tagespiegel (Thomas Loy) und Berliner Morgenpost (Gerlinde Schulte) berichten über "unseren" Napoleon.
Sie konnten nicht dabei sein? Wir haben eine umfangreiche Fotogalerie (50 Bilder) ins Netz gestellt.

Freitag, 27. Oktober 2006

Napoleon beim Shoppen. Früh am Morgen kam Mark Schneider am Flughafen an, Ina holte ihn ab, wir waren auf der Oranienstraße einen Döner essen. Dann, nach einem Notruf aus dem Laden, daß wir für abends in der Nikolaikirche keinen Saft haben, nur Prosecco, fuhren wir eben noch einkaufen und Mark packte die Saftkisten aufs Band.
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Nachmittags am Pariser Platz konnte man den Eindruck gewinnen, Napoleon sei höchst persönlich wieder da. Genau zur historischen Zeit, nachmittags um drei Uhr, genau am richtigen Tag 200 Jahre danach, wies Napoleon auf die große geschichtliche Darstellung morgen hin. In der Ausstellung im Haus Liebermann sahen wir die Napoleon-Karikaturen und stärkten uns dann im Einstein mit Wiener Schnitzel.
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Kaum zu glauben. Die Nikolaikirche war rappelvoll, mehr Besucher, als wir gewagt hatten zu erwarten, eine gute Diskussion über Geschichtsdarstellung heute. Walter Momper, Präsident des Abgeordnetenhauses von Berlin, hielt eine schöne Einführungsrede, wie es durch Napoleon gerade hier in der Kirche zur ersten Bürgerversammlung kam. Es war ein für uns überaus ermutigender Abend. Sämtliche Veranstaltungen, für die man sich anmelden muß, sind ausgebucht. Wir organisieren bereits Ersatzveranstaltungen.
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Anschließend wollten alle mit zum Biwak, wo es noch hoch herging. Hier steht Napoleon mit den polnischen Truppenteilen zusammen. mindestens zweimal empfing er damals polnische Delegationen im Stadtschloß. Und während dieses Tagebuch entsteht, geht die Feier weiter. Hoffentlich sind die morgen wieder fit.

Mittwoch, 25. Oktober 2006

Heute schreibt die Berliner Zeitung ausführlich über die Historiale.

Diese WebSite ist über Nacht wieder erheblich gewachsen. Man sieht das ja auf den ersten Blick gar nicht so. Viele neue Presseberichte über uns, sehr aufwendig war es, die Veranstaltungen einzubauen, was wir also vor Weihnachten vorhaben, nämlich einen Sonntagmorgen ohne Sorgen, eine kleine Geschichtsmatinee. 6 Veranstaltungen vor Weihnachten (und 7 weitere danach). Vielleicht auch umgekehrt.

Inzwischen ist auch die Webseite zum Buch“Napoleon in Berlin“ fertig.

Dienstag, 24. Oktober 2006

Gerlinde Schulte schreibt heute in der Berliner Morgenpost ausführlich über die Historiale. Auf den Seiten der Historiale finden Sie das komplette Programm zu "Napoleon in Berlin".

Montag, 23. Oktober 2006

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Nur Historiale ist etwas einseitig, wir möchten uns auch um das Fortkommen der Stadt kümmern und tragen dieses neue Produkt bei in oliv und schwarz und pink, Schrift silbern. Besonders geeignet für Praktikanten, Studenten und Regierende.

Sonntag, 22. Oktober 2006

Um 22 Uhr war es am Brandenburger Tor noch so voll wie mitten am Tag. Die Besucher können sich gar nicht sattsehen an den schönen Farben Unter den Linden. 1806 wurde das Tor durch den Einzug Napoleons zum nationalen Symbol.
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Wir nutzten den Abend zu einer Stellprobe an der Quadriga mit Napoleon, um am nächsten Wochenende gut vorbereitet zu sein. Alles ist gut vorbereitet, nur für Napoleons Truppen suchen wir dringend noch eine Gulaschkanone.
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Sonnabend, 21. Oktober 2006

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Tausende waren heute zur Demo gekommen, die sich gegen Sozialabbau in allen Bereichen wendete. Neben den Gewerkschaften und der obligatorischen MLPD tauchte auch wieder die Zeitschrift ROTER MORGEN auf, früher das Zentralorgan der maoistischen KPD/ML, heute nur noch KPD. Im 39. Jahrgang konnte man auf eine bewährte Parole aus dem ersten Jahrgang zurückgreifen: „Alle gemeinsam gegen Kapital und Regierung“.