Freitag, 31. März 2006

Arme Susanne. Sie mußte zu dem gestellten Foto zu diesem Text herhalten. „Was erwarten Sie von der Weltmeisterschaft?“ Khoa Luan von der Ho Chi Minh Television Station möchte das gern wissen und hält die Kamera auf mich. Worauf kommt es bei der Antwort an? Erstens möglichst genau eine Minute 30 Sekunden, zweitens Authentizität, drittens bißchen Bewegung ins Bild bringen. Ich erkläre gestikulierend und natürlich Englisch, daß unsere Mannschaft wirklich nicht sehr gut ist, aber ich mich auf ein Endspiel Deutschland:Brasilien 4:2 freue.
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Dann stellen wir unsere häßlichsten Souvenirs vor, nämlich die Bierseidel mit halbem Fußball als Deckel. Wir Deutschen trinken jeden Abend Bier aus diesen Bierkrügen und wenn wir die Weltmeisterschaft gewonnen haben trinken wir noch mehr Bier aus Fußballweltmeisterschaftsbierkrügen. Ein Prosit nach Vietnam!

Donnerstag, 30. März 2006

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Mittwoch, 29. März 2006

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Friedrich Engels im Jahr 1885 zur aktuellen Lage in Berlin: „Bauen Sie das ganze Nest von oben bis unten um, dann kann vielleicht noch was Anständiges daraus werden.“ Abriß des Hotels Unter den Linden an der Kreuzung Unter den Linden/Friedrichstraße. Hier kommt 2008 ein großes Geschäftshaus hin.

Dienstag, 28. März 2006

Zwei Bücher, die wir gerade vorbereiten, begegnen sich. Während ich mit Dr. Gerd Zuchold telefoniere, der bei uns im Herbst die Reisebeschreibung von Anton Friedrich Büsching aus dem Jahr 1775 von Berlin über Potsdam nach Rekahn herausgibt, sollte ich eigentlich den Text für das Backcover des Buchs "Unter den Linden" von Walter Schimmel-Falkenau aus dem Jahr 1963 schreiben und merke dabei, daß Büsching in dem UdL-Buch zweimal vorkommt. Schimmel-Falkenau (1895 bis 1971) macht Geschichte lebendig, indem er die Protagonisten reden läßt. Das ganze liest sich lebendig wie ein Drehbuch. Es entstehen Bilder im Kopf. Der Geologe Büsching kommt in dem Kapitel vor, in dem sich Königin Elisabeth Christine, also die Frau Friedrichs des Großen, am 7. März 1746 um elf Uhr zur Malerin Anna Dorothea Terbusch begibt. Dieses Buch zu den Linden, ein Nachdruck, erscheint zum 1. Mai. Büsching (1724 bis 1793) ist nicht nur einfach Geologe und Schriftsteller, er erschuf etwas unerhört Neues, nämlich die politisch-statistische Beschreibung, den Vorläufer des Welt-Almanachs heute. Wir bringen dieses Buch endlich nach 200 Jahren wieder heraus, ergänzt um einige Beiträge aus der Neuauflage von Büschings Buch aus dem Jahr 1780. In der zweiten Auflage beschrieb er zum Beispiel Britz erstmals ganz genau.

Montag, 27. März 2006

In einem Monat, am 26. April um 19.30 Uhr, hält Dr. Gerhild Komander für die Mendelssohn-Gesellschaft Berlin einen Dia-Vortrag in der Remise Jägerstraße 51 zum Thema Künstlerinnen, Schriftstellerinnen und Revolutionärinnen – Frauen um Fanny Hensel. Das kann man sich wegen dem Inhalt anhören oder weil man dann mal in die Remise kommt, einem wundervollen Veranstaltungsraum, oder weil man an dem Tag nicht zu einer Tschernobyl-Veranstaltung will.

Sonntag, 26. März 2006

Ab April finden täglich Stadtführungen um 11 Uhr von der Berlin Story aus statt, durchgeführt von Stattreisen und hier auf einem großen Poster gleich im Eingangsbereich der Buchhandlung angekündigt. An den Wochenenden gibt es zusätzliche Termine. Wir haben alle Führungen für Sie aufgelistet. Besondere Führungen unserer Autoren finden Sie auf den Webseiten zum jeweiligen Buch. Das erste Berliner Telefonbuch 1881 und dem Lexicon 1806. Nur Sven Felix Kellerhoff ist nicht dazu zu bringen, den Führerbunker auszubuddeln.
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Sonnabend, 25. März 2006

Das wird das Café. Viel sieht man hier noch nicht, aber so ein bißchen, daß sich etwas ändert. Bis Anfang April wird umgebaut, dann wird es in der Buhhandlung und in den Filmräumen ein echtes Café geben mit Torte, Kaffee nicht aus der Thermoskanne wie momentan, super Bedienung durch Silvia Knüver. Wir fangen so an, daß ab Ostern alles richtig läuft.
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Donnerstag, 23. März 2006
Daniela Mellies beginnt im Sommer ihre Ausbildung zur Buchhändlerin in der Berlin Story. Im Tagebuch vom 18. März ist sie schon zu sehen. Wir machen das gern so, daß vor einem längeren Vertrag einige Tage zur Probe gearbeitet wird. Das hat für beide Seiten große Vorteile. Wer zu uns kommen möchte, kann erleben, wie die Mitarbeiter miteinander umgehen, lernen, wo der Kaffee steht und wie umfangreich unser Sortiment ist. Wir, eigentlich die Kolleginnen und Kollegen, sehen, ob das alles so klappen kann, wie wir es uns vorstellen. Bei Daniela war das ganz einfach. Und weil es so einfach war, und weil wir gern mit ihr zusammenarbeiten möchten, fängt sie schon etwas früher an, im Mai.

Sonntag, 19. März 2006

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Michael Bienert führte am Sonnabend zum Thema „Berlin 1806“ [Weitere Termine finden Sie auf unserer Webseite zum Buch – www.Berlin 1806.de] eine große Gruppe, die, vom Stadtmodell in den kuschelig warmen Räumen der Berlin Story kommend, hier gerade um die Ecke des Café Einstein biegt und zum Schadow-Haus geht.

Sonnabend, 18. März 2006

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Daniela korreliert – einerseits das Manuskript des ersten Berliner Telfonbuchs aus dem Jahr 1881 [www.Berliner-Telefonbuch-1881.de] mit zweitens Straubes Übersichtsplan aus dem Jahr 1910. Wo waren die ersten Telefone, wo die ersten Telefonzellen. Und wo war doch gleich damals die Börse? Da gab es nämlich gleich neun öffentliche Fernsprecher.